24.01.11 15:26 Uhr
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Tagung in London: Wieviel wiegt eigentlich ein Kilogramm?

Viele fragen sich bestimmt, wieso es eine Tagung bedarf, auf der Wissenschaftler sich fragen, wieviel eigentlich ein Kilogramm wiegt? Die Antwort auf die Frage ist aber keineswegs leicht.

Seit 1889 wird das Gewicht von einem Kilogramm nach einem Metallzylinder bemessen, der im Internationalen Maß- und Gewichtsbüro (BIPM) bei Paris verschlossen ist. Dieser Zylinder hat inzwischen selber Gewicht verloren - ca. ein Sandkorn.

Deshalb wollen internationale Wissenschaftler diese Bezugsgröße nicht mehr verwenden müssen und suchen nach einer neuen Definition des Kilogramms ohne natürliches Objekt als Grundlage.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: London, Kilogramm, Messung, Tagung
Quelle: de.news.yahoo.com

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29 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.01.2011 15:35 Uhr von rubberduck09
 
+39 | -10
 
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kg ist aber auch etwas schwer zu fassen denn das hat auch was mit Gravitation zu tun und die ist nunmal von Ort-zu-Ort leicht unterschiedlich.

Ich hab mal von einer Uni gelesen, die regelmäßig die Gravitation bestimmt haben und im (spät-)Herbst/Winter war diese immer etwas höher als im spät-Winter bis Sommer.

Der Grund lag dann ganz trivial an der Menge der im Keller eingelagerten Kohle für die Heizung.
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24.01.2011 15:48 Uhr von rubberduck09
 
+21 | -1
 
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@Ma4711: Ein Sandkorn wiegt deutlich weniger als ein Promille eines kg.

Außerdem kann man auf der Erde ganz gut einen Unterschied zwischen Nordpol und Äquator messen, denn dort gibts auch noch eine fiese Fliehkraft, die die Gravitation etwas mindert:

9,83219 m/s² an den Polen.
9,80620 m/s² auf dem 45. Breitengrad.
9,78033 m/s² am Äquator.
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24.01.2011 15:49 Uhr von sauron2k
 
+23 | -1
 
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@ Ma4711: stimmt ein kiloGramm wiegt 1000 Gramm, das wars dann aber auch schon. nur landläufig wieget ein Liter wasser naemlich 1kg. das hat naemlich leider auch was mit der dichte zu tun und die ist abhängig von der temperatur

das ist ja das ganze problem an der sache. das Kilogramm ist leider nur eine erfindung weil irgendwann mal jemand gesagt hat dieser haufen hier ist genau ein kg und danach richten wir uns alle heute

[ nachträglich editiert von sauron2k ]
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24.01.2011 15:50 Uhr von Friedbrecher
 
+17 | -2
 
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@Ma4711: "ich würde sagen 1 kilo wiegt 1000 gramm"

Und ein Gramm definierst du wie genau?

Mit Wasser könnte es noch einigermaßen hinhauen, aber da müsste man schon sehr exakt die Abmessungen und Umstände (Druck, Temperatur) angeben können.

In astronomischen Maßstäben könnte man es z.B. mit Gravitationslinsen-Effekten hinkriegen, ein Bezugssystem zu schaffen. Das fällt aufgrund der geringen Gravitation eines Kilogramms bzw. der Veränderung der zur Messung verwendeten Apparatur über die Jahre aber weg.

Wenn man eine größere Menge isotopenreines Material mit sehr exakt festgelegter Teilchenzahl herstellen könnte, würde das das Problem lösen. Aber das ist technisch kaum machbar.
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24.01.2011 15:53 Uhr von ZzaiH
 
+3 | -1
 
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@Ma4711: nix verstanden oder
klar wiegt 1kg 1000gramm (kilo = 1000) aber wie schwer ist ein gramm

beispiel zeit: eine sekunde - sind soundso (google danach) schwingung von cäsium atomen

aber beim gewicht, hat man noch keine normgröße gefunden oder sich auf eine einigen können.
daher wird in paris dieser brocken aufbewahrt, weil er die norm für 1kg gewicht ist.
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24.01.2011 15:54 Uhr von Dracultepes
 
+1 | -5
 
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@ma4711: Und wieviel wiegt 1g? Ja ich weiss 1000mg und wieviel ist 1mg?

Wenn es keine Waage gibt(die ja erst geeicht werden müsste) woher weiss man was 1 Kg ist? ^^
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24.01.2011 16:04 Uhr von DJCray
 
+3 | -1
 
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Deswegen auch die Idee mit einer Kugel aus hochreinem Silizium, dass fast nur aus einem Isotop besteht.

http://www.ptb.de/...

Aber was genau kommt, sehen wir bald...

Gruß
DJ
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24.01.2011 16:10 Uhr von don_Zoltan
 
+1 | -1
 
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andere Maßeinheiten: Das Problem gab es ja bei vielen Maßeinheiten.

Alle wurden irgendwann definiert und mussten später konkretisiert werden da eine immer größere exaktheit notwendig wurde.

Ich weiß das bei vielen Längenmaßen die Definition mithilfe von Wellenlängen bei Atomen hergeleitet werden.

Gibt bestimmt hier auch solch eine Möglichkeit.
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24.01.2011 17:39 Uhr von Aurean
 
+10 | -0
 
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Bitte nicht mit Gravitation verwechseln: Soweit ich mich an meinen Physikuntericht erinnere ist Kilogramm eine Masseneinheit und hat nix mit Gravitation zu tun. D.h. ein kg auf am Äquator ist genauso "viel" wie ein kg am Nordpol.
Anders ist es mit N (Newton). Ein kg am Äquator wiegt 9,768 N und am Nordpol 9,867 N.

Ich hoffe das war jetzt alles einigermasen Richtig :-)

Das mit dem Wasser (bei größter Dichte 3,98 C°) hatten wir schon mal, da gabs aber leider Probleme.
Steht alles schön auf http://de.wikipedia.org/...
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24.01.2011 18:08 Uhr von DJCray
 
+3 | -3
 
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robinlob: Das ist ein GROSSES Problem.

Wenn nämlich nicht definiert ist, wieviel ein kg wiegt, dann werden Handelsmaterialien eventuell falsch abgewogen. Dann entsteht ein RIESEN-Streit, der Mrd. kosten kann.

Wenn dagegen das kg (wie geplant) genau definiert ist, dann wird der Streit darauf beschränkt. Und eine Eichung wird bei allen möglich sein.

Gruß
DJ
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24.01.2011 18:09 Uhr von Costaa
 
+1 | -1
 
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werden sich einige Frauen über ihre Pfunde nachhinein nicht mehr freuen x)
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24.01.2011 18:13 Uhr von arkelanfall
 
+16 | -1
 
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Leider schlechte Quelle: Hier werden leider wieder verschiedene Begriffe durcheinandergeworfen, und das bereits in der Quelle. Der Fehler liegt hierin: In nichtwissenschaftlichem Kontext sagt man gern, das Kilogramm sei die Maßeinheit für das Gewicht. Das ist meistens auch unproblematisch, aber eben falsch, denn das Kilogramm ist die Maßeinheit für die Masse. Masse ist etwas völlig anderes als Gewicht, und da es sich bei der Nachricht im Prinzip um eine wissenschaftliche handelt, ist sie äußerst problematisch und missverständlich.

Kurz und knapp:

MASSE ist eine Eigenschaft des Körpers an sich, die er überall besitzt, und zwar überall in gleicher Größe. Die Masse bestimmt sowohl wie träge der Körper ist als auch wie stark das Gravitationsfeld ist, das er erzeugt.

GEWICHT hat ein Körper (der dazu zwingend Masse haben muss), wenn er sich in einem Gravitationsfeld befindet, und das Gewicht ist genau die Kraft, die im Feld auf ihn wirkt.

Ich habe z. B. eine Masse von etwa 73 kg. Hier in Mitteleuropa werde ich deshalb mit einer Kraft von etwa 715,9 Newton zum Erdmittelpunkt gezogen. Das ist mein Gewicht.
Auf dem Mond habe ich dieselbe Masse, aber mein Gewicht ist wesentlich geringer.

[ nachträglich editiert von arkelanfall ]
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24.01.2011 18:16 Uhr von Costaa
 
+2 | -17
 
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24.01.2011 18:21 Uhr von arkelanfall
 
+15 | -2
 
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@Costaa: Wenn Kinder in der ersten Klasse das wüssten, dann wäre hier nicht in einem Artikel, in dem es eigentlich ausschließlich um Masse geht, dauernd von von "wiegen", "Gewicht" etc. die Rede.
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24.01.2011 19:33 Uhr von x2k48
 
+4 | -2
 
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Gott sei Dank: und ich dachte immer ich bin zu schwer weil ich zuviel esse. Es liegt also nicht am essen und am Gewicht. Es liegt an der blöden Maßeinheit die nicht genau ist.

Darauf ein Schnitzel mit Pommes
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24.01.2011 19:51 Uhr von FirstBorg
 
+2 | -0
 
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Das Problem Erstmal muss ich sagen, schön das es Arkelanfall erwähnt hat. Masse != Ungewicht.

Das Problem mit der Einheitsmasse ist das gleiche wie mit dem Einheitsmeter. In Paris steht ja irgendwo der "Stab" der als Referenz für den Meter dient. Der wird aber dummerweise auch immer kürzer. Im Alltag ist das wuscht, ob da etwas ein paar nanometer kürzer wird interessiert keinen. Aber, als extremfall, wenn man ein neues Maßband bauen will und als Referenzmeter das Einheitsmeter nimmt, dann wird der Meter immer kürzer Plötzlich hat die Wohnung 140 m², statt 70 m², und plötzlich steigt die Miete aufs Doppelte.
Und genau so verhält es sich mit der Masse. Im Alltag aktuell eher unbedeutend, aber in der Wissenschaft wirds wichtig.
Wie man es lösen könnte?
Nun ja... man braucht etwas das stabil ist.. keinen Masseverlust hat. Da denkt man spontan an Atome. Die sind stabil und man kennt deren Masse. Allerdings dürfte es nicht so leicht sein eine genaue Menge an Atomen in einen Behälter zu packen.
Was mir dann noch einfallen würde wäre vielleicht eine Masse von 1 Kg so zu definieren das diese Masse einen Laserstrahl in fest definierter Entfernung um x nanometer durch die Eigengravitation krümmt.

Aber da soll sich mal schön schlauere Köpfe drum kümmern :)
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24.01.2011 19:56 Uhr von mrdeluxx
 
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wie definieren dann eigentlich waagen 1 gramm? :)
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24.01.2011 20:01 Uhr von FirstBorg
 
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@mrdeluxx: Die werden wohl ein Piezoelement drin haben. Das erzeugt eine spannung wenn man Druck darauf ausübt. Wenn man nun die Eigenschaften des eingesetzten Elementes genau kennt, weiss man welche Kraft welche Spannung erzeugt und kann so genau messen.

Lässt sich für ein genaues Messen der Masse aber nicht einsetzen weil das nur in einem Gravitationsfeld funktioniert und dieses lokal variieren kann.

[ nachträglich editiert von FirstBorg ]
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24.01.2011 22:31 Uhr von Sh@dowknight99
 
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@FirstBorg: Ein Meter ist doch genau die Strecke, die Licht in einer 299792458stel Sekunde zurücklegt. Dadurch ist man nicht mehr auf ein Objekt festgelegt (angenommen die Lichtgeschwindigkeit sei konstant ;-))
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24.01.2011 22:36 Uhr von FirstBorg
 
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@Shadowknight99: Richtig. so hat man das Problem mit dem Einheitsmeter gelöst. Erfordert natürlich eine extrem genaue Zeitmessung :)
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24.01.2011 22:47 Uhr von totseinmachtimpotent
 
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FUUUUUUUUCK: ein GANZES SANDKORN


rettet die waale :(
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24.01.2011 23:33 Uhr von unomagan
 
+4 | -0
 
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Juhu: der Pöbel hat gesprochen und nichts verstanden :)

Ich Erkläre es mal: Das Gewicht des Sandkorns hilft die die Position deines Auto zu bestimmen. Dank eines nutzlosen Geräts. Es hilft dir mit dem bescheuerten Handy rund um die SMS zu schreiben. (Selbst auf der Toilette, man muss ja "dran" bleiben")

Dieses beschissene Sandkorn hilft den Satelliten in der Umlaufbahn zu bleiben und nicht mit dem Mond oder einem Asteroiden zu kollidieren.
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25.01.2011 00:52 Uhr von opheltes
 
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lol: Die Kommentare sind wirklich witzig :o

Aber desto trotz geht es hier um Gewich - nicht um die Masse.

Das Beispiel mit dem Mond hat es getroffen.

Sollen doch fette Leute aufm Mond leben *gg*
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25.01.2011 04:59 Uhr von FredII
 
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Die Mär vom Kilogramm: Unsinn! Ein einmal festgesetztes Kilogramm-Maß bleibt ein Kilogramm an Masse, egal ob es sich am Äquator, an den Polen oder gar auf dem Mond befindet.
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25.01.2011 05:22 Uhr von denksport
 
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Gravitationswaage: Was ist eigentlich mit dieser Gravitiationswaage, dieses alte Experiment aus dem Physikunterricht in der 13ten klasse?

http://de.wikipedia.org/...

Die Gravitationskonstant ist doch bekannt.
Weiß einer, ob das funktionieren würde?

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