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Tunesien: Schwedische Jäger fast gelyncht (Update)

13 Jagdtouristen aus Schweden sind in der tunesischen Hauptstadt Tunis von Angehörigen einer "Bürgermiliz" angehalten und zum Teil schwer misshandelt worden. Die Gäste aus dem Hohen Norden hatten zunächst ihre Maschine in die schwedische Heimat verpasst. Danach fassten sie einen Entschluss.

Verteilt auf vier Fahrzeuge fuhr die Jagdgruppe durch die Stadt, die sich zu diesem Zeitpunkt im Ausnahmezustand befand. Ihre Jagdwaffen hielten sie während der Fahrt auf ihren Knien griffbereit. Während eines der Fahrzeuge ohne Stopp zu einem Hotel fuhr, hatten die anderen Probleme.

Ein Taxifahrer alarmierte die Polizei, weil er die Schweden für Heckenschützen hielt. Zwei andere Fahrzeuge gerieten in eine der vielen Straßensperren in der Stadt. Hier wurden die Schweden am Boden liegend vom Mob mit Tritten bedacht. Dabei wurden sechs Touristen verletzt.


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WebReporter: Rheinnachrichten
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Politik, Polizei, Jagd, Jäger, Urlauber, Tunesien
Quelle: www.spiegel.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.01.2011 15:04 Uhr von Bokaj
 
+12 | -7
 
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Ja klar, sie wollten sich nur etwas die Zeit vertreiben und die Bürger eines Landes mit Waffen beobachten.

Mein Gott, dass Land ist in einem Ausnahmezustand und die Bürger fühlen sich bedroht. Da fehlen gerade solche gelangweilten Touristen.
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17.01.2011 15:14 Uhr von quade34
 
+4 | -6
 
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denen ist wohl die: Hitze zu viel im Kopf. Zurück in die kalte Heimat. Solche Blödmänner aber auch. Das die in diesem Land überhaupt mit Waffen unterwegs sein durften ist schon verwunderlich.

[ nachträglich editiert von quade34 ]
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17.01.2011 15:16 Uhr von kowalsk1
 
+13 | -4
 
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wobei sich mein mitleid für jagdtouristen sehr in grenzen hält
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17.01.2011 15:31 Uhr von DirtySanchez
 
+6 | -3
 
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Jäger halt. Egal ob die hier in den Wäldern rumspringen oder da drüben, da gibts immer nur Ärger.
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17.01.2011 16:26 Uhr von Dark_Apollo
 
+7 | -3
 
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Vermutlich waren die Schweden: hinter Warzenschwein her. Die sind in Afrika wie die Wildschweine in Europa teilweise eine Plage.

Mit dieser Aktion gegen Jagdtouristen schneiden sich die Tunesier ganz gewaltig ins eigene Fleisch. Nicht nur das der Tourismus am Boden liegt. Jagdtourismus bringt viel Kohle in Gegenden, wo sonst keine Touristen unterwegs sind. In Sachen Jagdtourismus gibt es natürlich große Meinungsunterschiede. Ich bin aber der Auffassung, das kontrollierte Jagd immer noch besser ist, als Wilderei. In diesem Falle waren die auch "nur" hinter Schweinen her.

Außerdem, wie blind muss man sein, daß man blondhaarige Jagdtouristen aus Schweden nicht mit dunkelhäutigen Scharfschützen aus dem eigenen Land unterscheiden kann? Und wer jetzt noch rummosert "selber schuld wenn man da hinfliegt wenn grade Ausnahmezustand ist" .... bitte die Quelle lesen, die Schweden waren auf dem Weg zurück. Die hatten leider nicht das Glück, wie normale Strandtouristen so schnell mal vom Hotel zum Flughafen kutschiert zu werden. Von der Wüste zum Flughafen dauert es wohl etwas länger. In diesem Fall galt die Regel: "Den letzten beißen die Hunde"
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17.01.2011 16:34 Uhr von ElChefo
 
+4 | -3
 
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Also jetzt mal realistisch betrachtet:
Ich mache in einem Land Urlaub.
Ich gehe dort vielleicht auch zur Jagd - wenn das nun mein Hobby ist, ist das meine Sache.
In meinem Urlaubsland kommt es zu Unruhen und ich verpasse den "Fluchtweg".
Nun bin ich also gezwungen, irgendwie auf anderem Wege mich aus dem Staub zu machen.
Frage: Nehme ich meine Waffe mit, wenn auf den Strassen die Hölle los ist und sich alle miteinander bekriegen und plündernde, bewaffnete Horden durch die Strassen ziehen?

...natürlich.

Irgendwie fragt sich hier auch keiner, was das für "Bürgermilizen" sind. Ich mein, wenn die Polizei sie festgenommen hätte, okay, aber ein Lynchmob?
Wie es scheint, haben hier einige ein recht revolutionäres Rechts- und Gerechtigkeitsverständnis.
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17.01.2011 17:48 Uhr von shadow#
 
+1 | -5
 
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Mal eine wilde Vermutung: Ohne Waffen wäre ihnen rein gar nichts passiert!
Nach Gerüchten, dass Terroristen aus Taxis auf Zivilisten schießen kann sowas schon mal passieren...
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17.01.2011 19:33 Uhr von Phone7
 
+1 | -3
 
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Jäger: oder Aufrührer die einwenig mehr für Unruhe sorgen wollten ?
Warum waren die ausgerechnet zu unruhigen Zeiten in Tunesien als Jäger unterwegs ?
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17.01.2011 20:50 Uhr von Götterspötter
 
+1 | -1
 
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Ja ja :) so schnell kann es gehen .... da wird der Jäger zum Gejagten :)
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18.01.2011 07:05 Uhr von CaptainFuture81
 
+2 | -0
 
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Alter wer jetzt nach Tunesien geht, dem ist nicht mehr zu helfen!
Tunesien Time!!!
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18.01.2011 12:15 Uhr von Seridur
 
+2 | -1
 
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jagdtouristen die mit den waffen aufm schoss durch ein krisengebiet fahren haben es echt nicht anders verdient. kamen sich wahrscheinlich noch richtig geil vor ...
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21.02.2011 19:31 Uhr von Jakko
 
+0 | -0
 
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Wäre: nicht schade drum gewesen.

Theodor Heuss, der als erster Präsident der Bundesrepublik Deutschland aus Repräsentationsgründen häufig an Diplomatenjagden teilnehmen musste, formulierte treffend:
»Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit.«

Die deutschen Jäger sollten auch an die geschichtliche Vergangenheit ihres Landes denken: Von Schusstürmen aus wurden auch bereits Menschen erschossen - nämlich in Konzentrationslagern und an der DDR-Grenze. Der Jäger ist in unserer Zeit der einzige, der auf lebende Ziele schießen darf - vom sicheren Schussturm aus. Im Unterschied zum Soldaten, dem meist ein ebenbürtiger Gegner mit gleichen Chancen gegenübersteht, ist der Jäger besonders feige: Er schießt nur, wenn sich das Opfer nicht wehren kann.

Unter Kultur versteht man »die Gesamtheit der geistigen und künstlerischen Lebensäußerungen ... eines Volkes« sowie »feine Lebensart, Erziehung und Bildung« (Vgl. Duden Band 5, 1982). Ob das Töten von Wildtieren dazu gehört? - Bestimmt nicht!
Dass Menschen sich das Recht anmaßen, Lebewesen, die genauso wie sie fühlen und Schmerz empfinden, um des Vergnügens willen zu töten, ist vom moralischen Standpunkt her absolut inakzeptabel.

Oft werden die Tiere nur angeschossen. Die Nachsuche dauert, sofern sie überhaupt erfolgt, Stunden und Tage. Bis zum tödlichen Schuss schleppen sich die angeschossenen Tiere stunden- oder tagelang mit zerfetztem Körper, heraushängenden Eingeweiden, gebrochenen Knochen auf der Flucht vor den Jägern durch den Wald. Auch vom Schrot der Jäger werden unzählige Tiere, besonders Wildvögel, zwar getroffen, sterben aber nicht gleich, weil keine lebenswichtigen Organe getroffen wurden. Oftmals verenden sie erst Stunden oder Tage später an ihren Verletzungen. Jede vierte Ente lebt mit einer Schussverletzung.
Bei angeblich »unversehrt fangenden« Kastenfallen gerät das gefangene Tier in jenem Moment, in dem der Kasten mit lautem Krach schließt, meist in Panik, bewegt sich heftig und verletzt sich infolgedessen oft schwer. So liegt das »Stück« (Jägersprache) blutig, von grausamen Schmerzen gepeinigt, nicht selten hungernd oder durstend Stunden, oft Tage in einer winzigen Kiste und wartet auf einen grausamen Tod.

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