Zimbabwe: 27 Prozent der registrierten Wähler waren schon tot
Die Organisation Zimbabwe Election Support Network hat sich einmal die offiziellen Wählerlisten im südafrikanischen Land Zimbabwe genauer angeschaut und Erstaunliches festgestellt. Mehr als ein Viertel des registrierten Wahlvolkes ist eigentlich schon tot.
So kam bei Computertests heraus, dass beispielsweise 2344 Menschen bereits älter als 101 Jahre sind, neun weitere wurden mit Geburtsdaten zwischen 1890 und 1900 ausgewiesen. Auf der Wählerliste standen ferner 93 Neugeborene.
Hintergrund der Überprüfung sind Planungen, wonach in diesem Jahr Präsidentschaftswahlen in dem afrikanischen Staat stattfinden sollen. Die Wahlkommission des Landes kündigte bereits an, dass eine Überarbeitung der Listen nicht in Frage komme. Als Grund nannten die Verantwortlichen Geldmangel.