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SCIAMA-Computer soll die Frage beantworten, wie das Universum begann

Der SCIAMA-Computer, der gestern an der Universität in Portsmouth installiert wurde, soll über die Power von 1.000 normalen Desktop-Computern verfügen.

Nun sollen große Mengen von astronomischen Daten von SCIAMA verarbeitet und analysiert werden. SCIAMA ist imstande, über eine Milliarde von Berechnungen pro Sekunde auszuführen.

Wissenschaftler an Portsmouther Institut für Kosmologie und Gravitation (ICG) wollen den Supercomputer dazu benutzen, die entferntesten Gebiete des Universums zu simulieren, hunderte Millionen Galaxien zu untersuchen und komplizierte kosmologische Probleme zu lösen.


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WebReporter: irving
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Computer, Astronomie, Universum, Berechnung
Quelle: www.dailymail.co.uk

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.02.2011 13:18 Uhr von ted1405
 
+29 | -1
 
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schön zu sehen wie übel unpräzise Angaben nun mal seien können. Ich hab´ nun extra nochmal in der Quelle nachgesehen, um sicher zu sein, daß der Schrott auch dort steht und nicht nur ein Übersetzungsfehler ist:

"SCIAMA can do a billion calculations every second"

Sorry, aber DAS hätte mein guter, alter AMD Barthon 3,2GHz auch bereits gekonnt und was heute in PCs rumdümpelt, kann es erst recht.

Mit einer realen Taktung von 3,2GHz und einer simplen 1-Takt-Instruktion käme er sogar auf 3,2 Milliarden Berechnungen in der Sekunde - zwar vielleicht sinnfrei, aber möglich. Und mit drei Takten ließen sich dann auch 1 Milliarde schon geringfügig komplexere Berechnungen durchführen.

Somit bleibt für mich nur der Schluss, daß sich irgend ein überschlauer Redakteur diese Zahl mal eben aus den Fingern gesaugt hat oder aber die Information über die Art der Berechnung verloren gegangen ist. Das macht die Aussage völlig wertlos und zur reinen Augenwischerei.

Aber gut ... zum Thema:
Ist sicherlich eine gute Sache, wenn diese Forschung vorangetrieben wird. Es kann nur nutzlich sein, unser Universum besser verstehen zu wollen!
:-)
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02.02.2011 13:40 Uhr von ThomasHambrecht
 
+5 | -1
 
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Vielleicht entstand es ja gar nicht Das Ursache- Wirkungsprinzip gilt zwar in unserer Raumzeit. Wenn man aber höherdimensional denkt, sind Raum und Zeit vielleicht so aufgelöst, dass im Universum alles gleichzeitig ist, dann gilt das Ursache- Wirkungsprinzip nicht mehr. Wir können wohlgemerkt viele Naturgesetze mathematisch beschreiben - aber nur beschreiben - und nicht tatsächlich verstehen warum ein Naturgesetz in der Form überhaupt da ist.
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02.02.2011 13:40 Uhr von Floppy77
 
+41 | -1
 
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Am Ende kommt wahrscheinlich wieder 42 raus^^
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02.02.2011 14:25 Uhr von Sir_Waynealot
 
+0 | -30
 
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02.02.2011 14:35 Uhr von Jaybay
 
+11 | -0
 
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@Sir: NEIN MANN!!! Das kommt aus "Per Anhalter durch die Galaxis"...Ein durchaus empfehlenswertes Buch, falls du aber Bücher nicht so bevorzugst, gibt´s das auch als Film ;)

Greetings
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02.02.2011 14:36 Uhr von shadow#
 
+1 | -1
 
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lol: und auf welchen planeten stellen wir das ding?
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02.02.2011 15:12 Uhr von Psyphox
 
+0 | -3
 
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@floppy: das wollte ich auch grad schreiben, menno
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02.02.2011 15:17 Uhr von Dennis_the_Manace
 
+3 | -1
 
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Crysis 2: Ach kommt schon, die erzählen nur ihren Frauen dass sie damit forschen wollen, aber in Wahrheit haben sie sich den nur angeschafft um das kommende Crysis 2 zocken zu können ;-)
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02.02.2011 15:26 Uhr von uhrknall
 
+1 | -0
 
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Wie das Universum begann Der Computer wird wohl nur eine Möglichkeit errechnen, basierend auf unserem heutigen Verständnis des Universums und seiner Physik. Diese wird aber nicht die endgültige sein, denn Wissenschaft bleibt nicht stehen.

In 50 Jahren wird ein Computer eine ganz andere Entstehungsgeschichte berechnen. Interessant ist es aber allemal.
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02.02.2011 15:38 Uhr von cav3man
 
+3 | -0
 
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uhrknall: Ah obacht... solche Formulierungen sollten vorher besser überlegt sein..

"In 50 Jahren wird ein Computer eine ganz andere Entstehungsgeschichte berechnen. Interessant ist es aber allemal."

Es wird eine "ganz andere" Geschichte berechnet.
Das halte ich für falsch. Das vorrige Ergebnis wird korrigiert und auf die neue Situation angepasst.
Deine Formulierung lässt darauf schließen das die alten Ergebnisse quasi komplett verworfen werden.

Nur weil etwas sich verändert ist das alte nicht obsolet.
Nur weil die Evolutionstheorie (als Beispiel) schon X-Mal erweitert wurde, sind die Kenntnisse von davor nicht falsch. Sie waren ungenau und wurden verbessert.
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02.02.2011 15:39 Uhr von HansBlafoo
 
+4 | -0
 
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@ted1405: Schön hier mal solch intelligenten Posts und Analysen zu lesen, hat mir wirklich gefallen. :) (Natürlich gabs auch ein Plus dafür)

Ich habe mal nachgeschaut und die Uni, ja sogar das Institut selbst, geben eine Milliarde Rechenoperationen pro Sekunde an. Das ist aus meiner Sicht aber auch ein unrealistisch niedriger Wert, den selbst aktuelle Prozessoren und GPUs (bei hinreichender Parallelisierung) auch ohne Annäherung an die Peak-Werte im Schlaf schaffen. Daher sollten das die 1000 Intel Core-CPUs, die verwendet werden, auch schaffen.

Ich vermute eher, dass die Physiker den Begriff Rechenoperationen anders definieren. Sie wollen ja damit hauptsächlich Simulationen durchführen und eventuell meinen sie einfach, dass sie bis zu 1 Milliarde Ticks (also Zyklen in der Simulation) pro Sekunde ausführen können.

Das würde aus meiner Sicht wesentlich mehr Sinn machen.
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02.02.2011 15:49 Uhr von cav3man
 
+6 | -0
 
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HansBlafoo: Damn it du warst schneller ;)

Erstmal die Originalnews der Unihomepage
http://www.port.ac.uk/...

wollte auch noch ein paar Gedankenergüsse präsentieren...
Ich denke zum einen das es sich hier nicht um Takte handelt sondern um FLOPS. Ein FLOPS braucht dabei in der Regel mehrere Takte.
Aber selbst 1 Gigaflop wäre zu wenig.

Es handelt sich aber ebenfalls um ein Grid aus 1000 Rechnern. Daher könnte ich mir vorstellen das 1 GigaFLOPS pro Knoten vorliegt und damit die Gesamtleistung auf circa 1 TeraFLOPS ansteigt.

Ist aber immernoch nicht so der Knaller, aber meine Annahmen werde vermutlich auch nicht richtig sein.

[ nachträglich editiert von cav3man ]
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02.02.2011 16:00 Uhr von HansBlafoo
 
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@cav3man: Hehe, dafür bin ich bekannt. ;)

FLOPS werden es natürlich sein, aber ich denke moderne Gleitkommaarithmetik (natürlich eine Frage der Genauigkeit) lässt sich mit wenigen Takten realisieren.

Aber wie du schon selber sagst, ist selbst 1 Gigaflop zu wenig. Aktuelle Grafikkarten haben Peaks im Teraflopbereich und selbst bei ziemlich schlampiger Parallelisierung (Simulation ist ja prädestiniert für so etwas) schlägt man den 1 Gigaflop locker.

Pro Node könnte es natürlich sein, aber dann machen die wirklich dämliche Angaben. Naja, sind halt Physiker. ;)
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02.02.2011 16:33 Uhr von uhrknall
 
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@cav3man: Daran, alles ganz über den Haufen zu werfen, habe ich gar nicht gedacht. Eine kleine Änderung an den Daten kann große Abweichungen bringen.

Dass das Universum sich beschleunigt ausdehnt, hat man erst in den letzten 2 Jahrzehnten erkannt. Die Theorie mit der Dunklen Materie ist noch neuer, wenn ich mich nicht irre. Ohne die beiden Faktoren wäre eine Berechnung vor 20 Jahren möglicherweise komplett anders verlaufen. Und wir werden noch mehr entdecken.
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02.02.2011 17:25 Uhr von a.berwanger
 
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Das Ergebnis: wird nach wie vor ein Ergebnis sein was auf Menschen zugeschnitten ist und hat mit der "Realität" die aber vielleicht hinter dem Universum steckt nichts zu tun. Dieser Computer wurde von Menschen angewiesen wie er zu rechnen hat und welche Maßstäbe er zur Verfügung bekommt zum rechnen...das Ergebnis wird also nicht die Lösung sein, garantiert nicht.

Weiter muss ich ThomasHambrecht recht geben,,,höherdimensional gedacht und das sagte bereits sogar Einstein, hat unser Universum nichts mit Raum/Zeit zu tun...alles ist gleichzeitig und die Zeit eine Illusion unseres Verstandes weil wir Ereignis nach Ereignis als Zeit wahrnehmen. Die absolute Wahrheit, werden wir Dank des Computers 100% nicht erfahren.
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02.02.2011 19:28 Uhr von Dodge93
 
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02.02.2011 21:55 Uhr von AnotherHater
 
+1 | -0
 
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Der Artikel ist nicht gerade das gelbe vom Ei. Der Supercomputer ist weder in der Lage eine "Antwort" auf den Ursprung des Universums zu "geben", noch wird auf die verbaute Hardware eingegangen. Was die Anzahl der Rechenoperationen pro Sekunde angeht, so wird auch auf der Homepage der Universität von "one billion" gesprochen.

http://www.port.ac.uk/...

Leider konnte ich nicht herausfinden, welche Prozessoren verbaut wurden. Ich habe lediglich herausgefunden, dass es wohl 1008 Intel Xeon´s mit 2,66GHz Tak sind. Laut Angaben von Intel, bringen bis auf den X7460 und den X5650 alle andere Modelle anstatt 63,984 GFLOPS "nur" 42,656 GFLOPS zu Stande - dies entspricht jedoch schon 63,984 Milliarden Berechnungen pro Sekunde.

http://www.intel.com/...
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03.02.2011 11:01 Uhr von George Taylor
 
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In 7,5 Millionen Jahren sind wir schlauer...obwohl die Antwort wieder 42 sein wird ;)

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