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Von Nächstenliebe keine Spur: Ausbeutung bei der Diakonie

Mit dubiosen Methoden versucht die Diakonie offenbar, die Löhne zehntausender Angestellter zu drücken. Wie der "Stern" schreibt, werden die Beschäftigten unter anderem über eigene Zeitarbeitsfirmen zu niedrigeren als den üblichen Löhnen eingestellt.

Die Diakonie ist der Wohlfahrtsverband der evangelischen Kirche. Eine examinierte Altenpflegerin verdient nach zwei Jahren Berufserfahrung bei der Diakonie pro Stunde 14,28 Euro. Bei der Leiharbeitsfirma erhält sie nur nur 10,16 Euro - ein Minus von monatlich 640 Euro.

Durch ein ähnliches Vorgehen war vor einem Jahr die Drogeriemarktkette Schlecker in die Schlagzeilen geraten. Der Bundesverband des Diakonischen Werks kommentierte die Vorwürfe mit den Worten: "Alle diakonischen Einrichtungen müssen den Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Nächstenliebe aushalten."


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WebReporter: Chriz82
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Spur, Lohn, Ausbeutung, Zeitarbeit, Diakonie
Quelle: www.stern.de
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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.01.2011 07:40 Uhr von unomagan
 
+17 | -1
 
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Leider: nichts neues :(
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17.01.2011 08:52 Uhr von Bender-1729
 
+10 | -1
 
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Die Kirche ist auch nur eine große Firma mit Profitdenken.

Wer tatsächlich glaubt, dass es hier um Nächstenliebe und christliche Werte geht, der kann auch gleich an den Osterhasen glauben ...

Zum Thema Zeitarbeit hatte ich grade noch etwas bei einer anderen Nachricht geschrieben. Man kann es aber damit zusammenfassen, dass Zeitarbeit generell eine absolute Schweinerei ist und ich nicht verstehe, wie soetwas in einem Land wie Deutschland legal und zudem noch vom Staat gefördert sein kann?!

Hier muss sich dringend etwas ändern, oder wir landen über kurz oder lang alle in ähnlichen Arbeitnehmerverhältnissen wie es in Billiglohnländern der Fall ist!

[ nachträglich editiert von Bender-1729 ]
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17.01.2011 08:54 Uhr von Animus2012
 
+4 | -0
 
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wie: den osterhasen gibt es nicht?! oO

careful, mockery!!

[ nachträglich editiert von Animus2012 ]
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17.01.2011 09:32 Uhr von CommanderRitchie
 
+1 | -2
 
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Frage mich gerade wo sind sie denn, die ganzen Gutmenschen und "heile Welt"-Kommentarschreiber ??
Keine Argumente mehr - wie ?????
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17.01.2011 10:33 Uhr von Bender-1729
 
+4 | -0
 
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@ A_Peer_Rent: Genau das ist nämlich der Knackpunkt!

... aber wie gut, dass in Deutschland Kirche und Staat getrennt sind ...

[/Ironie off]
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17.01.2011 12:28 Uhr von Dracultepes
 
+7 | -3
 
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Die meisten sind lustig. Hier meckern und sich dann den Altenpflegedienst für Omma suchen der am billigsten ist.

Das Dumping findet doch nur statt weil wir die " Geiz ist geil" oh ne tschulligung" Geil ist geil" Mentalität fahren.
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17.01.2011 14:15 Uhr von DerMaus
 
+6 | -3
 
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Scheinheiliger Haufen! Wie die Kirche Menschen ´hilft´:

http://unfollowingjesus.com/...
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17.01.2011 17:58 Uhr von wordbux
 
+2 | -2
 
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@DerMaus: Du hast recht und ein Plus von mir.
Die Minusse sind bestimmt von Verblendeten ...
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17.01.2011 19:45 Uhr von Verfassungsschuetzer
 
+2 | -9
 
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Heuchler: Die Diakonie arbeitet kostendeckend. Wenn ihr höhere Löhne fordert, so fordert ihr zugleich den Abbau von Arbeitskräften und die Vernachlässigung von wirklich Bedürftigen. Was ist euch also wichtiger? Mehr $$$ für die Mitarbeiter oder Unterstützung für die Kranken???

Es lässt sich ja so schön auf die Kirche schimpfen, welche mit ihrer Diakonie den Kranken hilft, wenn man zugleich selbst keinen Finger rührt. IHR HEIDEN WIDERT MICH AN. Im Gegensatz zu euch tut die Kirche etwas! Und diese Hilfe ist nicht Selbstverständlich, selbst wenn sie teilweise durch Spenden finanziert werden. Oder würdet ihr sofort für einen Stundenlohn von 15€ alte Frauen und Männer waschen, füttern und pflegen?

[ nachträglich editiert von Verfassungsschuetzer ]
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17.01.2011 20:21 Uhr von httpkiller
 
+0 | -0
 
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Kommt mir bitte keinr mit Diakonie, habe da auch schon meine "Erfahrungen" ............
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17.01.2011 21:32 Uhr von zUWEndung
 
+2 | -0
 
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Leider wirklich nichts Neues...
Einerseits gibt es generell im Pflegebereich die Tendenz zu Dumping-Löhnen, andererseits werden die guten Absichten, der starke Glaube und/oder die Naivität von Menschen ausgenutzt. Ob es nun um wirklich aus Not zu sparen oder um mehr Profit zu erzielen passiert, sei dahingestellt.

Es ist leider oft viel zu teuer einem Pfelegebedürftigen die ihm zustehende Zuwendung und Pflege zukommen zu lassen.
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18.01.2011 07:48 Uhr von d-fiant
 
+0 | -1
 
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Als knapp 14 Euro die Stunde das ist brutto oder?
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18.01.2011 11:33 Uhr von Klecks13
 
+3 | -0
 
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@ Verfassungsschuetzer: "Oder würdet ihr sofort für einen Stundenlohn von 15€ alte Frauen und Männer waschen, füttern und pflegen?"

Würde die Diakonie 15€ zahlen, würde keiner hier meckern. Du hast nur leider eine winzige Kleinigkeit überlesen: Es geht hier darum, dass die Diakonie ihre eigene Zeitarbeitsfirma gegründet hat, um die 15€-Kräfte kündigen und über eben diese ZA-Firma für ZEHN EURO wieder einzustellen! Also die Pflegekräfte mit noch weniger abspeisen zu können. Und DAS ist die Sauerei an der Sache!
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18.01.2011 16:58 Uhr von Bender-1729
 
+3 | -1
 
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@ Verfassungsschuetzer: "Es lässt sich ja so schön auf die Kirche schimpfen, welche mit ihrer Diakonie den Kranken hilft, wenn man zugleich selbst keinen Finger rührt. IHR HEIDEN WIDERT MICH AN."

Bevor man die Klappe so dermaßen weit aufreißt, sollte man sich evtl mal informieren, wieviel Prozent der Kirchen-Gesamteinnahmen tatsächlich bei wohltätige Projekten ankommen. Du wirst erstaunt sein, dass z. B. von der Kirchensteuer weit weniger als 20 % in wohltätige Projekte fließen. Den Rest wirtschaftet die Kirche in die eigene Tasche (Gehälter, Gebäude, etc.)

Ich ziehe es daher beispielsweise vor, anstatt der Kirchensteuer einen monatlichen Betrag an die deutsche Krebshilfe zu spenden. Hier dürften die "Verwaltungskosten" nämlich weit weniger als 80 % betragen .... ich bin letztes Jahr aus der Kirche ausgetreten, da ich es nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren konnte, diesem Verein anzugehören.

Ps.: Weisst du was mich anwidert? ... Unwissen ...
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21.01.2011 15:35 Uhr von cheetah181
 
+0 | -0
 
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Verfassungsschuetzer: "Es lässt sich ja so schön auf die Kirche schimpfen, welche mit ihrer Diakonie den Kranken hilft, wenn man zugleich selbst keinen Finger rührt. IHR HEIDEN WIDERT MICH AN."

Du vergisst dabei wohl, dass die ~30% "Heiden" in Deutschland mit ihren Steuern im Endeffekt genauso für "kirchliche" Einrichtungen aufkommen wie die Gläubigen.

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