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Prozessbeginn: Mann ließ seine geistig schwerbehinderte Schwester verhungern

In Tübingen muss sich seit Mittwoch ein 50 Jahre alter Mann vor Gericht wegen des Vorwurfs, seine auf Pflege angewiesene geistig schwer behinderte Schwester im Stich gelassen zu haben, verantworten. Seine Schwester war vor etwa einem Jahr total verwahrlost verstorben.

Wie aus den Ermittlungsarbeiten hervorgeht bekam die Schwester des Mannes, bevor sie starb, mehrere Monate lang fast nichts zu trinken bzw. zu essen.

Aus diesem Grund klagt die Staatsanwaltschaft den 50-Jährigen aufgrund des "Totschlags durch Unterlassens" an.


WebReporter: Aguirre, Zorn Gottes
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mann, Schwester, Pflege, Behinderung, Prozessbeginn
Quelle: de.news.yahoo.com

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.02.2011 10:44 Uhr von U.R.Wankers
 
+3 | -0
 
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und natürlich hat niemand etwas mitbekommen: eine Schande, so etwas
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02.02.2011 11:14 Uhr von rubberduck09
 
+2 | -0
 
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Die Frage ist doch eher Warum niemand was mitbekommen hat vom Zustand der Schwester.

Sollte es wirklich schon so weit sein, daß Angehörige schwer behinderter einfach die Arschkarte gezogen haben, egal was sie angestellt haben (oder eben nicht)?

Verhungern/Verdursten lassen ist definitiv nicht in Ordnung, aber daß man von der Gesellschaft total alleinegelassen wird mit so einem "Problem" ist genausowenig OK.
Wir haben so viele Arbeitslose, aber für die Pflege langts nicht. Irgendwie schon komisch.
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02.02.2011 11:19 Uhr von ted1405
 
+1 | -1
 
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seufz @ Autorenkommentar: Von einer Situation völlig überfordert zu sein kann jeden treffen. Aufklärung und Verständnis wären sicherlich hilfreich, daß solche "Täter" sich deutlich früher jemandem anvertrauen und sich helfen lassen könnten, ohne daß sie ihre Spirale des Schamgefühls dazu zwingt, den Kurs bis zum bitteren Ende weiter zu fahren. :-(
"Solche Leute" gibt es per Definition eher nicht - sie werden oft durch die Maßstäbe unserer Gesellschaft in ihr Handeln hineingedrückt.

Nichts desto trotz:
Was da passiert ist, ist absolut traurig und in dieser Konsequenz auch in keiner Weise mehr zu entschuldigen - eine Strafmilderung darf es in keinem Fall geben!

Aber daraus für die Zukunft lernen - das sollten wir alle:
Aufmerksamer für andere sein und verstehen, daß man auch unfähig sein darf, solange man rechtzeitig dazu steht und sich helfen lässt. Das könnte viel Leid ersparen.

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