21.01.11 19:24 Uhr
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Freie Arzt- und Krankenhauswahl für die gesamte EU eingeführt

Bis Ende 2013 müssen die EU-Staaten in ihrem nationalen Recht umsetzen, dass Patienten überall innerhalb der EU ambulante Behandlungen bekommen können, ohne diese vorher mit ihrer Versicherung absprechen zu müssen. Dies gilt nicht für längere Krankenhausaufenthalte und teure Spezialbehandlungen.

Für diese müssen Patienten vorher eine Genehmigung einholen, welche von den Kassen nur in Ausnahmefällen verweigert werden darf. Jeder Staat muss eine Kontaktstelle einrichten, welche über die Auslandsbehandlungen informiert sowie bei Streitigkeiten mit der Krankenversicherung unterstützt.

Bezahlt wird dabei nur der in der Heimat angefallene Kostenanteil. Für das deutsche Gesundheitswesen werden Mehreinnahmen sowie längere Wartezeiten durch Gesundheitstouristen erwartet. Die Auslandsbehandlung unterliegt der Vorkasse, die Erstattung der Versicherung ist zeitlich nicht festgelegt.


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WebReporter: Berufspsycho
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: EU, Gesundheit, Arzt, Krankenhaus, Medizin, Behandlung
Quelle: www.faz.net

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.01.2011 19:24 Uhr von Berufspsycho
 
+10 | -0
 
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Ein zweischneidiges Schwert, für die Masse der deutschen Bevölkerung eher schlecht statt gut. Wir haben vergleichsweise hohe Kosten, d. h. die gutbetuchten Gesundheitstouristen kommen. Für Kassenmitglieder könnte es also hart kommen, längere Wartezeiten oder Selbstzahler. Der Benefit wird für Deutschland von Fachleuten als gering bis schädlich eingeschätzt.
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21.01.2011 21:00 Uhr von realsatire
 
+2 | -0
 
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Hm, was ändert sich dadurch? Außer das die Auslandskrankenversicherung dann im EU-Bereich überflüssig wird doch kaum etwas.
Wer es sich leisten kann kommt doch jetzt schon nach Deutschland für bestimmte Behandlungen, da dann auf Privatrechnung, also bevorzugt behandelt mit den Sachen die unsereins als normaler Kassenpatient nicht bekommt.
Andersrum gehen genug in günstigere Länder um sich z.B: Zahnersatz oder auch Schönheits-Ops zu gönnen, oft auch mit (teilweiser) Kostenübernahme der Kasse.
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22.01.2011 12:21 Uhr von Berufspsycho
 
+2 | -0
 
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@realsatire: Das ist so leider nicht ganz richtig. Du hast Recht, es gibt bereits Gesundheitstouristen, aber nicht so viele wie Du glaubst. Beispiel Großbritannien: Ähnliches Preisniveau, schlechtere Versorgung, die dortigen Versicherer zahlen bislang aber keine Auslandsbehandlung. Diese Leute kommen jetzt.

In unseren Grenzregionen werden es Zahnärzte dagegen deutlich schwerer haben, weil diese im Ausland günstiger sind, bei ähnlicher Versorgung.

Das Problem in beiden Fällen sind Cluster. Gibt es also in Grenzregionen keine Zahnärzte mehr, bilden sich die Praxen woanders, es entstehen Klumpenrisiken. Bestimmte Regionen verteuern sich dadurch extrem oder sind schlechter versorgt. Einzig die Klumpenzentren würden davon profitieren. Wenn Du aber einen Kreis mit Radius ziehst und es geht nur dem Punkt in der Mitte gut, weist Du in etwa welche Gefahr hier herrscht.

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