28.01.11 19:36 Uhr
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Proteste in Ägypten eskalieren

Die Zentrale der ägyptischen Regierungspartei in Kairo brennt. Das meldete das Staatsfernsehen. Offenbar hatten aufgebrachte Demonstranten das Gebäude in Brand gesetzt. Erstmals seit Ausbruch der Unruhen im Land ließ die Regierung das Militär auf den Straßen aufmarschieren.

Laut einem Journalisten sollen im Zentrum der Hauptstadt Kairo Schüsse gefallen sein. Die Demonstranten warfen Steine und zündeten Polizeireviere und Einsatzfahrzeuge an. Die Regierung hatte am Freitag schon vor Beginn der Kundgebungen das Internet und die meisten Mobiltelefon-Verbindungen gekappt.

In Suez steckten Demonstranten eine Feuerwache in Brand und plünderten Waffen, die sie gegen Polizisten richteten. Im nördlichen Sinai bei Scheik Suweid gab es einen Schusswechsel zwischen mehreren hundert Beduinen und Polizisten, ein 17-Jähriger wurde dabei getötet.


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WebReporter: Grizzly_S10
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Protest, Gewalt, Ägypten, Demonstration
Quelle: orf.at

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.01.2011 19:36 Uhr von Grizzly_S10
 
+3 | -1
 
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Da gehts wohl ziemlich rund! Bin gespannt welche "arabischen" Länder nach Tunesien und Ägypten noch im Chaos versinken!
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28.01.2011 19:39 Uhr von usambara
 
+5 | -6
 
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neuste Entwicklung Zusammenstöße zwischen Militär und Polizei.
Wenn das stimmt wird gerade geputscht.
Mubaraks angekündigtes TV-Statement ist jetzt seit Stunden
überfällig.
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28.01.2011 19:41 Uhr von Animus2012
 
+8 | -3
 
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gewissermaßen würde ich mir ein weltweiten flächenbrand wünschen. ich möchte keine gewalt, aber das läßt sich wohl nicht verhindern, nur aus dem chaos kann ordnung entstehen, leider!

p.s.: erst richtig lesen und nachdenken
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28.01.2011 19:43 Uhr von Grizzly_S10
 
+3 | -0
 
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Jap, sieht sehr Putschverdächtig aus. Eine Diktatur wird durch ne andre ersetzt.

@Animus Solange die Fläche ned bei mir brennt, okay!
In Ägypten siehts fast schlimmer aus als in Tunesien, das ist schon Bürgerkrieg.

[ nachträglich editiert von Grizzly_S10 ]
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28.01.2011 19:51 Uhr von Animus2012
 
+3 | -5
 
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@grizzly: wie schon gesagt, nur aus dem chaos kann ordnung entstehen
wenn das fass überläuft ist es zu spät
leider sind wir deutschen z.b. viel zu genügsam, um uns auf zu lehnen

[ nachträglich editiert von Animus2012 ]
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28.01.2011 19:51 Uhr von usambara
 
+8 | -3
 
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@DieWahrheitSchmerzt: alle Flüge gen Ägypten sind längst ausgesetzt ;-)
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28.01.2011 23:18 Uhr von jajablabla
 
+1 | -6
 
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@@@Mubarak DER HUND VON USA UND ISRAEL (MUBARAK) WIRD SCHON NOCH AUF DIE WELT KOMMEN DIESER ELENDER HUND.

JETZT SITZT ER BESTIMMT BEI FUSS BEI DEN AMIS ODER DEN ISRAELIS UND ERHÄLT INSTRUKTIONEN WIE ER WEITER VERFAHREN SOLL.

AUCH BARADEI WOLLEN DIE ÄGYPTER NICHT. DIESER EHEMALIGE SCHOSSHÜNDCHEN VON DEN BEIDEN BESAGTEN LÄNDERN.

DAS VOLK WIRD ENTSCHEIDEN. BASTA.
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28.01.2011 23:34 Uhr von Herkoo
 
+3 | -1
 
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@Terrorstorm: dein Stream geht nicht,anderer:

http://english.aljazeera.net/...
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28.01.2011 23:50 Uhr von anderschd
 
+1 | -3
 
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Live Stream von der: Revolution. Is das nicht abgefahren?! Nichts bleibt verborgen. Echt cool.
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29.01.2011 06:15 Uhr von Cifa
 
+1 | -1
 
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Nächster Halt: Dubai.Wo wohl die Endstation ist?
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29.01.2011 07:33 Uhr von Jummi
 
+1 | -1
 
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Revolte oder Revolution? Zitiert aus Junge Welt online:

"Aufstand in Ägypten

Trotz Tränengas und Polizeiknüppeln: Die Protestbewegung, wie hier in Kairo, läßt sich nicht stoppen

In Ägypten weiten sich die Proteste gegen Präsident Hosni Mubarak aus. Hunderttausende Menschen gingen am Freitag im ganzen Land gegen die Regierung auf die Straße. Polizei und Armee versuchten, die Demonstrationen zu unterdrücken. Sie feuerten mit Tränengasgranaten und gummiummantelten Stahlgeschossen in die Menge. Aber auch scharfe Munition kam zum Einsatz. Augenzeugenberichten zufolge wurde in Suez östlich der Hauptstadt Kairo mindestens ein Mensch getötet. Der lateinamerikanische Nachrichtensender Telesur meldete drei Tote in Kairo. AFP berichtete von Dutzenden Verletzten im Stadtzentrum. Über das Staatsfernsehen ließ die Regierung erklären, daß in ganz Ägypten ab Freitag abend eine Ausgangssperre gilt.

Auf Anweisung der Behörden stellten die großen Telekommunikationsanbieter ihre Dienste ein. Mobiltelefonverbindungen wie Festnetzanschlüsse und das Internet waren am Freitag gesperrt, offenbar sollten so Absprachen der Demonstranten untereinander, aber auch die Berichterstattung der vielen Journalisten unterbunden werden, die in Erwartung »tunesischer Verhältnisse« in dieser Woche in Ägypten eingetroffen waren.

Der Oppositionspolitiker und Friedensnobelpreisträger Mohammed ElBaradei wurde unter Hausarrest gestellt. Der frühere Chef der Internationalen Atomenergiebehörde wollte sich in Kairo den Demonstrationen nach dem Freitagsgebet anschließen und wurde von Wasserwerfern getroffen. ElBaradei war erst am Donnerstag abend in der Hauptstadt eingetroffen und hatte bekräftigt, für eine Übergangsregierung zur Verfügung zu stehen, sollte er darum gebeten werden.

In Kairo waren Tausende Sicherheitskräfte im Einsatz, die schon in den frühen Morgenstunden die Moscheen umstellt hatten, um Demonstrationen zu verhindern. Zahlreiche Oppositionsgruppen hatten zu den Protesten nach dem Freitagsgebet aufgerufen, darunter auch die verbotene Muslim-Bruderschaft. Mindestens 20 hochrangige Mitglieder der Organisation wurden in der Nacht zu Freitag verhaftet, darunter fünf frühere Parlamentarier.

Fernsehbilder aus Kairo zeigten Gläubige, die vor den gefüllten Moscheen auf der Straße beteten und später nach Möglichkeiten suchten, die Polizeiabsperrungen zu umgehen. Den ganzen Tag über versuchten die Demonstranten, sich zu formieren und neue Plätze zu erobern. Die Polizei setzte Schlagstöcke, Tränengas, Gummigeschosse und Wasserwerfer ein, über vielen Straßen und Brücken hingen Tränengasschwaden.

Trotz technisch eingeschränkter Möglichkeiten berichtete der arabische TV-Sender Al-Dschasira den ganzen Freitag live von verschiedenen Schauplätzen der Proteste. Zehntausende versammelten sich demnach in Mansour, etwa 150 Kilometer südlich von Kairo, wo die Polizei sich zurückhielt. Auch in Alexandria und in Suez kam es erneut zu Protesten, gegen die die Polizei gewaltsam vorging. Al-Dschasira meldete die Festnahme seines Korrespondenten Ahmed Mansour. Ein Reporter der BBC wurde verletzt, vier Kollegen eines französischen Fernsehteams wurden festgenommen. Telesur berichtete von Störungen in der Satellitenübertragung

»Angesichts der sich zuspitzenden Lage in Ägypten und dem nun ergangenen Schießbefehl auf Demonstranten muß Deutschland seine Rüstungslieferungen an Ägypten aussetzen und Mubarak die politische Unterstützung umgehend entziehen«, forderte der Bundestagsabgeordnete Niema Movassat (Die Linke). Außenminister Guido Westerwelle müsse seinen Worten im Bundestag von Freiheit und Demokratie für Ägypten Taten folgen lassen."
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29.01.2011 07:56 Uhr von Jummi
 
+1 | -1
 
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@Animus2012: "wie schon gesagt, nur aus dem chaos kann ordnung entstehen
wenn das fass überläuft ist es zu spät
leider sind wir deutschen z.b. viel zu genügsam, um uns auf zu lehnen"

Könnte man so einen gewaltsamen Flächenbrand nicht verhindern!?
Wenn wir, und andere Bürger europäischer Länder, vielleicht in der ganzen Welt, eine Volksabstimmung auf den Weg bringen, mit dem Ziel den Kapitalismus abzuschaffen und durch ein menschenwürdiges System zu ersetzen, da der Kap. ja eigentlich die Ursache des Übels in der Welt ist, dann wäre das ein friedlicher Wandel, friedlicher gehts nicht.
Wäre mal gespannt ob die Regierung das Votum des Volkes, wenn es sich gegen den Kap. ausspricht, respektieren würde!?
Wie die neue Staats- Witschaftsform heißen würde, ist ja egal, hauptsache Sozial und ohne Ausbeutung.
Vielleicht "Menschokratie" oder "Antikapitalistische Demokratie"?! (Sozialismus will ja keiner hören?!) :-)

Gruß

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