Istanbul: Proteste zum vierten Jahrestag der Ermordung von Hrant Dink
Am heutigen Tag jährt sich die Ermordung des armenischstämmigen Journalisten, Hrant Dink, durch einen Rechtsnationalisten zum vierten Mal. Zu diesem Anlass demonstrieren wieder Freunde und Verwandte des Opfers in der Istanbuler Innenstadt, vor allem um endlich eine Aufklärung des Mordes zu erreichen.
Trotz zahlreicher Hinweise fällt es den Behörden schwer, die Hintergründe der Tat aufzuklären. Das Europäische Menschenrechtsgericht urteilte bereits über die Nachlässigkeiten und Versäumnisse der türkischen Behörden im Zusammenhang mit Hinweisen auf eine Beteiligung von Sicherheitskräften.
Hrant Dink wurde von dem damals minderjährigen Ogün Samast erschossen, der jedoch nun sogar auf baldige Freilassung hoffen darf. Dink forderte die Anerkennung des türkischen Völkermordes an den Armeniern und wurde daraufhin sogar wegen "Beleidigung des Türkentums" verurteilt.