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Entschädigungszahlung für Missbrauchs-Opfer: Jesuiten bieten 5.000 Euro an

Der Jesuitenorden hat nun den Opfern unter den ehemaligen Schülern ihrer Ordensschulen eine Entschädigungszahlung angeboten. Jedes der rund 200 bekannten Opfer soll demnach einen Betrag über 5.000 Euro erhalten.

"Wir werden den Betroffenen nach Prüfung eines entsprechenden Antrags eine Zahlung von 5.000 Euro anbieten", so der Provinzial der deutschen Jesuiten, Stefan Kiechle gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Er sei sich auch bewusst, "dass eine solche Summe niemals das angetane Leid entschädigen kann."

Bis zum Erhalt der Zahlung müssen sich die Opfer allerdings noch etwa zwei bis drei Monate gedulden, da die Jesuiten "dieses Zeichen gemeinsam mit anderen Orden und mit den Bistümern der katholischen Kirche setzen wollen." Einige Bischöfe waren nämlich über den Alleingang des Ordens nicht begeistert, da auch in der Bischofskonferenz über eine solche Zahlung verhandelt wird.


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WebReporter: lieserle
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Opfer, Entschädigung, Bischof, Sexueller Missbrauch, Jesuitenorden
Quelle: www.sueddeutsche.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.01.2011 18:51 Uhr von ZzaiH
 
+4 | -0
 
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da greifen die ja richtig in die kaffeekasse...
hoffentlich ist noch genug für briefe zur freiwilligen (zusätzlichen) kirchensteuer...
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26.01.2011 18:54 Uhr von Noseman
 
+1 | -0
 
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Die mißbrauchen: 200 Personen (und das dürfte nur die Spitze des Eisbergs sein) und wollen die mit insgesamt einer Million abspeisen?

5k € für massive psychologische Folgen? Aber auch nur, wenn es beantragt wird?
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26.01.2011 19:39 Uhr von Pils28
 
+6 | -0
 
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In der News ein weiter oben, gab es 7000€ für einen Videoüberwachten Schreibtisch. Nur mal so als Vergleich! ;-)