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Ägypten: Opposition ruft zum "Marsch der Millionen" auf

Die Bewegung unter Führung von Friedensnobelpreisträger Mohamed ElBaradei rief einen "Marsch der Millionen" aus. Die Armee kündigte an, bei den Protestmärschen keine Gewalt gegen die Demonstranten einzusetzen.

Wie das Staatsfernsehen berichtet, wurde aufgrund der Ankündigung der gesamte Zugverkehr in Ägypten lahm gelegt. Innenminister Habib el Adli wurde durch den Polizeigeneral Mahmud Wagdi ersetzt. Diesem wird vorgeworfen, die Opposition unterdrückt zu haben.

Die islamistische Bewegung hat die teilweise Neubildung der Regierung als "nicht dem Willen des Volkes" entsprechend abgelehnt. Die Proteste sollen unter anderem in Kairo und Alexandria stattfinden und solange andauern, bis Staatschef Husni Mubarak gestürzt worden ist.


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WebReporter: FrankSchu
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Ägypten, Sturz, Opposition, Husni Mubarak, Protestmarsch
Quelle: de.news.yahoo.com
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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.02.2011 06:45 Uhr von FrankSchu
 
+3 | -4
 
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Chaos, Gewalt und Massen-Proteste! Eine deutliche Veränderung der Machtverhältnisse im Nahen Osten werden die Folge sein! Ob dies gleichzeitig der Weg zu mehr Demokratie sein wird ist fraglich.
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01.02.2011 09:30 Uhr von Klecks13
 
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Die islamistische Bewegung: nennt sich in Ägypten "Islamische Bruderschaft. Wenn man diese schon unbedingt in der News erwähnen will, sollte man auch dazu schreiben, dass diese in der Bevölkerung kaum Unterstützung findet und nichts, aber auch rein gar nichts mit dem Oppositionsführer und Friedensnobelpreisträger Mohamed ElBaradei zu tun hat.
Mit der exklusiven Erwähnung der islamistische Bewegung entsteht nämlich sonst ganz leicht der Eindruck, diese Gottesstaat-Utopisten wären die einzige Opposition. Dabei ist das glatte Gegenteil der Fall: Die meisten Ägypter wünschen sich einen modernen, liberalen Staat. Eine Demokratie nach westlichem Vorbild wird das trotzdem nicht sein.
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01.02.2011 09:46 Uhr von FirstBorg
 
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erinnert: Die ganze Sache erinnert mich schon so ein wenig an die Revolution in Rumänien 1989. Da hats auch so angefangen, nur wurde es recht schnell brutal, bis irgendwann auch das Militär auf der Seite des Volkes stand.
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01.02.2011 09:51 Uhr von usambara
 
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@Autor: "...Weg zu mehr Demokratie..."
Es gibt in Ägypten keine Demokratie!
Welche "Machtverhältnisse" sollen sich ändern?
Israel ist mit großen Abstand uneingeschränkter militärischer Herrscher mit Atomwaffen und US-Protektion.

Über die "Hilfe" der westlichen Welt mit der Aufforderung an Mubarak ein paar Reförmchen ein zu führen, kann die Protestbewegung noch nicht mal müde lächeln.

So sieht Deutschlands Hilfe aus:
Der Wert der von Deutschland gelieferten Waffen an Ägypten hat sich von 33,6 Millionen Euro im Jahr 2008 auf 77,5 Millionen Euro 2009 "dramatisch gesteigert", hauptsächlich Kleinwaffen für die Sicherheitsdienste.

Bei den ganzen Protesten der letzten Woche habe ich nicht ein islamistisches/ anti-westliches Transparent gesehen, auch sind viele verschleierte Frauen zu sehen.

Das was Bush mal über den Irak sagte (Irak wird "Beispiel für Demokratie und Wohlstand") ist in Ägypten am ehesten möglich in der arabischen Welt.

Wenn nicht jetzt- wann dann?

[ nachträglich editiert von usambara ]
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01.02.2011 09:53 Uhr von usambara
 
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ups: Bei den ganzen Protesten der letzten Woche habe ich nicht ein islamistisches/ anti-westliches Transparent gesehen, auch sind viele UNverschleierte Frauen zu sehen.
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01.02.2011 10:31 Uhr von beni-ara
 
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Und der nächste Schritt in Richtung: Groß Israel. Eine kleine Revolution anzetteln, dann die Moslembrüder an die Mach hieven, oder in naher Zukunft zumindest, dann im Namen der Demokratie und dem Schutz Isreals in das Land einmarschieren und annektieren. Mubarak können die nicht angreifen, weil er ein Verbündeter ist. Wie wollen die es der Welt erklären?
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01.02.2011 10:40 Uhr von Klecks13
 
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@ beni-ara: lass ma stecken; deine zionistischen Verschwörungstheorien ziehen hier nicht. Ein islamischer Gottesstaat ist in Ägypten etwa so wahrscheinlich wie die Wiedereinführung der Monarchie in Deutschland.
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01.02.2011 20:56 Uhr von mayan999
 
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Inside the Egyptian Revolution: http://www.youtube.com/...
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02.02.2011 06:34 Uhr von Jummi
 
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Für den Westen: ist Demokatie in Nordafrika nicht Zielführend, Systemrelevant:

"Reaktionen
Alles Radikale, Kommunisten und Islamisten
Auf seine Freunde kann sich Mubarak verlassen. Bundesaußenminister Guido Westerwelle bekräftigte am Dienstag noch einmal, daß die Bundesregierung »großes Interesse an einem stabilen Ägypten« habe. Es dürfe nicht sein, daß am Ende »Radikale oder Fundamentalisten« in eine Machtposition getragen würden. Mubarak habe in den vergangenen Jahren eine konstruktive Rolle im Nahostprozeß gespielt. Noch deutlicher fiel die Analyse des US-Fernsehkommentators Glenn Beck bei dem für seinen Rechtsdrall bekannten Sender Fox News aus. Die Proteste in Ägypten seien von »marxistischen Kommunisten und der Muslim-Bruderschaft gesteuert«, erklärte er am Montag abend (Ortszeit) in einer Talkshow. Ein Sturz Mubaraks werde dazu führen, daß die gesamte islamische Welt zu einem »Kalifat« werde. Das offizielle Washington rief die ägyptische Opposition zur Zurückhaltung auf und lobte das bisherige Verhalten der Sicherheitskräfte. Dieses hat nach Informationen der UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay in den vergangenen Tagen rund 300 Todesopfer und mehr als 3000 Verletzte gefordert, wie sie am Dienstag in Genf mitteilte. Das reicht den EU-Außenministern nicht für Sanktionen. Während die Konten des früheren tunesischen Machthabers Ben Ali und des belorussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko eingefroren wurden, beließ man es in Brüssel bei mahnenden Worten Richtung Kairo. Die ägyptische Regierung müsse »demokratische Reformen« einleiten. Eine Rücktrittsforderung an Mubarak gab es nicht.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan rief Mubarak am Dienstag zum Einlenken auf. Niemand könne gegen den Willen des Volkes an der Macht bleiben."

Mubarak ist Garant für Unterdrückung des eigenen Volkes und für den Erhalt der kolonialen Zustände in Nordafrika und im nahen Osten.
Sein System stärkt den Kapitalismus in Europa und in den USA.

[ nachträglich editiert von Jummi ]
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02.02.2011 06:42 Uhr von Jummi
 
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@FirstBorg: "Die ganze Sache erinnert mich schon so ein wenig an die Revolution in Rumänien 1989. Da hats auch so angefangen, nur wurde es recht schnell brutal, bis irgendwann auch das Militär auf der Seite des Volkes stand."

Ganz so wars nicht in Rumänien.
Chauchesku wurde geopfert, das Militär hat eigentlich die Macht übernommen, es war ein Putsch.
Die alten Kader sind wieder ins Amt gehieft worden, nach der "Revolution".
Aber vielleicht kommts in Ägypten auch so?!

Warum hat man Chauchesku so schnell hingerichtet?
Er war ein wichtiger Zeuge, nicht nur ein Despot.

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