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Greenpeace-Studie: Fast 100 Prozent Ökostrom bis 2050 möglich

Greenpeace hat eine Studie zur Entwicklung des Ökostroms in Europa vorgelegt. Demnach könne der Anteil bis zum Jahr 2050 auf 99,5 Prozent steigen. Die nötigen Investitionen würden sich auf 100 Milliarden Euro belaufen.

Der Aufbau von Infrastruktur und Netzen soll laut der Studie in den nächsten Jahren etwa 70 Milliarden Euro kosten. Ein Anteil von 68 Prozent erneuerbarer Energien sei in 20 Jahren möglich.

Die Regierungen der EU müssten politische Entscheidungen treffen, damit der Ökostrom bevorzugt werde. Bisher werden Windräder zu Spitzenzeiten gestoppt, um den Strom herkömmlicher Kraftwerke durchzuleiten.


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WebReporter: MasterAK
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Studie, Prozent, 100, Strom, Greenpeace, Ökostrom
Quelle: www.welt.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.01.2011 16:53 Uhr von anderschd
 
+8 | -1
 
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Schon merkwürdig. Die Grünen hatten die Chance, einen großen Schritt in Richtung dieses Traums zu tun, als sie nämlich in der Regierung standen und nichts für sauberen Wasserstrom aus Norwegen taten.
Warum nicht? Greenpeace sollte mal da nachfragen.

[ nachträglich editiert von anderschd ]
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18.01.2011 17:37 Uhr von Tleining
 
+7 | -0
 
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@ sosoaha: Dir ist aber schon klar, dass Leute die bei Ökostrom nicht sofort HURRAH schreien, nicht automatisch Atomstrom toll finden, oder?
An der Kritik ist schon was dran. Selbst wenn der Ausbau so wie von Greenpeace gewünscht abläuft, und der Strom bezahlbar ist, viele Leute müssen dann massiv an ihren Gebäuden Sanierungen durchführen, damit die Bilanz der Studie aufgeht. Hinzu kommt, dass diese Studie eines massiv vernachlässigt. Nämlich die Zuverlässigkeit des Stroms. Laut Studie sollen etwa 54% des Stroms durch Windkraft (On- und Offshore) entstehen. Was passiert bei Windstille?
Knapp 11% Fotovoltaik. Und in der Nacht?
Letzlich müssen die Stromanbieter dann weiterhin alte Kraftwerke bereithalten, damit konstant Strom vorhanden ist. Die müssen natürlich neben den Ökostrom-Anlagen bereitgehalten und bezahlt werden. Und schon stürzt das Kartenhaus zusammen.

Ein weiteres Problem wird die zentralisierung. Momentan haben wir ein gutes, weit verzweigtes Stromnetz. Wenn da ein Mast kaputtgeht, führt das nur zu einzelnen Gebieten ohne Strom. Wenn jetzt aber der Hauptteil des Stroms von Nord-/Ostsee kommt, und in der Verbindung ein Fehler auftritt, ist entweder halb Deutschland ohne Strom, oder wir beziehen den sauberen Atomstrom unserer Nachbarn. Tolle Lösung.

Versteht mich nicht falsch, Ökostrom ist eine tolle Idee, die ganzen Möglichkeiten sind aber noch nicht ausgereift, da muß noch viel mehr geforscht werden, bevor 100% Ökostrom gefordert werden kann.
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18.01.2011 17:41 Uhr von WO4y9mgwZ
 
+2 | -0
 
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Ach was, wer braucht das schon, zahlen wir das Geld lieber den Griechen....
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19.01.2011 03:32 Uhr von cav3man
 
+1 | -0
 
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Nicht bezahlbar: Hmm komisch... also ich bin ein armer Student... beziehe Ökostrom/Biogas, kaufe Bio Produkte und komm damit ganz gut über die Runden...

Klar wenn man keinen Bock hat, kanns auch nicht funktionieren. Viele Leute verbrauchen auch viel mehr Strom als sie eigentlich brauchen weil sie zu Faul sind mal zu ckecken wo sie Sparen können. Als ich zu Ökostrom gewechselt bin hab ich einfach mal geguckt wo ich Strom sparen kann... und siehe da... aufgrund meiner nun effizienteren Nutzung ist mein monatlicher Abschlag sogar niedriger als vorher und ich muss auf nichts verzichten.

Kühlschrankeinstellungen optimiert: -40%
Waschmaschineneinstellungen optimiert: -60%
Rechner und Fernseher umkonfiguriert: -30%
Standbygeräte werden abgeschaltet, Glühbirnen durch ESL/LED ausgetauscht, kein Gerät wird sinnlos eingeschaltet... insg. verbrauche ich nun anstatt von 1400Kwh nur noch 950 Kwh pro Jahr.

Das gleiche gilt für Biogas (100%), wobei das wirklich Schweineteuer ist und hier mein Abschlag gestiegen ist.

Aber mit dem reduzierten Stromabschlag bin ich fast wieder bei +- NULL

Mit dem Bioessen isses dann zwar wieder teurer geworden und ich kann im Monat vielleicht ein Wochenende weniger Party machen... aber das kommt nur meinem Studium zugute und ich hab ein gutes Gefühl dabei den Planeten nicht auszubeuten...
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19.01.2011 03:50 Uhr von Weltenwandler
 
+1 | -0
 
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Greenpeace: waren das nicht auch die Leute die es für eine gute Idee hielten sich mit ihrem Paddelboot einem Kriegsschiff entgegenzustellen?

Naja, Strom aus erneuerbaren Quellen ist ja durchaus eine Überlegung wert, doch derzeit und wohl auch in naher Zukunft werden diese Technologien mehr als Unterstützung eingesetzt. Es gibt keinerlei praktische Beispiele von Industrieländern die ihr Hauptenergienetz nahezu ausschließlich aus "Öko"Strom beziehen. Es ist daher doch schon fragwürdig ob die reinen Zahlen dann auch praktischer Umsetzbarkeit entsprechen. Abgesehen davon denke ich nicht das riesige Werke die enorme Energiefresser sind wie Plastikfabriken oder vitale Gebäude wie Krankenhäuser auf Notstromgeneratoren mit Diesel verzichten werden. Bei Stromschwankungen, was bei Wind und Sonne zwangsläufig der Fall sein wird, können solche Einrichtungen auch erheblichen Schaden nehmen.
Es ist schon so das die Forschung auf dem Gebiet des erneuerbaren Storms sabotiert wird, doch das ist ja ein politisches Problem das sich nicht in einem Vakuum lösen lässt wie es Greenpeace darstellt. Auch wenn es Greenpeace vielleicht nicht bewusst ist, nicht die ganze Welt dreht sich um Umweltschutz und Energiepolitik und dieser Aspekt wird nicht immer mit dem Elan berücksichtigt werden wie es vielleicht angebracht wäre...
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19.01.2011 19:13 Uhr von cav3man
 
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Sylar: Das hab ich auch nicht ;)
Ich hab den billigsten Kühlschrank den ich finden konnte...

aber viele Leute/Hersteller stellen ihren Kühlschrank zu kalt ein, oder schleudern bei unnötig hoher Drehzahl oder waschen bei unnötig hoher Temperatur.

Beim Kühlschrank reichen 6-7°C vollkommen. Meiner war vom Werk aus auf 3°C eingestellt.
Mit dem richtigen Waschmittel reichen 20-30°C Waschtemperatur vollkommen aus damit die Wäsche sauber wird. Genauso braucht kein Mensch 1400 UPM... und und und...

Wie gesagt informieren und ausprobieren. Ich hab mir dazu ein Leistungsmesser für nen 10er gekauft...
Wie gesagt wenn man keinen Bock hat gehts nicht ;)

Das seh ich an meinen Eltern. Die verbrauchen über 5000 kwh (haben allerdings auch elektrische Wasserboiler) pro Jahr da krieg ich immer einen Schlag. Aber ändern wollen sie nichts... ist zu anstrengend. Da zahlen die lieber hunderte von Euros pro Jahr zuviel.

[ nachträglich editiert von cav3man ]

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