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Berlin: Bundespräsident eröffnet neue Ausstellung zur "DDR-Staatssicherheit"

Das Ministerium für Staatssicherheit war die Speerspitze des ehemaligen DDR-Unrechtsstaates. Am heutigen Samstag hat Bundespräsident Christian Wulff eine neue Ausstellung eröffnet, die genau das in Erinnerung rufen will. Wulff kritisierte bei der Eröffnung die zunehmende "Verklärung" der DDR.

Aus Sicht des deutschen Staatsoberhauptes sei es "erschreckend, wie verklärend heute rückblickend auf die DDR schauen". Zwar habe es auch den Alltag in der DDR gegeben, die Stasi sei jedoch immer "präsent" gewesen, mahnte Wulff.

Die Dauerausstellung ist ab sofort in der Zimmerstraße im Bezirk Mitte zu sehen. Die Ausstellungsfläche befindet sich an historischer Stelle, in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Grenzübergang Checkpoint Charlie. Zugleich dankte der Bundespräsident denjenigen, die sich um Aufklärung bemühen.


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WebReporter: Rheinnachrichten
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Berlin, Ausstellung, Bundespräsident, DDR, Christian Wulff, Stasi, Staatssicherheit
Quelle: www.tagesspiegel.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.01.2011 19:24 Uhr von Rheinnachrichten
 
+4 | -5
 
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Eine Ausstellung, die wohl überfällig war. In einer Zeit, in der die Regierenden in Berlin von beiden Seiten (links wie rechts) unter Beschuss genommen werden, dürfte es für einige durchaus interessant sein zu sehen, was ein Unrechtsregime (ich habe da keine Zweifel, dass dies so ist) egal mit welcher ideologischen Rechtfertigung im Leben der normalen Menschen bewirkt.

Da ist mir dieses System trotz seiner Schwächen um Einiges lieber.
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15.01.2011 22:50 Uhr von CoffeMaker
 
+7 | -8
 
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Hmm... ist aber komisch. Ich bin in der DDR aufgewachsen und hatte nicht das empfinden das es ein Unrechtsstaat war, mal von der eingeschränkten Reisefreiheit und fehlender Coca-Cola mal abgesehen. In meinem Bekanntenkreis hab ich auch mal rumgefragt ob denen was unrecht geschehen ist, auch nichts gewesen. Ich denke da wird wieder stark übertrieben, ist einfach nur Propaganda.

Aber was ich genau weiß, die Stasi war nie allgegenwärtig, das können die knicken. Ich hab Sachen gemacht da wäre ich in Bautzen gelandet, da dies nicht der Fall war können also nicht überall Stasispitzel gewesen sein :D

[ nachträglich editiert von CoffeMaker ]
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15.01.2011 23:22 Uhr von alles-nichts-oder
 
+5 | -7
 
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Da wollen: uns die Wessis wiedermal unsere Vergangenheit erklären. Und nun nochmal, die Stasi war nicht überall und man ist fürn Honni oder Stalin-Witz auch nicht in den Knast gekommen. Die haben einfach nur ne Scheißangst, weil viele Leute sich inzwischen noch schlechter behandelt fühlen als wie zu DDR zeiten. Und was nutzt einen die Reisefreiheit wenn man kein Geld dafür hat?
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15.01.2011 23:48 Uhr von realsatire
 
+4 | -5
 
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Naja, als Wessi kann ich das nur aus Erzählungen: anderer und wenigen Besuchen beurteilen.
Aber damals gab es meines Wissens keine Polizisten die einfach mal so mit Maschinenpistolen in der Bahn oder auf öffentlichen Plätzen unterwegs waren.
Oh, stimmt, das ist ja wegen der Terrorgefahr vom Volk, oder??
Abhören und sonstige Verletzungen der Post/Briefgeheimnisse, Bespitzelungen (Bundestrojaner) sind auch nicht weniger geworden.
Für die falschen Worte kann man auch heute schnell ins Gefängnis kommen. Wobei damals gab es meines Wissens keine Verletzten bei Demos, ob die dortigen Polizisten keine Prügelanweisung von Oben bekommen hatten?
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16.01.2011 01:13 Uhr von CoffeMaker
 
+3 | -3
 
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@Harun-Al-Radschid

Eyhm..... das passiert doch alles jetzt und wir haben keinen Kommunismus :D

@BastB nö, man musste nicht den Einheitsbrei mitmachen, wenn man es begründen konnte. Man konnte auch offen kritisieren, erst wenns darum ging mit der Kritik andere aufzuhetzen wurde eingegriffen.
Und wie ich schon schrieb, ich hab Dinge gemacht für die ich in den Knast gekommen wäre wenn das ein Stasispitzel gesehen hätte. Und später in der NVA haben wir uns gegenseitig mit "Kommunistenschweine" betitelt- da ist auch keiner abgegangen. Wenn du damals bei uns auf den Flur mal zugeguckt hättest was da abging hättest du nicht geglaubt in der Armee eines kommunistischen Landes zu sein, eher so Richtung Wehrmacht :D

Ich denke das ist auch abhängig von den Menschen gewesen. Das System verführte Leute dazu sich durch Schikane hochzuarbeiten oder private Angelegenheiten zu "bereinigen". Nicht jeder der bei der Stasi gewesen ist hat bei dem kleinsten Pup gegen das System eine Meldung geschrieben. Das ist Quatsch.

@Fox70
"Ich bin auch in der DDR aufgewachsen und lieber würde ich mein Leben im afrikanischen Dschungel verbringen, als wieder in der DDR leben zu müssen."

Stimmt, Hilfsarbeiter hatten nichts zu lachen und sind scheiße bezahlt worden. :)

[ nachträglich editiert von CoffeMaker ]
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16.01.2011 11:00 Uhr von nohbgub
 
+1 | -0
 
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astB oder auch Fox70
16.01.2011 00:17 Uhr von mcmoerphy

@CoffeMaker
16.01.2011 01:39 Uhr von Fox70

@mcmoerphy
16.01.2011 00:38 Uhr von Fox70

@mcmoerphy
16.01.2011 00:23 Uhr von BastB

usw. warum ???
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16.01.2011 12:52 Uhr von realsatire
 
+3 | -2
 
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Komisch, viele scheinen die Realität nicht zu sehe: 1953 gab es die blutige Zerschlagung der Demo in der DDR, auch im Westen gab es früher viele Gewaltakte der Obrigkeit.
Nur die Steigerung der Überwachung und auch (siehe S21 und auch andere durch Agent Provocateure angeheizte Demos) Gewalttätigkeit auf Befehl der Obrigkeit gibt es aktuell mehr denn je.
Wenn 1989 ähnlich bei den auch friedlichen Demos wie 2010 erfolgt wären, wäre wohl einiges anders gelaufen.
Immerhin kam kein Ruf nach den Mauertoten, dabei wird nämlich immer gern vergessen das eine Grenzüberschreitung in jedem Land zum Schußwaffengebrauch führen kann.
Hart gesagt ist der Zustand der heutigen Zeit in Punkto Freiheit nicht besser als in der DDR.
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17.01.2011 15:46 Uhr von Enny
 
+2 | -0
 
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Bla Bla: Der sülzt nur rum.
Man erkennt sofort das der nicht aus der DDR kommt.

"Zwar habe es auch den Alltag in der DDR gegeben..."

An Inkompetenz nicht zu übertreffen. Der ist so peinlich. Den kann man nicht ernst nehmen. DummWessi nennt man sowas.
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30.01.2011 19:28 Uhr von skipjack
 
+1 | -0
 
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DDR-Sicherheit damals und heute: wird sich wohl nicht viel geändert haben...

>Schluss mit dem unterdrücken von Fakten, egal aus welcher Schicht, sonst haben wir das Wort DDR nie wirklich begriffen...

>>Alleine das vertuschen von IM Erika...
Ich wollte es auch nicht glauben, dass sowas auf Westboden immer noch möglich ist...

>>>Es bleibt doch letztendlich nur eine Frage:
Ist die Stasi nun Geschichte, oder hat das Kind nur einen anderen Namen und/oder Beförderung bekommen???
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15.02.2011 12:08 Uhr von DEMOSH
 
+1 | -0
 
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Stalinisten und Kapitalisten sind gleich: war früher als wessi viel in der ddr.
konnten an den seeen bei brandenburg überall sich
aufhalten.
die merkel durfte als im erika überall hinreisen.
russland,bdr,amerika und-und-und
ihr stalinistischer vater war ihre garantie.
heute hat jedes arschloch am jeden weg ein verbotsschild stehen.
gab es früher nicht.
das ist reisefreiheit.
die mich damals bespitzelt haben, sind heute in der CDU.
Sind von Schäuble reingewaschen worden.

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