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Hessen soll Kindsmörder Schmerzensgeld zahlen, wenn er Prozess gewinnt

Der Kindsmörder Magnus Gäfgen erwartet vom Land Hessen die Zahlung von Schmerzensgeld, beziehungsweise Schadensersatz. Drauf verklagt er das Land, weil er im Verhör Folter angedroht bekam.

Im Jahr 2002 hatte der heute 35-Jährige den Bankierssohns Jakob von Metzler entführt und ermordet. Die Polizei hatte Gäfgen mit Folter gedroht, weil die Beamten glaubten, das der Junge noch lebe und man ihn so rechtzeitig finden könne.

Der Anwalt von Gäfgen behauptet, dass es weniger um das Schmerzensgeld gehe, sondern um die Aufklärung, wer damals befohlen hatte, das die Folterdrohung ausgesprochen wurde. Im Zivilprozess haben die Zeugen kein Aussageverweigerungsrecht.


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WebReporter: poepsi
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Prozess, Mörder, Hessen, Folter, Schmerzensgeld
Quelle: www.rp-online.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.01.2011 22:46 Uhr von ZzaiH
 
+3 | -4
 
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ja in de: wird man als killer auch noch reich...
der nächste killer klagt dann, weil die bösen polizisten ihn festgenommen haben...
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25.01.2011 03:34 Uhr von KamalaKurt
 
+5 | -3
 
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Man mrkt, daß dier Mörder einmal Jura studierte. Jeder Anwalt der in wegen dieser Klage vertritt, ist nicht besser als dieser Mörder.

Geld! Geld! Geld! regiert die Welt.
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25.01.2011 13:14 Uhr von Hawkeye1976
 
+4 | -4
 
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Hallo? Egal, was der Typ getan hat: der Staat hat kein Recht einem Verdächtigen Folter anzudrohen. Daran gibt es nichts zu rütteln.

Und wenn die Justiz einen solchen Skandal bei der Ermittlungsarbeit nicht selber lückenlos aufklärt, dann muss es eben in einem solchen Prozess geschehen.

Wir leben in einem Rechtsstaat und wenn sich selbst die ermittelnden Beamten nicht an dessen Prinzipien gebunden fühlen und Folter androhen, mit welchem Recht kann man dann einen Kriminellen belangen, der ja nur ein solcher ist, weil er sich eben auch nicht an das geltende Recht gehalten hat?

Man darf hier nicht den Einzelfall sehen, sondern muss das Prinzip dahinter beleuchten.

Stellt euch mal selber die Frage, ob ihr unter Folterandrohung oder Folter nicht auch alles gestehen würdet, nur damit die Folter aufhört bzw. nicht stattfindet?

Was ist ein unter Folter oder Folterandrohung erwirktes Geständnis vor Gericht wert? Gar nichts!
Fakt ist, dass dieser Täter freigelassen worden wäre, wenn die anderen Indizien nicht ausgereicht hätten, da ein so zustande gekommenes Geständnis vor Gericht keinerlei Beweiskraft hat. Und das ist gut so.

Wie gesagt, in diesem Falle hatte man den Richtigen am Wickel, aber wie oft sind die ersten Tatverdächtigen eben nicht die Täter?

Hier geht es nicht um diesen verabscheuungswürdigen Kriminellen, sondern um rechtsstaatliche Prinzipien. Und wenn ein Rechtsstaat anfängt, diese selektiv anzuwenden bzw. Grundrechte abzusprechen, dann ist die Justiz nicht besser, als die Kriminellen.
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26.01.2011 03:18 Uhr von KamalaKurt
 
+1 | -1
 
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@Hawkeye ich entnehme deinem Kommentar, dass es richtig wäre, wenn er gelogen hätte, und die Indizien die Tat nicht zu beweisen wäre, er auf freien Fuss gekommen wäre, in ordnung sei? Ich gehe davon aus, wenn du vor Gericht gestellt werden würdest, dann würdest du auch nur lügen. Dabei ist man verpflichtet vor Gericht die Wahrheit zu sagen.
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26.01.2011 03:36 Uhr von Dracultepes
 
+2 | -0
 
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@KamalaKurt: "dass es richtig wäre, wenn er gelogen hätte, und die Indizien die Tat nicht zu beweisen wäre, er auf freien Fuss gekommen wäre, in ordnung sei?"

Ich weiss die Unschuldsvermutung ist schwer zu verstehen. Man man man manchen Menschen wünsche ich mal unter Leuten wie Pinochet zu leben. Da hat man auch gerne mal Folter genommen um etwas zu beweisen.
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30.01.2011 18:57 Uhr von TheRoadrunner
 
+1 | -0
 
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Gesetzesvorschlag: Jegliche Einkünfte, die ein rechtskräftig verurteilter Straftäter im Zusammenhang oder in kausaler Folge seiner Straftat erzielt, sollten je nach Fall automatisch dem Opfer, seinen Angehörigen oder Opferhilfeorganisationen zugehen.
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21.02.2011 10:43 Uhr von supermeier
 
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So lange das erstrittene Geld: sofort wieder abgezogen und den Eltern als Schmerzensgeld zugesprochen wird.

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