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Nach Todesfall: Angeblich Meuterei auf der "Gorch Fock"

Auf dem Segelschulschiff "Gorch Fock" ist es nach dem tödlichen Sturz einer Offiziersanwärterin aus der Takelage vor gut zwei Monaten angeblich zu einer Meuterei gekommen.

Unmittelbar nach dem schmerzhaften Verlust der Kameradin wollten viele nicht mehr "aufentern" - also in die Takelage klettern - andere wollten nicht mit der ´Gorch Fock´ weiterfahren. Die Kadetten sollen von den Ausbildern immens unter Druck gesetzt worden sein.

Den aufbegehrenden Offiziersanwärtern sei daraufhin "mangelnde Zusammenarbeit mit der Schiffsführung" unterstellt worden, sie sollten wegen Meuterei zurück nach Deutschland geflogen werden.


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WebReporter: poepsi
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Schule, Sturz, Gorch Fock, Meuterei, Segelschiff
Quelle: www.rp-online.de
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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.01.2011 00:08 Uhr von ente214
 
+23 | -9
 
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was: soll der scheiß auch, das sind freiwillige marineoffiziersanwärter, die sollen sich nicht so anstellen. wenn die rumheulen wollen dürfen die nicht zur armee
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20.01.2011 00:13 Uhr von diehard84
 
+17 | -5
 
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sollte konsequenzen haben: auch wenn bei einem unfall einer zu tode kommt müssen weiter befehle befolgt und ausgeführt werden...

wenn die jemals auf anderen schiffen in nem kampfeinsatz sind können die auch nicht mittendrin wenn menschen sterben aufhören und meutern...das ist wehrkraftzersetzung

...auf dem schulschiff scheinen ziemlich viele bei der Ausbildung umzukommen? ist doch vor ner längeren zeit auch mal eine über bord gegangen? weis nicht ob die gefunden wurde

[ nachträglich editiert von diehard84 ]
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20.01.2011 00:26 Uhr von CHR.BEST
 
+11 | -8
 
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Naja, es stellt sich halt die Frage, ob das wirklich ein Segelschulschiff sein muss, auf dem Offiziere ausgebildet werden.

Ich meine, die Kriegsschiffe, die vor der Küste Somalias kreuzen, um Piraten abzuwehren, sind ja auch keine alten Segelschiffe.
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20.01.2011 00:38 Uhr von usambara
 
+12 | -13
 
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4 Tote seit 2002, wobei 3 aus den Segeln gefallen sind.
Die Sprücheklopfer vor mir sollen mal selber aufs Vortopp in
45m Höhe klettern- ohne Sicherung.

[ nachträglich editiert von usambara ]
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20.01.2011 00:45 Uhr von diehard84
 
+13 | -4
 
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@ usambara: "Die Sprücheklopfer vor mir sollen mal selber aufs Vortopp in
45m Höhe klettern- ohne Sicherung."

Wenn man freiwillig eine solche Laufbahn einschlägt oder einschlagen möchte sollte man schon wissen worauf man sich einlässt. Das hat nichts mit sprücheklopfen zu tun. Wenn sowas ohne Folgen bleibt wirds ned lang dauern bis die nächsten aus welchem Grund auch immer ebenfalls Anweisungen missachten.
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20.01.2011 00:56 Uhr von Aggronaut
 
+2 | -5
 
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@sprücheklopfer: weil ihr auch alles im vorraus wisst !? keiner hier weiss wie die zustände auf dem schiff wirklich sind.
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20.01.2011 00:59 Uhr von willi_wurst
 
+10 | -5
 
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das mit der "meuterei" kann ich mir gut vorstellen. man sollte nicht vergessen das die meisten offiziersanwärter, einige monate zuvor noch, nichtsnutzige dumme abiturienten waren und jeden scheiss ausdiskutiert haben. das die ausbilder die erstmal wieder ordentlich einnorden mussten um sie auf kurs zu bringen, ist doch klar ... freunde, ich sags euch: sowas ein memmenhaftes verhalten hätte es auf einem unteroffiziersschulschiff nicht gegeben ... tz ...
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20.01.2011 01:35 Uhr von fraro
 
+4 | -2
 
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"Die: Meuterer werden nach Deutschland zurück geflogen" - in der guten alten Zeit wären Meuterer an der Rahe geendet oder mit viel Glück auf einer einsamen Insel ausgesetzt worden. Da soll mal einer sagen: früher war alles besser ;-)
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20.01.2011 08:24 Uhr von blaablaablaa
 
+6 | -1
 
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pfff, weicheier, ein offiziersanwärter muss später seinen untersetzten immer vorbild sein, auch was mut (damit meine ich nicht leichtsinn) angeht, dazu gehört auch das entern der takelage, wenn die das nicht mehr peilen, sind sie fehl am platz
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20.01.2011 08:28 Uhr von unomagan
 
+1 | -3
 
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Also: es ist kein Kriegseinsatz, wieso sollte man den Männern (Frauen) nicht die Zeit zum Trauern geben?

Wer nicht ganz Hirnverbrannt ist weiß das man im Kriegseinsatz zu "funktionieren" hat. Und man sollte hoffen das der Offizier/ Kapitän versucht sich und so viele andere wie möglich zu Retten und das Ziel zu erreichen.

Man kann nur Lernen wenn man darüber nachdenkt, oder Diskutiert. Wer NIE eine Diskussion zu lässt. Wir irgendwann gehasst, oder macht den selben Fehler immer wieder.

Aber wie geschrieben, es gibt halt Zeiten in denen man das kann. Und welche in der man dies nicht KANN!
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20.01.2011 10:04 Uhr von Maniska
 
+1 | -1
 
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Abgesehen davon: dass man "blinden Gehorsam" in Deutschland beim Bund zum Glück eben NICHT mehr fordert finde ich es unter aller Sau wie die Offiziersanwärter hier bei SN runter gemacht werden...

Stellt euch einfach mal vor vor euren augen fällt jemand aus ~45 Meter aufs Deck, platzt auf wie eine überreife Melone und dann kommt einer zu dir und meint "So, jetzt kletter du ma da rauf"
Dem würde ich auch nen Vogel zeigen, Vorgesetzter hin oder her.

@blaablaa
Es heißt übrigens "Untergebene" und nicht "Untersetzte". Letzteres bedeutet was ganz anderes.

Btw waren diese Jungsoldaten erst den 2. Tag auf dem Schiff, sollten WIRKLICH direkt nach dem Unfall dort rauf und standen vermutlich unter Schock.
Die Bundeswehr selbst spricht übrigens nicht von Meuterei, sondern von Befehlsverweigerung.

[ nachträglich editiert von Maniska ]
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20.01.2011 10:19 Uhr von gugge01
 
+4 | -1
 
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Wenig überraschend! Die Bundeswehr hat kein Problem mit der „inneren Führung“, das Problem der Bundeswehr ist die das System der „innere Führung“!

Solange der kalte Krieg noch herrschte war das „System“ der inneren Führung nur auf unwesendliche Bereiche bezogen und hatte dort schon völlig versagt!

Die innere Disziplin vieler der Truppenteile war sch damals schon grenzwertig und hätte bei einem überraschenden bewaffneten Konflikt zu katastrophalen Verlusten geführt.
Dieser Zustand ist im wesendlich auf die politische und bürokratisch Klientel bezogene Personalpolitik zurückzuführen. Von der Pest der Zivilen Beamten ganz zu schweigen!

Das ist aber kein neues Problem, jede Armee die keine realen Gefechte bestreiten muss degeneriert ab der dritten Generation.

Das war in OSTEN nicht viel anders aber die "Parteibuch"- Offiziere wurden im wesendlichen in politsche Abteilungen entsorgt wo sie sich gegenseitig in den Wahnsinn treiben konnten! Von den technischen Spezilalisten die die Finger direkt an den etwas größeren Abzügen hatten wurden diese ferngehalten !

Das Problem der Truppe in der heutigen Zeit wird dadurch verschärft das die interne Disziplin in der Ausbildung und Einsatz durch Quotenreglung und PC nicht oder nur zögerlich durchgesetzt wird. Aus dieser Kollision von Realität und ideologischer Traumtänzerrei entstehen interne Konflikte die für die Soldaten teilweise bedrohlicher sind als die militärischen Gegner.
Dieser Umstand führt zu Toten die durch unbedingte Disziplin gründliche Ausbildung und fortwährendes Training vermeidbar sind!

---- dazu gehören auch Revierreinigen und Wachdienst durch den gesammten Personalbestand!!!!!!!! -----

Und zum Thema Marine - Ausbildung. Die Schulung auf den Segelschiffen ist in erster Linie dazu da den Anwärtern durch praktische Herauforderung klar zumachen wie einen Mannschaft als Gruppe funktioniert und gemeinsam ein ziel zu errichten ist!
Weiterhin soll die Verantwortung des einzelnen für den Frau /Mann neben sich und allen anderen klar werden.
Das Aufentern in die Wanden ist einen gute Übung zu Überwindung eigener Ängste und soll befähigen bei Notwendigkeit bewusst und ziel gerichtet zu handeln!

Wer seien Ängste nicht im griff hat darf niemals einen Kommandoposition innerhalb eines Verbundwaffensystems begleiten das ganze Städte einäschern kann!

Zum Vorfall:
- Befehlsverweigerung durch Verweigerung von Ausbildung ….?Meuterei? JA

- Befehlsverweigerung wegen ungerechtfertigter Gefährdung von Schiff und Mannschaft ohne Notwendigkeit ….?Meuterei? VERHANDLUNSSACHE



Ach ja wegen „veraltet“ und so, in der französisch Armee darf z.b nur der Offizier werden der wenigsten einen Ausbildungsgrad mit einer Klingenwaffe erwirbt und mit einen Pferd durch eine Parkour - Prüfung reiten kann!
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20.01.2011 10:30 Uhr von Moriento
 
+1 | -4
 
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Hm, seltsam: Einige scheinen bewusst zu ignorieren, dass niemand unter Druck gesetzt werden darf, damit er in die Takelage geht. Heute ist dieses Risiko einfach komplett unnötig, denn nach der Ausbildung tun diese Offiziere ihren Dienst garantiert nicht auf einem Segelschiff. Solche Sachen sollte man heute Seeleuten überlassen, die schwindelfrei sind, keine Höhenangst haben, und bereits im Klettern Übung haben. Durch schwachsinnige Vorgesetzte mit Allmachtsphantasien und Komplexen kommt es andauernd zu tragischen "Unfällen", die eigentlich hätten vermieden werden können. Das geht so lange, bis etwas handfestes die entsprechenden Dinge komplett verbietet. Was ich da in meiner Dienstzeit schon alles mitbekommen habe ... Das war natürlich zu Zeiten des Wehrdienstes ein besonderes Problem, hoffentlich ufert das in Zukunft nicht noch wie in den USA aus.
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20.01.2011 13:40 Uhr von denksport
 
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Mutig oder leichtsinnig? Wenn gefährliche Befehle weiterhin angeordnet werden, die schon zu einem Todesopfer geführt haben, und das Besteigen der Takelage freiwillig ist - dann ist es sicherheitsbewusst, nach einem erlebten Todefall einen Befehl unter den gleichen Bedingungen zu verweigern.
Was hat man davon, wenn sich die Soldaten selber gefährden?
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20.01.2011 20:10 Uhr von CoffeMaker
 
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"Die Bundeswehr selbst spricht übrigens nicht von Meuterei, sondern von Befehlsverweigerung."

Ist im Prinzip das gleiche. Befehlsverweigerung hieß es beim Heer, Meuterei bei der Marine.

Die Armee ist kein Zuckerschlecken, da kann es zu Unfällen kommen. Die Befehlsverweigerung der Kadetten dürfte klar machen das sie nicht für diesen Job geeignet sind. Im Ernstfall stirbt mehr als ein Mensch in der Nähe, wenn man dann den Kopf verliert und handlungsunfähig wird sollte man den Beruf wechseln, weil dann wird man zur Gefahr für die eigenen Leute wo sich jeder auf jeden verlassen muss.
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21.01.2011 07:35 Uhr von denksport
 
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Versenken: Heute werden Segelschiffe nicht mehr für Kriege benutzt.
Die Gorch Fock muss deshalb ins Museum, oder versenkt werden.

Evtl. kann man die ja nach Arabien an irgendeinen Ölscheich verkaufen oder gegen ein Motorboot tauschen. Damit unsere Marine sich nicht immer wieder blamiert, wenn die mal mit richtigen Schiffen hantieren müssen.
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22.01.2011 22:25 Uhr von CoffeMaker
 
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"Heute werden Segelschiffe nicht mehr für Kriege benutzt.
Die Gorch Fock muss deshalb ins Museum, oder versenkt werden."

Schon mal was von Tradition gehört?
Es ist schön das wenigstens die Marine noch ein bischen Tradition hat.

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