16.01.11 19:21 Uhr
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Fußball: Fan-Aufstand beim FC St. Pauli gegen Kommerzialisierung

Beim Fußball-Bundesligisten FC St. Pauli protestieren die Fans: Wegen der zunehmenden Kommerzialisierung rund um den Verein haben nahezu alle Fangruppen einen Protest organisiert, dem sich ungefähr zwei Drittel der Zuschauer beim Heimspiel gegen den SC Freiburg angeschlossen haben.

Zeichen des Protest war der Totenkopf auf rotem Grund sowie rote Kleidung überhaupt. In Anspielung auf plötzlich von Sponsoren präsentierte Mannschaftsaufstellungen waren Plakate zu lesen wie: "Dieser Protest wird ihnen präsentiert von: der Fanszene".

Die von der Gruppe "Sozialromantiker" ins Leben gerufenen Proteste sah auch Sportchef Helmut Schulte: "Wir sind hier am Millerntor. Das gehört dazu. Das Spiel soll ja bei uns im Mittelpunkt stehen, und das war auch so. Ich fand es sogar lebhafter, interessanter, lauter."


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WebReporter: urxl
Rubrik:   Sport
Schlagworte: Fußball, Protest, FC St. Pauli, Kommerzialisierung, Fanklub
Quelle: www.mopo.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.01.2011 19:21 Uhr von urxl
 
+10 | -14
 
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Bei den Fans geht es um Unsitten, die sicher in Hoffenheim normal sind: Leuchtbanden, auf die man kostenpflichtig SMS-Texte senden kann, sehr viele VIP-Plätze, wo Zuschauer vor dem Abpfiff gehen (ein NoGo am Millerntor), Mannschaftsaufstellungen, die von einem Sponsor präsentiert werden, ein widerliches "offizielles Vereinsgetränk" namens Kalte Muschi und Strip-Tänze in einer Loge. Und wenn St. Pauli mangels Geld absteigt, DAS GEHÖRT NICHT ANS MILLERNTOR!
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16.01.2011 20:05 Uhr von MrFloppy89
 
+10 | -7
 
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Tja Dann sollen sie halt absteigen, wenn sie keine Kohle haben. Wenn das deren Wunsch ist, dann soll es halt so sein...

Aber mal ernsthaft: wir sind nicht mehr in den 60er Jahren. Wir sind im 21. Jahrhundert... und hallo!? Kommerz wird großgeschrieben. Nichts geht mehr ohne Kohle. Diese Art von Sponsoring gehört einfach zu, so einfach isses.
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16.01.2011 20:13 Uhr von Darth Stassen
 
+3 | -7
 
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Man sollte sich immer vor Augen halten, um was es beim Fußball geht: Um das Spiel an sich. Daher kann es dem gemeinen Fan mMn vollkommen egal sein, ob da jetzt 5, 50 oder 5000 Werbebanden drumherum stehen.
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16.01.2011 20:34 Uhr von urxl
 
+9 | -11
 
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@Darth Stassen: Genau das ist der Punkt: Den "Sozialromantikern" geht es um das Spiel an sich! Deshalb keine "Präsentationen" von Ansagen, keine Leuchtbänder mit SMS-Texten "Hallo Pauli-Fans, total geile Stimmung hier", man geht nicht vor Spielende, man pfeifft die eigene Mannschaft nicht aus, ist zu Beginn der 2. Halbzeit wieder auf seinem Platz, es geht um Fußball und Fankultur.
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16.01.2011 21:02 Uhr von Darth Stassen
 
+6 | -4
 
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@urxl: Aber all diese Dinge, die du ansprichst, haben mit dem Spiel an sich nichts zu tun. Leuchtbänder und dergleichen kann man ignorieren, da es nicht auf dem Platz statt findet. Es ist ja nicht so, dass das Spiel pausiert werden würde, damit Werbung geschaltet werden kann.
Und Dinge wie das Gehen vor dem Spielende oder das Auspfeifen der eigenen Mannschaft haben mmn eher etwas mit Unhöflichkeit und dem Verfall der Tugenden denn mit der Kommerzialisierung des Sports zu tun.

[ nachträglich editiert von Darth Stassen ]
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16.01.2011 21:44 Uhr von sicness66
 
+7 | -0
 
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Die Gretchenfrage: Wenn der Club langfristig in der 1. Liga bleiben will muss er der Gelder wegen sich kommerzialisieren oder er bleibt sich treu und wird über kurz oder lang wieder den Weg nach unten antreten...
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17.01.2011 07:24 Uhr von urxl
 
+4 | -1
 
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@Darth Stassen: In meinen/unseren Augen ist die Werbung und das Verhalten der VIP-Zuschauer schon eine Beeinträchtigung. Das sehen übrigens nicht nur ein paar Spinner unter den Fans so, sondern viele. Der Aufforderung, mit roten Klamotten oder Schildern als Protest zum Spiel gegen Freiburg zu kommen, sind ca. 2/3 der Zuschauer gefolgt, obwohl das nur in Internetforen bekannt gemacht wurde und vermutlich nicht alle wussten. Wer ein vom Sponsor präsentiertes Eckballverhältnis möchte, kann in Hamburg zum H$V gehen, die stehen auf sowas.
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17.01.2011 11:32 Uhr von Gilbert_Berlin
 
+2 | -1
 
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Manchmal beschweren sich alle, dass die Fussball-Spieler zu viel Geld "in den Arsch geschoben bekommen", manchmal sind Fußballer bescheuert, wenn Sie nicht mit dem Kommerz mit schwimmen...Alter, man muss sich doch nicht alles irgendwie zurechtlegen?
Ich bin Berliner und demzufolge kein St.Pauli-Fan ;) Aber ich find´s schön, dass sich da draußen jemand noch nicht verkaufen will.
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17.01.2011 12:44 Uhr von Jekylla
 
+2 | -0
 
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Leider nicht verstanden: weil auch durch die Presse nur sehr mangelhaft transportiert, wird hier, dass nicht einmal FC Sankt Pauli-Fans so blauäugig und verblendet sind, zu glauben, dass es ohne Kommerz im Profifussball geht.
"Wir" wissen das, uns geht es um die Grenzen.

Und es ging auch nicht nur um den Kommerz, aber natürlich wird auch das Kommerz-Sportfernsehen nicht wesentlich dazu beitragen, das Thema anzufassen, wie man an der Berichterstattung sieht, die wohlweislich so rasch wie möglich über das Ausmass der Teilnahme hinweggeblendet hat.

Und wenn wir wieder absteigen, steigen wir eben wieder ab. Und irgendwann wieder auf. Und so weiter.
Im Gegensatz zu den Fans vieler anderer Vereine tut das unserer Zuneigung zum Verein keinen Abbruch.
Der Vereinsleitung ist das bekannt.
Kommentar Helmut Schulte: "Wir sind am Millerntor. Da ist das eben so."

Eben.
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17.01.2011 13:59 Uhr von TickTickBoom
 
+1 | -0
 
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Wenn ich denn auch mal Aaalso, bin Ex-Dortmunder - ja, da wo der Verein an der Börse notiert ist.

Nu (seit 1996) bin ich hier am schönen Millerntor, und möchte eine ähnliche Scheisse hier nicht erleben.
Deshalb - DANKE für die Aktion vom Samstag!

PS: Die Böller waren zu laut - die Schildkröten haben sich erschreckt! Also sowas... ;-)

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