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Deutschland: Bayern hat die höchste Selbstmordrate

Deutschlands wohlhabendstes Bundesland steht auch in einer anderen Statistik ganz weit vorne. Im Jahr 2009 lag Bayern mit einer Suizidrate von 12,9 auf 100.000 Einwohner um über zwei höher als der Bundesdurchschnitt. Sogar im Straßenverkehr starben nur knapp halb so viele Menschen, wie durch Suizid.

In den 1990er Jahren stand Bayern in dieser Statistik noch viel besser dar. Mittlerweile liegt es allerdings über den ostdeutschen Bundesländern. Deutschlandweit sank die Zahl der Selbstmorde in den letzten 30 Jahren aber um 40 Prozent.

Armin Schmidtke, Vorsitzender des nationalen Programms zur Suizidprävention, kennt die Faktoren, die Suizidraten ansteigen lassen. Doch hohe Arbeitslosigkeit und unsichere Lebensbedingungen würden für Bayern nicht zutreffen.


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WebReporter: MasterAK
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Deutschland, Bayern, Selbstmord, Suizid, Rate
Quelle: www.sueddeutsche.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.01.2011 10:23 Uhr von Klassenfeind
 
+28 | -5
 
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Ausgerechnet Bayern !!??? Ich dachte immer, dort lebt es sich super, dort ist alles klasse..

Ist vielleicht der Unterschied zw. Arm und Reich, der in Bayern extrem ist, zu groß ??

Wie auch immer, es ist schlimm und die Politiker sollten, statt zu Labern, auch mal was tun !!
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31.01.2011 11:04 Uhr von PeterLustig2009
 
+7 | -13
 
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@Klassenfeind: An der Labilität einzelner Bundesbürger kann der Staat wenig machen.

Wenn jemand meint anstatt die Probleme anzugehen sich das leben zu nehmen ist das nicht die Schuld des Staates.

Genausowenig wie ein Arbeitgeber etwas dafür kann wenn der Arbeitnehmer nach ner Abmahnung um frische Luft zu schnappen aus dem Fenster springt
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31.01.2011 11:08 Uhr von Chuzpe87
 
+9 | -8
 
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Ob Bayern oder sonst irgendn Bundesland - Ich finds traurig .. man kann das Kostbarste, das Leben, doch nicht einfach wegwerfen. Solche Leute versteh ich echt nicht.
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31.01.2011 11:21 Uhr von LimLim
 
+6 | -8
 
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hmmm (Mittlerweile liegt es allerdings über den ostdeutschen Bundesländern)
Liegt evtl daran, dass die Ostdeutschen alle zu uns Bayern kommen...Lkr.SAD z.B.die Autos mit der Aufschrift Ossipower kann man nicht mehr zählen^^
Da heissts immer, Wessis trennen noch in Osten und Westen...soviel dazu
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31.01.2011 11:33 Uhr von Nebelfrost
 
+4 | -6
 
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und natürlich darf man die ganzen "wohlstandssuizide" nicht vergessen. irgendwelche kiddies die sich die pulsadern aufschneiden, weil ihr freund oder freundin sie verlassen hat oder weil sie mit sich selbst oder der welt nicht klar kommen, obwohl es ihnen eigentlich an nichts mangelt. für solche leute habe ich absolut kein verständnis!

es gibt menschen, die sich nichts sehnlicher wünschen als zu leben, weil sie z.b. totkrank sind und die das leben jeden tag schätzen und solche emokiddies und crybabies werfen ihres einfach so weg. das ist ein faustschlag ins gesicht derer die leben wollen, aber nicht können.

[ nachträglich editiert von Nebelfrost ]
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31.01.2011 11:41 Uhr von Inc.
 
+8 | -0
 
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Hier kann man hoch aufsteigen und sehr tief fallen.
Leider wörtlich, ein Kumpel aus meiner Jugendclique sprang damals von einer Brücke in den Tod. Sein Vater verlangte von ihm einen sehr strengen Ausbildungsweg.
Das liegt wohl am Stolz, und wenn der mal angekrazt ist dann wächst der Druck von außerhalb. Einige sind dem nicht gewachsen. Das ist immer eine traurige Sache!

Edit: @Nebelfrost machst du dir das nicht ein wenig zu einfach ? Klar kann man die Welt ind schwarz/weiß aufteilen. Aber Die Welt besteht eben nicht nur aus 2 Farben!

[ nachträglich editiert von Inc. ]
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31.01.2011 12:01 Uhr von Nebelfrost
 
+0 | -9
 
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@inc. was heißt hier schwarz/weiß? wieviele leute müssen täglich leiden, weil sie irgendwo mit krebs, aids oder anderen krankheiten dahinsiechen, ohne ausssicht auf heilung? wieviele leute haben kriege miterlebt, schlimme dinge, die aus ihrer heimat vertrieben wurden, deren familien vor ihren augen massakriert wurden, deren haus von panzern überrollt wurde oder die das konzentrationslager überlebt haben? wieviele leute wurden ihrer kindheit beraubt, weil sie von ihren eltern misshandelt, vom vater vergewaltigt wurden? wieviele leute sind behindert, egal ob angeboren oder durch einen unfall, die dennoch täglich das leben meistern und auch noch lächeln können? DIESE leute hätten 1000 mal mehr gründe, selbstmord zu begehen, ihrem leben und leiden ein ende zu machen, um frieden zu finden. einige tun es, viele tun es nicht. diese menschen, egal ob sie es tun oder nicht, sind verdammt starke menschen und diese menschen bewundere ich zutiefst!

und im angesicht dieser menschen sind solche leute, die sich nur aus liebeskummer umbringen, weil ihr freund sie verlassen hat oder die sich umbringen, weil sie mit sich selbst oder der welt nicht klar kommen, oder solche die auf arbeit gemobbt werden und deswegen aus dem fenster springen, einfach nur eine schande!

diese leute haben vergessen was leben ist. diese leute wissen nicht wie man lebt und was leben wert ist. diese leute haben keinen respekt vor dem leben und keinen respekt vor sich selbst und auch nicht vor ihren angehörigen. sowas kann ich nicht tolerieren!

[ nachträglich editiert von Nebelfrost ]
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31.01.2011 12:49 Uhr von Nebelfrost
 
+0 | -7
 
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@ephemunch: es geht hier nicht um mich, sondern um die menschen, die wirklich ein schweres schicksal getroffen hat und bei denen es verständlich wäre, wenn sie ihrem leben ein ende bereiten.

und ich rede bezüglich der anderen auch nicht von psychischen erkrankungen. ich habe beispiele angeführt was ich meine und das hat NICHTS mit psychischen erkrankungen zu tun!

zitat: "Viele Menschen, die das Leben nicht schätzen und später einen schweren Unfall haben, die überdenken oft ihre Sicht auf das Leben."

richtig, das tun sie. weil sie gelernt haben zu "sehen"!
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31.01.2011 12:54 Uhr von Inc.
 
+5 | -0
 
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@Nebelfrost: Ich gebe dir recht, Menschen die schlimme tiefgreifende Erfahrungen gemacht haben wissen das Leben ganz anderst zu schätzen. In meinen konkreten Beispiel war es ein 16 Jähriger der zu etwas getrieben wurde dem er nicht stand hielt.
Selbstmord wegen Liebeskummer, nun ja das kann ich wahrlich auch nicht aktzeptieren, allerdings bin ich der festen Meinung das jemand der sich umbringt niemals gelernt hat das Leben als solches zu schätzen. Gerade junge Menschen sind darauf angewiesen das es ihnen vorgelebt wird das man das Leben nicht einfach wegwirft. Ein 16 jähriger der sich umbringt weil er dem "gessellschaftlichen" Druck nicht gewachsen ist, mag durchaus für einen 16 ährigen Kriegsflüchtling nicht grad verständlich sein. Trotzdem leben wir in dieser Gesellschaft und wenn die Dinge so stehen das sich junge Leute umbringen, wäre es an der Zeit ihnen andere Wege zu zeigen. Diese Problematik ist natürlich nicht neu und sie ist auch nicht einfach zu lösen.
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31.01.2011 12:58 Uhr von neminem
 
+9 | -1
 
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nebelfrost: "[...] das ist ein faustschlag ins gesicht derer die leben wollen, aber nicht können."

so ein gelaber.... sorry :D
bist du der rächer der menschheit oder? oder wärst es gern?
bisschen weniger amerikanischen pathos reinziehen
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31.01.2011 12:58 Uhr von floridarolf
 
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weißwurst: kein wunder das bundesland mit den strengsten gesetzten typisch eng stirnbach regierung wie sagt der bayer immer mia san mies
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31.01.2011 14:02 Uhr von KamalaKurt
 
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"wohlhabenstes Bundesland" und dann das konträre "Höchste Selbstmordrate"

Dann stimmt das Sprichwort halt nicht. "Geld macht glücklich".
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31.01.2011 22:51 Uhr von quantentunnel
 
+2 | -0
 
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Keine Klischees bitte! vor allem @ Nebelfrost und Leuten mit ähnlicher Meinung:
Menschen bringen sich seltenst aus nur einem einzigen Grund um. Es gibt aber häufig einzelne Begebenheiten, welche das Fass zum überlaufen bringen. Dann heißt es immer es sei dieser oder jene Grund gewesen, aber unterschwellig keimte da meistens seit Jahren noch so einiges mehr.

Auch haben viele Leute eine völlig falsche Vorstellung was es bedeutet psychisch krank zu sein. Das ist nicht wie bei einem Grippevirus. Die Grenzen zwischen Krankheit und relativer "Normalität" verschwimmen absolut. Es gibt keine Blaupause, kein Ideal wie ein Gehirn funktionieren sollte.

Man kann nur schauen und beobachten wie sich Lebenssituationen auf das Verhalten von Menschen auswirken und offenbar ist der bayrische Wohlstandsstaat kein Allheilmittel für jeden, sondern da geht es vielen auch trotz Geld ganz schön dreckig. Meistens ist dies eine Frage von sozialem Druck, von Erwartungshaltungen und Unverständnis, welche dem Individuum mit seinen Gefühlen keinen Platz lassen.

Außerdem ist mittlerweile auch erwiesen: Die Ideologie des positiven Denkens macht psychisch krank! Wer sich mieß fühlt und trotzdem ständig lächeln muss, springt zwangsläufig früher oder später von einer Brücke. Vielleicht spielt der Tourismus bei der Statistik also auch eine Rolle. Arme Servicekräfte! Weg mit dem falschen Lächeln!
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01.02.2011 15:11 Uhr von Schwertträger
 
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@Klassenfeind: Ich kann´s nicht mehr hören! >Wie auch immer, es ist schlimm und die Politiker sollten, statt zu Labern, auch mal was tun !!<

DIE Politker, soso.
Wenn DU meinst, dass etwas getan werden sollte und Du eine konkrete Idee hast, WAS getan werden könnte, dann geh doch selber in die Politik! Was genau hindert Dich?
Die viele Arbeit? Das Engagement, dass nötig ist?

Und wieso muss immer DIE Politik, also diese ach so ferne und so bequem verantwortliche Institution etwas tun??

Wieso sollten die Bürger nicht mal selber die Ärmel hochkrempeln und was tun? Warum sollte es nicht einfach mehr Leute geben, die ihre Mitmenschen aufmerksamer beobachten und ihnen zur Seite stehen, damit die Selbstmordkandidaten Hoffnung schöpfen?

Neeiiiin, ist doch nicht die Aufgabe der Menschen und Bürger, sondern die der Politik. Die können zaubern, holen irgendeine Wunderverordnung und ein Wundersozialprogram aus dem Ärmel und alles ist wieder gut.

Wie einen das anödet, dieses ständige Wegschieben von Verantwortung.
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01.02.2011 15:18 Uhr von Schwertträger
 
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@Nebelfrost: Du übersiehst eine wichtige Sache! >und im angesicht dieser menschen sind solche leute, die sich nur aus liebeskummer umbringen, weil ihr freund sie verlassen hat oder die sich umbringen, weil sie mit sich selbst oder der welt nicht klar kommen, oder solche die auf arbeit gemobbt werden und deswegen aus dem fenster springen, einfach nur eine schande!<

Jeder Mensch hält seine eigenen Probleme für die schlimmsten.
Vergleich es mit einem Kind, dessen Lieblingspuppe beim Ausflug in den reissenden Fluss fällt und fortgespült wird. Das ist eine Riesenkatastrophe für das Kind, von der es sich lange nicht erholen wird. Bestätigt von Psychologen. Du als Elternteil weisst, dass die Puppe keine wirkliche Bedeutung hat und sie im späteren Leben völlig unwichtig ist und vom Kind in späteren Jahren wahrscheinlich eh weggeschmissen worden wäre. ABER im Moment, wo es passiert, ist die Puppe wichtig und dass sie weg kommt, die schlimmste Katastrophe, die dem Kind widerfahren kann.

Das liegt am Bezugsrahmen.
Würde erst die Mama sterben und dann die Puppe wegkommen, läge der Fall schon anders, aber solange Mama und Papa beide da sind, ist nun mal die Puppe das Wichtigste.

Genau so ist es bei Leuten mit Liebeskummer.
Solange sie noch nichts Schlimmeres erleiden mussten, ist der Liebeskummer das größte, unbezwingbarste Problem, dass sie kennen. Sie haben keinen Krieg erlebt, wurden nicht vergewaltigt etc., also fehlt ihnen jede Vergleichsmöglichkeit.
Und die menschliche Psyche ist nun einmal relativ.

Man kann nicht jemandem, der leidet, sagen "hey, Dein Problem ist doch null und nichtig, schau Dir doch mal den an, der hat einen arm verloren und ist blind, DER hat Probleme, aber Du doch nicht". So funktioniert der menschliche Geist nicht.
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18.02.2011 19:51 Uhr von leerikk
 
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Asoziales Verhalten! Ich lebe abwechselnd in Berlin und München. Berlin gilt ja als aggressiv, ist aber kein Vergleich mit München. In München läuft das nur subtiler ab. Die Hauptsache in München ist, dass der besonders schöne Schein gewahrt bleibt. Wie es hinter den polierten Fassaden und Guccibrillen aussieht, zeigen die Selbstmordraten. Wie rücksichtslos und aggressiv es allein im Straßenverkehr in M. zugeht, ist ohne Beispiel. Die Entfernungen vom einen Stadtende zum anderen sind im Ausmaß sehr überschaubar, dennoch wird in riesigen schwarzen Kisten dauerhupend durch die Stadt gebrettert, als müsste man die Dakar-Ralley gewinnen. Selbst von Radfahrern sind mir mehrfach Prügel angedroht worden, weil sie der Meinung waren, ich wäre ein Hindernis und würde sie und ihr Ego bremsen. Ich frage mich bloß, wo die so dringend hinmüssen - nach 15 min in diesem Tempo steht man ohnehin nur auf dem Acker. Das es immer wieder zu den Gewaltausbrüchen in Münchner S-U-Bahnen kommt, wundert mich nicht; die Tatorte sind vergleichbar mit Dahlem-Dorf und selbst am Zoo fühl ich mich sicher. Viele Leute in M. haben einen deratigen Stau, der muss ja irgendwie raus. Wenn man nicht mithalten kann, sich gegen Oberflächlichkeit nicht abgrenzen kann, oder den Belastungen nicht gewachsen ist - richtet man den Groll gegen sich selbst. NUR DIE HARTEN KOMMEN IN DEN GARTEN. Der Kapitalismus frisst euch auf.

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