24.01.11 12:04 Uhr
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Ägypten hat offiziellen Antrag zur Rückgabe der Nofretete-Büste gestellt

Der Altertumsrat Ägyptens hat am heutigen Montag in Kairo bekannt gegeben, dass ein offizieller Antrag an Deutschland gestellt wurde, in dem die Rückgabe der Nofretete-Büste gefordert wird.

Die Nofretete steht ganz oben auf der Liste der Kulturschätze, die Ägypten ins Land am Nil zurückholen will. Deutschland hat sich bis jetzt immer dagegen gewehrt. In Deutschland ist man der Meinung, dass Nofretete damals legal ins Land kam.

Ägypten meint hingegen, dass die Ausfuhr-Papiere gefälscht waren. Nofretete kam am Anfang des 20. Jahrhunderts nach Deutschland und steht heute im Neuem Museum in Berlin. Ein Transport wird auch abgelehnt, weil die Büste schon sehr brüchig ist.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Ägypten, Antrag, Rückgabe, Büste, Nofretete, Nofretete-Büste
Quelle: www.open-report.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.01.2011 12:34 Uhr von spatenkind
 
+30 | -8
 
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sehr schöner Beitrag: ein + für die News.

Zum Thema:
sehr schwierig. einerseits gehört die Büste natürlich nach Ägypten, da sie von dort stammt, andererseits ist sie in berlin vielleicht sicherer und besser aufgehoben. Wäre sehr schade wenn so ein kultureller schatz beim transport beschädigt wird oder in ägypten wegen mangelnder pflege verkümmert.

OT:
kommts mir nur so vor oder wird in letzter zeit von deutschland nur noch gefordert? ich höre mal nie "kulturschatz an deutschland zurück gegeben", "deutschland werden die schulden /reparationszahlungen erlassen" oder ähnliches.
ich hab das gefühl dass wir deutschen in die ganze welt am zahlen sind und so gut wie garnichts zurück bekommen.
beweise für das gegenteil sind erwünscht

[ nachträglich editiert von spatenkind ]
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24.01.2011 15:04 Uhr von diehard84
 
+3 | -27
 
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24.01.2011 15:45 Uhr von Powerlupo
 
+1 | -26
 
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24.01.2011 15:47 Uhr von rpk74ger
 
+12 | -5
 
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gefälschte Dokumente: Klar kann man im Nachinein so einiges behaupten. Ich gehe davon aus, dass die Übergabe der Büste an Deutschland gegen einen Ausgleich geschah. Dieser war anscheinend eine Unterstützung deutscher Wissenschaftler, die das Ding gefunden haben. Als Ausgleich hatte man die "Beute" geteilt. Und jetzt, wo sie merken, Oh..Kasse knapp, wollen sie das Dinge haben, ist ja nicht so, dass es nichts Wert ist und viele Touristen und Besucher anlockt.
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24.01.2011 15:50 Uhr von Loxy
 
+5 | -3
 
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Bei allen Gedankenspielen geht es in erster Linie um Prestige und Geld. Wer die Büste der Nofretete hat, hat von beidem sehr viel mehr ;-)
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24.01.2011 16:34 Uhr von snake-deluxe
 
+5 | -0
 
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wurde mittlerweile schon dementiert: der Antrag stammt nicht direkt von der ägyptischen Regierung!

http://www.suedostschweiz.ch/...
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24.01.2011 17:07 Uhr von Cansan
 
+2 | -15
 
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24.01.2011 20:28 Uhr von Cansan
 
+3 | -9
 
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Oder: oder es kommen wieder Irgendwelche Herrenmenschen und sorgen in ihrem Selbstzerstörungswahn für die Vernichtung ganzer Staedte inkl. Hochsicherheitsmuseum.
Schwach.
Wir waren auch nicht immer besser wie ein Taliban aber haben schon vergessen.
Bzw. Keiner ist besser wie der andere.
Kulturgüter zurück an ihre Stätten.
Wenn ich nach Berlin gehe will ich Berlin kennenlernen.
Wenn ich nach Ägypten gehe will ich Ägypten kennenlernen.
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24.01.2011 20:56 Uhr von ente214
 
+3 | -4
 
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einen scheiß kriegen die!!
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25.01.2011 00:41 Uhr von savage70
 
+3 | -1
 
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Fundteilung: Damals gab es das Verfahren der Fundteilung, d.h. die Hälfte der Fundgegenstände ging in das Land des Ausgräbers und die andere Hälfte blieb in Ägypten.

Allerdings durften die Ägypter bzw. deren Beauftragte entscheiden, welche Stücke im Land blieben. Bei der Fundteilung haben diese Experten die Bedeutung der Nofretete nicht erkannt. Ägypten wirft Deutschland heute vor, das der deutsche Archäologe damals von der Bedeutung des Fundes wusste und die ägyptischen Experten nicht darauf hingewiesen hat bzw. deren Bedeutung heruntergespielt hat.

Alles in allem eine dünne Beweislage. Das ganze wird auf politische Ebene entschieden. Wahrscheinlich in der Form eines Kuhhandels.

Aber ich denke solange Ägypten nichts hat, was Deutschland unbedingt braucht wird da nichts passieren.

[ nachträglich editiert von savage70 ]
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25.01.2011 08:19 Uhr von sicness66
 
+1 | -1
 
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Deal: Dafür bauen sie uns die Cheops-Pyramide neben das Brandenburger Tor...
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25.01.2011 11:04 Uhr von Klecks13
 
+2 | -0
 
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Die Begründung wird leider schon in der Quelle falsch angegeben: Die Papiere wurden nicht gefälscht; Ägypten wirft dem damaligen Ausgrabungsleiter, Ludwig Borchardt, vor, die Behörden über den tatsächlichen Wert getäuscht und sich damit die Genehmigung erschlichen zu haben. Zitat: "Hawass (ägypt. stellv. Kulturminister) behauptet, Borchardt habe die Büste vor dem Teilungstermin mit Matsch eingeschmiert, um ihren Wert vor dem ägyptischen Antikendienst zu verbergen." http://www.morgenpost.de/...
Also wenn etwas Matsch genügt hat, war das Interesse sowieso nur mäßig. Passt zum damals üblichen Verhalten der ägyptischen Behörden: Die waren praktisch nur an Goldfunden interessiert.

Unterm Strich geht es doch nur darum, möglichst viele der damals völlig legal außer Landes geschafften Schätze wieder zurück zu bekommen und damit den Tourismus zu fördern. Es geht dabei werder um Kunst noch um den Erhalt des antiken Erbes (was den Ägyptern sowieso ziemlich wurscht ist, außer es lässt sich Kohle damit machen).

Die Büste kam völlig legal nach Deutschland und ist entsprechend der damals geschlossenen Verträge rechtmäßiges Eigentum der preußischen Stiftung. Wie viele andere Stücke auch, die heute zurück gefordert werden. Es kann nicht angehen, dass Ägypten -wie auch die Türkei- gültige Verträge einfach anzweifelt bzw. für ungültig erklärt, nur weil sich mit den damals verkauften Stücken heute Geld machen lässt. Mit dieserLogik könnte praktisch jedes Land auf der Welt die Rückgabe antiker Fundstücke verlangen; Italien z.B. alle römischen Artefakte oder Deutschland jede germanische Fibel..

[ nachträglich editiert von Klecks13 ]
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25.01.2011 14:12 Uhr von STN
 
+1 | -0
 
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Nüscht is Nofi ist eine Berlinerin und wird es bleiben. (Punkt)

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