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US-Manager verdiente 2010 mehr als fünf Milliarden Dollar

Der US-amerikanische Hedgefonds-Manager John Paulson hat 2010 einen Rekord hingelegt: Er verdiente in diesem Jahr über fünf Milliarden Dollar.

Damit ist sein Jahreseinkommen höher, als der Gewinn vieler Weltkonzerne

Bereits 2007 hatte Paulson schon vier Milliarden Dollar im Jahr verdient. Er wurde damals bekannt, da er die Krise auf dem US-amerikanischen Immobilienmarkt vorausgesehen hatte.


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WebReporter: artefaktum
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Manager, 2010, Verdienst, Hedgefonds, John Paulson
Quelle: www.spiegel.de
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27 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.01.2011 17:07 Uhr von ZzaiH
 
+58 | -3
 
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hmm "Er wurde damals bekannt, da er die Krise auf dem US-amerikanischen Immobilienmarkt vorausgesehen hatte."

bei seinen _verdiensten_ würde es mich nicht wundern, dass er die krise (mit)ausgelöst hat, indem er enfach gegen immobilien gewettet hat...

aber mal ehrlich 4 bzw. 5 mrd $ in 12monaten...also wirklich, _was_ macht er um soviel geld zu generieren...
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28.01.2011 17:09 Uhr von leerpe
 
+46 | -2
 
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Wieder fünf Milliarden US-Dollar, die in den USA aus dem Geldkreislauf ohne Gegenwert verschwinden und die Armut in den Staaten verschärfen wird. Immer mehr Werte gelangen weltweit, genau wie bei uns auch, in immer weniger Hände. Ich weiß nicht wo das mal Enden wird.
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28.01.2011 17:34 Uhr von Bluti666
 
+38 | -4
 
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"Verdient" ist hier wohl eindeutig das falsche Wort!
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28.01.2011 17:46 Uhr von kirgie
 
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@ZzaiH: er hat nicht einfach nur gegen den Immobilienmarkt gewettet, dabei hätte er ach verlieren können - das ist nur was für Amateure.
Er hat erst geschubst und dann gewettet das der Markt fällt. :)

Wikipedia:
...
Paulson hatte darauf hingewirkt, dass in die Goldman-Anleihe Abacus 2007-AC1 Hypothekenkredite versammelt wurden, die wahrscheinlich faul werden würden und wettete anschließend genau darauf. Paulson wird bisher von der SEC aber nicht verklagt.
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28.01.2011 17:49 Uhr von anderschd
 
+2 | -0
 
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Da stockt einem doch: der Atem .
Zuerst dachte ich beim Titel überfliegen "US Manager 10 Mrd"

Dann beim 2. mal lesen "verdiente". Ja was nur einer allein?
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28.01.2011 17:51 Uhr von K.T.M.
 
+3 | -0
 
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Jahr der Rekorde? Die Neuverschuldung der USA brach mit 1,5 Billionen $ (4,1 Milliarden pro Tag) auch einen Rekord. So hoch war die Neuverschuldung noch nie in der Geschichte.
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28.01.2011 18:12 Uhr von denny1252
 
+5 | -1
 
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Bitte: Herr Paulson, geben Sie mir bitte nur eine einzige Million davon ab!!!!!!
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28.01.2011 18:57 Uhr von dubberle
 
+5 | -0
 
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Verdient kann er so viel geld nicht haben! Er hat vielleicht so viel bekommen, aber wirklich verdient hat er definitiv nicht so viel.
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28.01.2011 19:13 Uhr von Rechthaberei
 
+3 | -0
 
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5 Milliarden Dollar? Wieviel US-Politiker kann man: damit ein Jahr bezahlen um die Steuersenkung für Megareiche unter Bush noch bis ins Jahr 2030 zu verlängern?
Man kann ja wegen der jährlichen 1,5 Billionen Dollar Haushaltsdefizit mit den großzügigen Spenden bei den US-Republikanern nicht auskommen oder doch?






[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]
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28.01.2011 19:55 Uhr von Il_Ducatista
 
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Beileid: eien alte chinesische Bauernregel sagt: w
Wer arbeiten muss ist arm dran denn er hat keine Zeit zum Geld veridenen oder besser Geld machen

[ nachträglich editiert von Il_Ducatista ]
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28.01.2011 20:10 Uhr von xlibellexx
 
+1 | -1
 
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Hmmmm ? worauf soll man da Neidig sein `?

wer soviel Geld verdient haben soll ............... mich würde es eher Interessieren , wie der es angestellt hat , soviel Geld zu bekommen ohne seinen Finger zu krümmen .......Es ist so wie es ist , legal zu soviel Geld.......... ?Pahhh ,,,, Sorry daran glaub ich nicht ........


Da war doch ein Bericht letztens wo Banken und Manager jeden Tag 10 Millionen abgehoben haben , und auf ein Konto verlagert haben , und dies von einem Konto zu anderem ! wie es weiter ging habe ich leider nicht mehr verfolgen können ...
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28.01.2011 21:01 Uhr von unomagan
 
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zur Erinnerung: Hedgefond!!
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28.01.2011 22:04 Uhr von t0r0
 
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...ihr glaubt aber jetzt nicht ernsthaft, dass da auf einmal 5.000.000.000 mehr auf seinem Konto sind, oder? Ich bin mir ziemlich sicher, dass die tatsächlichen Gewinne im Sinne von Einkünfte aus Kapitalvermögen sich dann doch "nur" im Millionen-Bereich bewegen. Mich würd ma interessieren was da an Steuern zusammen kommt. Trotzdem muss man neidlos anerkennen, dass der Mann anscheinend weiß, was er tut.
Ich kann daher auch nicht nachvollziehen, wieso hier von "enteignen und dann erschießen" gesprochen wird. Schließlich hat der Mann doch keine Schuld daran, dass das System so ist wie es ist. Wenn mehr Leute so viel Ahnung hätten, wär die ganze Shice vielleicht auch nicht so am Dampfen...

[ nachträglich editiert von t0r0 ]
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28.01.2011 23:52 Uhr von Berufspsycho
 
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Keinesfalls missgönne ich jemandem sein Einkommen. Aber hier ist eindeutig die Verhältnismäßigkeit maßlos übertrieben. Selbst wenn er ein Mittel ohne Nebenwirkungen gegen Krebs gefunden hätte, stimmt hier die Relation nicht mehr.

Vom Gefühl dürfte er mehr verdienen als die gesamte Mittelschicht zusammen, das kann nicht richtig sein!
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29.01.2011 07:19 Uhr von fallobst
 
+1 | -5
 
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sagt mal seid ihr alle dumm? der hat u.a. jede menge eigenes geld (und auch noch über fremdkapital und dadurch mit großem leverage-hebel) eingesetzt und damit quasi ein bisschen im casino gespielt und gewonnen. ihr lest das so, als ob er bei ner firma arbeitet und diese dem 5 milliarden zahlt.


und an die leutchen, die hier meinen 5 milliarden wären ein großer einfluss auf den immobilienmarkt bzgl. krisenverschärfung und einfluss etc.: ihr seid doch ahnungslos, damals gings beim immobilienmarkt in den usa um mehrere billionen, also mehrere tausend milliarden.
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29.01.2011 08:35 Uhr von w0rkaholic
 
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@fallobst: Es spielt eine untergeordnete Rolle ob der Mann die 5 Milliarden von einer Firma gezahlt bekommt oder sich selbst "erwirtschaftet".

Fakt ist in beiden Fällen, er entzieht dieses Geld dem Kreislauf, dieses Geld müssen andere tatsächlich (!) für ihn erwirtschaften. Persönlich mache ich ihm garkeine Vorwürfe, wenn ich es könnte, würde ich es genauso machen. Das ihm aber ein System die legale Möglichkeit hierzu verschafft, das prangere ich an.

5.000.000.000 Dollar bei nur 2% Zinsen entsprechen
100.000.000 Dollar pro Jahr an Zinseinnahmen

Ist das nicht ein krankes System, in dem man, nur weil man erstmal Kohle hat ohne jeglichen Aufwand und ohne jegliches Risiko jährliches Summen einfach dazu bekommt, von denen andere nicht Mal träumen würden.

Das ist weit entfernt von Gerechtigkeit und "ein bisschen im casino" gespielt - das ist pervers und absolut asozial! Auch wenn es juristisch legal ist, ist es gesellschaftlich nicht nur unmoralisch, sondern mehr als verwerflich. Dennoch gebe ich nicht den Spielern die Schuld sondern dem Spiel selbst. Es wird sich auch so schnell nichts daran ändern und in diesem Spiel gibt es ein paar wenige Gewinner, noch weniger Hauptgewinner (so wie ihn hier) und jede, jede Menge Verlierer - und mit den Verlierern meine ich nicht mal uns Deutsche hier - hier geht es (fast) allen gemessen am Rest der Menschheit extrem gut.
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29.01.2011 09:55 Uhr von flokiel1991
 
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Die Amerikaner: drucken in der letzten Zeit doch eh ziemlich viel Geld, also würde es wegen dem Wertverlust des Dollars wenn ab und zu mal ein bisschen Geld verschwinden würde ganz gut sein. Allerdings verschwindet das Geld eh nicht. Er legt es bestimmt irgendwie an und führt es zurück in den Markt. Es ist ja eh nur "virtuelles" Geld, da wir mal wieder eine Blase an der Börse haben und je mehr Geld in diese Blase gepumpt wird desto mehr Geld haben alle.
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29.01.2011 15:21 Uhr von fallobst
 
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@ workaholic: was erzählst du da für einen unsinn?
geld dem geldkreislauf entziehen?
und es ist schon ein unterschied, ob jemand ein gehalt gezahlt bekommt oder eine (kurzfristige?) wertänderung seines vermögens hat... nicht dass ich erwarte, dass diese simple feinheit von der mehrheit überhaupt verstanden wird. bei einem normalen arbeitsverhältnis in einer firma und einem monatlichen gehalt hängt dein vermögen nicht ständig am seidenen faden..

welche teilnehmer am aktienmarkt etc. entziehen denn deiner meinung nach dem geldkreislauf kein geld?

bei paulsons hedgefonds investier(t)en übrigens recht viele versicherungen und pensionsfonds. nur mal so.

von den start-up unternehmen, die wegen zu hohem risiko bei ner bank wegen einem kredit nicht mal mit dem arsch angeguckt werden und damit nicht selten auf hilfe von hedgefonds angewiesen sind, mal ganz abgesehen.

und deine zinsrechnung ist doch glatter schwachsinn:

"Ein Teil der Gewinne stehe jedoch nur auf dem Papier, da sie die Wertsteigerung von Beteiligungen widerspiegelten und jederzeit auch wieder sinken könnten. Ein anderer Teil sei durch Verkäufe realisiert worden. ... Die Profite fließen allerdings in den wenigsten Fällen in bar. Zumeist handelt es sich um Gewinne auf dem Papier, weil das Investment noch gar nicht abgeschlossen ist oder das gewonnene Geld schon wieder in der nächsten Anlage steckt. "

[ nachträglich editiert von fallobst ]
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30.01.2011 12:54 Uhr von uhlenkoeper
 
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Wenn einer soviel "bekommt", dann muß es ja auch jemanden geben, der das gibt, was er bekommt.

Wer ist das denn in diesem Fall ?

Und bitte nicht mit der schwammigen Vokabel "Aktienmarkt" kommen. Denn hinter jeder Aktie steht ein real wirtschaftendes Unternehmen, stehen Arbeitnehmer, die einen Gegenwert produzieren müssen.

Es ist halt so, dass scheinbar einige Leute gern diesen Zusammenhang entkoppelt betrachten wollen.
Fakt bleibt allerdings: für jedes Plus muß irgendjemand das Minus abarbeiten. Wer ist das ?
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30.01.2011 13:43 Uhr von w0rkaholic
 
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@fallobst: Bezogen auf die Zinsrechnung mit den 5 Mrd Dollarn hast Du Recht, dann passt es nicht mit den 100 Mio Dollarn Zinseinnahmen von ihm.

Du kannst von mir aus auch alles durch 10 Teilen, dann hat er eben real "nur" 500 Mio Dollar verdient und bekommt dafür "nur" theoretische 10 Mio Dollar Zinsen. Deswegen empfinde ich die Rechnung von mir zwar nicht als "glatter Schwachsinn" aber es herrscht ja Meinungsfreiheit.

"uhlenkoeper" über mir bringt es auch ganz gut auf den Punkt.

Menschen wie "John Paulson" sind in meinen Augen die Raubritter des 21. Jahrhunderts, ja schlimmer noch, sie sind Parasiten, die die tatsächlichen Leistungen anderer geschickt ausbeuten und sich durch ein kaputtes System nahezu unbegrenzt bereichern. Stellt Euch mal eine Welt vor, in der alle Hedgefond-Manager, Aktienanalysten, Broker, DayTrader, Börsenspekulanten, Bänker und Versicherungsvertreter tot umfallen und dann stellt Euch im Gegenzug mal vor, das alle Feuerwehrleute, Polizisten, Krankenschwestern, Altenpfleger, Kindergärtner, Lehrer und Handwerker tot umfallen.

Und jetzt fragt Euch mal, wer verdient denn richtig fette Kohle? Diejenigen die wir tatsächlich brauchen oder die, die sich dafür halten? Geht doch mal als Mann auf eine Party wo ihr keinen kennt, stellt Euch in die Mitte und sagt Ihr seid "Vermögensverwalter" - Jaaa das klingt toll, Vermögen, das muss verwaltet und vermehrt und gestreichelt werden, was für ein toller Mann und ein toller Beruf. Und dann erzählt auf der gleichen Party mal Ihr seid Kindergärtner - da gibts nur ein paar belächende, fast mitleidige Blicke. In so einer Gesellschaft leben wir - wo Vermögen toller ist als Kinder!

[ nachträglich editiert von w0rkaholic ]
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30.01.2011 15:47 Uhr von fallobst
 
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@ workaholic, uhlenkoeper: @ uhlenkoeper: nicht zwangsläufig, der wert wird so und so berechnet, aber wenn keiner kauft und damit handel treibt, wird der wert dann über die zeit fallen. deshalb ist ja so eine kurzfristige vermögensänderung kein fester wert ohne käufer. es ist nur ein theoretischer wert, den der typ, wenn er es nicht schafft damit handel zu treiben, ziemlich schnell abschreiben kann, im wahrsten sinne des wortes.

und ansonsten sind in erster linie nicht firmen und arbeiter, die an aktienmärkten geld investieren, sondern investoren, banken aller art und groß- und kleinkapitalanleger, versicherungen etc.

schau dir apple an, das ist rund 300 mrd. wert. weil leute hohe erwartungen daran haben. schau dir facebook an, goldman sachs hat sich anteile von 50 mrd. gekauft.

und es gibt mehr als nur den altmodischen aktienmarkt, bei dem es um firmenanteile und -entwicklung geht. gibt auch zinsswaps, caps, floors etc.
es sind eben leute, die ihr geld lieber dort anlegen bzw. absichern als es klassisch zur bank zu bringen. von privater rentenvorsorge mal ganz abgesehen. so kommt es halt, dass einige leute, die ihr geld in den hedgefonds von paulson angelegt haben gute renditen erzielen und leute, die ihr geld in anderen fonds etc. angelegt haben, verluste machen.


@ workaholic:
ja und was willst du mit dem zinsbeispiel? die zinsen gelten für alle einkommen und dadurch wird der relative anteil der einen geldmenge nicht größer als der anderen geldmenge, sofern beide geldmengen zu denselben konditionen angelegt werden. was willst du denn als alternative? keine zinsen? denke nicht, dass das dein ernst wäre, denn du bist meiner meinung nach nicht naiv oder dumm. aber was wäre die effiziente alternative?

ich bin auch nicht mit all dem spaß einverstanden, den die leute dort an den märkten treiben dürfen wegen der volkswirtschaftlichen folgen. aber ich habe nichts gegen leute wie paulson oder hedgefonds, da die entweder gewinn machen oder geld verlieren. aber die werden niemals von steuergeldern gerettet werden, anders als große, systemische banken. und das schlimme ist ja, dass die banken das wissen und weiterhin anreize haben übermäßig viel auf risiko zu spielen.

und ich wiederhole es nochmals, hedgefonds sind u.a. für start-up-unternehmen wichtig, weil die keine normale bank wegen dem hohen risiko finanziert.

der rest bei dir ist leider sozialromantik:
ohne banken gibts für privatpersonen meist keine kredite (autokauf, hausbau etc.), ohne aktienmärkte wären die un weiterhin nur auf banken zur finanzierung angewiesen, könnten also vielleicht wichtige investitionen nicht tätigen, wachsen, expandieren etc. und ohne risikofreudige, finanzkräftige investoren gibts weniger start-ups

klar ist der handwerker und kindergärtner im vergleich dazu arm dran, aber es ist die entscheidung eines jeden einzelnen was er/sie mit seinem leben macht. keiner macht den job NUR aus sozialer verantwortung heraus. das wäre eine glatte selbsttäuschung.
deinen gedanken kannst du aber auch weiter drehen. kinder hier haben ein wundervolles leben, kinder in afrika verrecken an hunger. dekadent, oder? oder überhaupt wir feiern ne party und dort haben die leute gar nichts.

btw: stimmt meine vermutung, dass du kindergärtner bist, oder spinn ich mir da was zusammmen?^^
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30.01.2011 16:32 Uhr von w0rkaholic
 
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@fallobst: Wer keine Zinsen will soll Deiner Meinung nach naiv oder dumm sein? Ich sage nicht, dass Du dumm bist, aber dieses Argument (sofern man es überhaupt so nennen kann) ist mehr als dumm, es ist saudumm. Beleg doch mal, wieso eine Gesellschaft ohne Zinsen nicht funktionieren sollte.

Geld und insbesondere Zinsen tun letzlich garnichts, es sind immer Menschen die etwas tun. "Lassen Sie Ihr Geld arbeiten" ist der größte Schwachsinn den es gibt - Geld kann nicht arbeiten! Das sollte auch mein Beispiel verdeutlichen mit den Berufsinhabern, die tot umfallen.

Jeder, der dem Matheunterricht außerhalb der Grundschule noch einigermaßen mitbekommen hat, versteht das ein Zinssystem (mit Zins und Zinseszins) niemals lange funktionieren kann. Nicht über Generationen. Durch Zins und Zinseszins entsteht exponentiales Wachstum und das ist mit den begrenzten Möglichkeiten die wir hier auf unserem Planeten haben nun einmal haben nicht dauerhaft möglich.

Ein gutes Beispiel dazu ist der Josephspfennig:
http://de.wikipedia.org/...

Eine mögliche Alternative ist "Umlaufgesichertes Geld" so genanntes Freigeld. Ich sage nicht, dass es da nicht andere Probleme gibt oder es die ultimative Lösung ist, ich finde es allerdings besser, als den Kapitalismus im Zinseszinssystem das wir zur Zeit haben.

Ich bin weder Kindergärtner noch eines der anderen von mir genannten Berufe.
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30.01.2011 17:54 Uhr von fallobst
 
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@ workaholic: ok, spielen wir mal dein spiel von einer zinsloses welt.
welchen anreiz haben dann banken kredite herauszugeben? welchen anreiz haben dann leute geld bei banken anzulegen?

(und mit anreiz meine ich anreiz, nicht wunschdenken oder ein verqueres menschebild)

btw: das "dumm" war kein argument, sondern eine aussage, weil ich nicht dachte, dass du das tatsächlich ablehnen würdest, da du dich nicht nach einem dummen pseudo-linken anhörst. aber beantworte mir meine beiden simplen fragen und dann werden wir schon ein gutes stück weiterkommen.

ps: "ich finde es allerdings besser, als den Kapitalismus im Zinseszinssystem das wir zur Zeit haben."
nimm bitte das wort kapitalismus nicht in den mund, das ist ein kampfbegriff aus dem kalten krieg, unter dem jeder alles verstehen kann und der letztlich nur ein leeres füllwort ist.

[ nachträglich editiert von fallobst ]
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30.01.2011 18:50 Uhr von w0rkaholic
 
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@fallobst: welchen anreiz haben dann banken kredite herauszugeben? welchen anreiz haben dann leute geld bei banken anzulegen?

Keinen!

Bitte beantworte doch folgende Gegenfragen:

Wieso sollte eine große Firma nicht ohne Schulden gegründet werden können? Wieso muss nicht nur Zins sondern auch Zinseszins anfallen? Was spricht gegen das Freigeld?

Unsere Gesellschaft ist so produktiv und effektiv wie noch nie in der Geschichte der Menschheit, wir haben eine Überproduktion und können alles schnell und günstig herstellen - dennoch gehen ganze Staaten pleite, es geht nicht mehr um Schuldenabbau sondern um weniger neue Schulden.

Schau Dir doch mal die Vermögensverteilung weltweit an, ein verschwindend kleiner Teil an Menschen hält über 90% des Vermögens - sollen das die einzig fleißigen sein, die anderen alle zu dumm oder zu faul? Wenn alle immer einen finanziellen "Anreiz" für irgendetwas brauchen, wie erklärst Du Dir freiwillige Leistungen wie wie ehrenamtliche Tätigkeiten? Sind diese Leute in Deinen Augen alle blöd? Tust Du nur etwas für Geld oder - würdest Du für Geld alles tun?
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30.01.2011 20:41 Uhr von fallobst
 
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@ workaholic: richtig, sehe ich auch so. die leute hätten keine anreize.

na woher das geld nehmen um eine große firma zu gründen? woher das lager mit teilen auffüllen, die produktionshallen ebenso mit maschinen und dann noch die arbeiter bezahlen? hast du so viel im sparschwein? aber fangen wir im kleinen maße an: jemand hat eine sehr gute idee und will sie produzieren. soll er auf einmal davon ablassen, oder sie jemanden für ein paar kröten verkaufen, der damit dann den großen reibach macht?

was gegen das freigeld spricht? eine währung die mit der zeit ein vielfaches an wert verliert? du lebst von der hand in den mund. reiner konsum. keinerlei sparen, keinerlei wohlstand... es sei denn du definierst wohlstand von privatpersonen anders.

wieso staaten pleite gehen? wegen verschwendung, korruption, ineffizienz in allen bereichen, idiotische subventionen, dekadente erwartungshaltungen an soziale sicherungssystem etc.
sieht man jetzt in den usa, die leben noch zu guten teilen auf den kosten der alten generationen. heute sieht die lage anders aus. weltweite konkurrenz. andere staaten entwickeln mittelschichten, prodzieren besser und/oder günstiger. die menschen dort erlangen teils wohlstand. aber die menschen in den usa werden deshalb auf nichts verzichten, an das sie sich gewöhnt haben. das ist das menschliche dilemma, das auf alle industriestaaten zutrifft. immer nur nach vorn, immer nur mehr, wehe weniger, weil auf einmal andere besser sind...

mit der verteilung des geldes hast du recht, da läuft was falsch, jedoch gibt es auch mit dem freigeld dazu keine lösung, da deren vermögen eh zum großteil nicht im tresor oder auf der bank liegt, sondern in unternehmensanleihen, immobilien etc. steckt. also kommst du an die gar nicht dran, oder sehe ich hier was falsch?

es ist übrigens kein argument, finanzielle anreize zu verdrängen oder für nicht notwendig zu halten, nur weil es ein paar leute gibt, die ehrenamtlich was machen. zwischen ein wenig was in der freizeit machen und vollzeitarbeit liegen welten, ebenso was das aussuchen der tätigkeit angeht.

diese leute tun es aus vielfältigen gründen. aus langeweile, weil man zu viel zeit hat. aus einsamkeit, um mit leuten zu kommunizieren und leute kennenzulerenn. aus altruistischen gründen oder damit man sich nachher als ein besserer mensch fühlt, weil man etwas offensichtlich gutes gemacht hat. gibt viele gründe, ich halte niemanden davon für blöd. ist die entscheidung eines jeden einzelnen, was er mit seiner zeit macht.
finanzielle anreize sind nicht die einzigen anreize, aber sie sind dennoch sehr stark ausgeprägt und sollten nicht ignoriert werden, im gegenteil.

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