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Dortmund: Prozess um tödlichen Bungee-Sprung ist beendet

Im Sommer 2003 kam ein Mann bei einem Bungee-Sprung vom Fernsehturm in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) ums Leben. Jetzt hat das Dortmunder Amtsgericht das Verfahren gegen den Betreiber der Anlage, Jochen Schweizer, eingestellt.

Schweizer muss jetzt 15.000 Euro an ein Kinderhospiz in Olpe zahlen und sich darüber hinaus auch an den Gerichtskosten beteiligen. 40.000 Euro hat Schweizer bereits an die Verwandten des Toten bezahlt.

Das Amtsgericht begründete die Einstellung des Verfahrens unter anderem damit, dass das Unglück schon so lange zurückliegt. Darüber hinaus erklärte das Gericht, dass die technischen Zusammenhänge des Unfalls nicht wirklich aufgelöst werden können.


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WebReporter: rheih
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tod, Prozess, Dortmund, Sprung, Bungee
Quelle: de.news.yahoo.com

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.01.2011 00:21 Uhr von Starbird05
 
+7 | -0
 
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2003??? Wir haben jetzt 2011

Schon heftig wie lange solche Verfahren dauern können.
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22.01.2011 01:10 Uhr von Bruder Mathias
 
+6 | -5
 
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Hurra! Aus der Quelle:
>>Als Begründung für die Einstellung des Prozesses verwies das Gericht darauf, dass der Vorfall mittlerweile siebeneinhalb Jahre zurückliege. Dies müsse bei einer Verurteilung "erheblich strafmildernd" berücksichtigt werden. <<

Hier ist ein Mensch, der im guten Glauben auf die Sicherheit der Anlage diese benutzte, ums Leben gekommen und nur weil es schon so lange(!) her ist wird ein Verfahren eingestellt?

Nur mal so rumgesponnen:
Ich arbeite im Lebensmittelgewerbe und habe daher immer so ein bis 12 Messer dabei mit einer Klingenlänge von bis zu 24cm ohne Griff.

Nun schlendere ich so mit meiner Messertasche durch Kreuzberg/Neukölln und zufällig fliegt durch den Schlenderschwung eines dieser Messer in die Brust eines aggres äh arglosen Mitbürgers.

Dank meines Anwaltes zieht sich das Verfahren wegen fahrlässiger Tötung über die Jahre dahin.

Die Sachverständigen können nicht genau klären ob sich meine Messertasche Dank mangelnder Pflege, Überbeanspruchung oder Absichtlich gerade in diesem Moment auflöste.

Kann ich dann damit rechnen das dann dieses Verfahren, auch gegen eine meines Einkommens entsprechender Einmalzahlung, eingestellt wird?

Abgesehen von der Tatsache, das ich bestimmt wegen der Familienehre in diesen Bezirken dies nicht erleben würde, glaube ich nicht daran.

GZG
BM

P.S.

Das Gerichte unabhängig sind und nur nach ihrem Gewissen urteilen sieht man immer mal wieder, wenn sie die Verfahren gegen gutverdienende Betreiber diverser Einrichtungen einstellen obwohl viele Menschen durch diese getötet wurden.
Siehe Kaprun
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22.01.2011 01:41 Uhr von Starbird05
 
+3 | -2
 
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@Bruder Mathias: Habe die Quelle nicht gelesen... deshalb lese ich ja immer hier *G*

Das Verfahren in die Länge gezogen werden, ist gang und geben..... macht mein Anwalt gerade auch.... nein.... nicht wegen so was *G* Familien Sache hehe....

Ich finde es aber eine Sauerei das man es Strafmildern wertet weil es ja so lange her ist.

Eins Mensch ist Tod, es ist doch völlig unwichtig wie lange es her ist.

Das ist meine Meinung....

Wenn jemand anders Denkt, bitte ich drum es her zu schreiben.... bin für alles offen... DANKE
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22.01.2011 03:06 Uhr von Earaendil
 
+2 | -2
 
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Eigenes Risiko: Wo Menschen arbeiten werden Fehler gemacht.
Damit muss man rechnen, und dieser unglückliche Mann hatte "Pech" . Das hat keiner gewollt,da steckete keine Absicht hinter.
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22.01.2011 03:39 Uhr von Bruder Mathias
 
+4 | -4
 
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Hi Earaendil: Pech?

Mal ein anderes Gedankenspiel:
Ich arbeite in einem Altenheim als Küchenleiter.
Einer meiner Mitarbeiter ist nicht Gesund, er hat eine für die meisten Menschen ungefährliche Erkältung.

Weil dieser Mitarbeiter sich nicht ordnungsgemäß krankschreiben lassen hat sondern der Meinung war, das bisschen Erkältung ist nicht so schlimm, erkranken einige Bewohner und es sterben zwei weil sie im Alter nicht mehr die Abwehrkräfte haben, wie ein junger Mensch.

Ich könnte dann sagen:" Tja Pech gehabt! "

Die Angehörigen denken da bestimmt anders.
Die Justitz übrigens auch.

Nicht nur, dass der Mitarbeiter sich zu verantworten hat, auch ich als Vorgesetzter habe nicht meine Aufsichtspflicht eingehalten und muss daher mit empfindlichen Strafen rechnen.
Dies kann sogar dazu führen, dass ich nie mehr einen neuen Job in diesem Bereich bekomme.

Gewollt hat das dann auch keiner, aber die Strafe missbilligt auch niemand.

Gerade in Bereichen in denen Menschenleben gefährdet sein können obliegt es dem Betreiber dafür zu sorgen dass eine besondere Aufmerksamkeit eingehalten wird.

Stell Dir vor, du gehst exotisch Essen bei deinem Lieblingsexoten.
Der Koch hat einen Fehler bei der Zubereitung von Fugu gemacht, und du stirbst.
Pech gehabt?
Fehler pasieren ja jedem?

GzG
BM
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23.01.2011 04:05 Uhr von KamalaKurt
 
+0 | -0
 
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Solch eine Begründung ein Verfahren einzustellen ist einach lachhaft.

Dann müsste man auch alle Prozesse der Naziverbrechen einstellen, denn diese Verbrechen sind schon vor 60- 70 Jahren geschehen.

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