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Buch der Max-Planck-Gesellschaft in der Kritik: Wird die Nazi-Vergangenheit beschönigt?

Die Max-Planck-Gesellschaft galt bisher als beispielhaft, was die Aufarbeitung ihrer Rolle in der Wissenschaft während des Nationalsozialismus betraf.

Eine neue Veröffentlichung setzt diese vorbildliche Haltung nach der Ansicht von Historikern jedoch nicht fort. Das Buch "Denkorte", herausgegeben zum 100-jährigen Gründungsjubiläum der Gesellschaft, sorgt für Ärger. Besonders in der Kritik steht dabei Präsident Peter Gruss.

Laut der Süddeutschen Zeitung werfen Historiker ihm vor, durch Zensur bestimmter Beiträge für den Band die NS-Vergangenheit der Max-Planck-Gesellschaft beschönigen zu wollen. Peter Gruss weist diese Vorwürfe jedoch von sich.


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WebReporter: lieserle
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Kritik, Buch, Historiker, NS-Geschichte, Max-Planck-Gesellschaft
Quelle: www.dradio.de

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25.01.2011 12:10 Uhr von One of three
 
+12 | -0
 
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Typisch Es ist schwer sich darüber ein Urteil zu bilden, wird doch nirgendwo erwähnt um was es sich bei der "Zensur" genau handelt. Es reicht "Zensur" zu schreien um etwas (hier "Beschönigung") in die Welt zu setzen ..

Mir fällt auf das gerade in Deutschland Literatur über dieses Thema immer negative Wertung enthalten muss. Ein rein auf Fakten basierendes Buch z.B., das sich ohne Wertung mit dem Thema beschäftigt ist zumindest suspekt ...

Ich erinnere mich an ein Buch über die Gründung und den Aufbau der Waffen-SS, welches anfing mit dem Satz "30 Jahre nach dem jämmerlichen Selbstmord des Führers Adolf Hitler ..." (Ein Rückblick des Autors)
Klar, so sollte Fachliteratur eröffnen, streng nach den Regeln des Political Correctness ...
Der Tenor im Buch sollte somit klar sein - es ist insgesamt nicht verwertbar.

[ nachträglich editiert von One of three ]
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25.01.2011 12:23 Uhr von fallobst
 
+6 | -0
 
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@ one of three: vor allem, weil man auch nicht immer sofort alles glauben sollte, nur weil sich da jemand historiker nennt.
ich erinnere mal an das buch über das auswärtige amt. 3 "historiker", die die böse nazivergangenheit dieses amtes unglaublicherweise aufdeckten und neue erkenntnisse lieferten vor einigen monaten. westerwelle sprang natürlich bei und erklärte bla bla bla
wenig später jedoch wurde das buch von so ziemlich allen namhaften historikern zerrissen, weil es teils sogar seit jahrzehnten bekannte briefe als neue entdeckungen und erkenntnisse angibt, aber de fakto keine neuen fakten liefert...

aber dann wars auch schon zu spät, bis dahin hat wieder jeder kleine wicht seine meinung und ahnungslosigkeit zu dem thema rausgehauen, die wahrheit selbst war im nachhinein nicht von belang.
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25.01.2011 12:51 Uhr von One of three
 
+4 | -2
 
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@ fallobst: Nunja, es reicht in Deutschland aus ein Buch herauszugeben welches die gängige Literatur bestätigt, sich an den allgemeinen Tenor hält - und schwupps ist man "Historiker".

Befasst man sich mit Fakten - ohne den hier nötigen Tenor - ist man "Hobbyforscher".
Belegt man seine Fakten mit Primärquellen und stellt gängige Auffassungen in Frage ist man "Revisionist".
(Ich meine Vorgänge in medialer Öffentlichkeit, nicht irgendwelche Vollpfosten in Foren oder Blogs die meinen etwas zu wissen)

Glücklicherweise kommen immer mehr Fakten in Form von Primärquellen aus den verschiedenen Staatsarchiven - allen voran aus dem ehemals sowjetischen - ans Licht.

Summa summarum ändert dies alles nichts am Bild des III. Reiches - aber einige "Historiker" schwitzen jetzt mehr als früher ...
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25.01.2011 16:06 Uhr von Der Erleuchter
 
+2 | -5
 
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Von was leben diese: ganzen Historiker eigentlich? Denen sollte man mal die Stellen streichen, da wäre Deutschland mehr geholfen - Geld gespart und der innere Frieden verbessert.
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23.02.2011 14:18 Uhr von Nullachtfuffzehn
 
+1 | -0
 
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Alle regen sich derzeit über den Herrn Guttenplag auf, jedoch war es bei der "Historiker"zunft schon immer üblich, dass einer vom anderen abschreibt...

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