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Franz-Kafka-Briefe werden versteigert: Deutschem Literaturarchiv fehlt das Geld

Im April sollen die Briefe Franz Kafkas an seine jüngste Schwester Ottilie, genannt Ottla, versteigert werden. Das Konvolut umfasst 45 Briefe und 66 Postkarten. Die Schriften befinden sich derzeit im Besitz einer Erbengemeinschaft, den Enkeln Ottlas, die 1943 in Auschwitz-Birkenau ermordet wurde.

Ottla war Kafka "die bei weitem liebste" von drei Schwestern und Zeit seines Lebens eine enge Vertraute des Bruders. Dementsprechend wertvoll sind die Briefe für die Kafka-Forschung, deren wichtigste Zentren in Marbach und Oxford liegen. Doch die Literaturarchive haben kein Geld für den Ankauf.

Eine weitere bittere Pille, denn bereits die "Briefe an Felice" gingen durch eine Auktion an Unbekannt verloren. Nun droht hier das gleiche Schicksal: Obwohl die Erben sich das auf etwa 800.000 Euro veranschlagte Konvolut nach Marbach oder Oxford wünschen, kommt nun wohl ein privater Sammler zum Zug.


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WebReporter: lieserle
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Geld, Versteigerung, Brief, Literatur, Franz Kafka
Quelle: www.faz.net
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