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Heikles Thema im Bundestag - Reform in Sachen Organspende soll kommen

Der deutsche Bundestag steht vor einer ethisch schwierigen Entscheidung in Sachen Organspende. Volker Kauder (CDU) forderte, dass man den Organspendeausweis abschaffen könne und eine Bereitschaft zur Spende im Ausweis oder Führerschein integrieren könne.

In Deutschland warten Zehntausende Menschen auf ein Spenderorgan. Von diesen warten Tausende vergeblich. Jetzt sollen die Bürger einmalig im Leben nach ihrer Bereitschaft gefragt werden und entscheiden, ob sie Organspende wollen oder nicht.

Kauder vertritt aber auch die Meinung, dass man die Regelung anderer Länder übernehmen könne. Dort gilt die Widerspruchslösung. Sprich: Wer der Spende nicht widerspricht, stimmt automatisch zu. Kommende Woche soll es zu ersten Gesprächen über einen Gesetzesentwurf kommen.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Bundestag, Reform, Thema, Organspende
Quelle: www.aponet.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.01.2011 15:06 Uhr von Borgir
 
+7 | -6
 
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Fände ich nicht mehr als richtig. Die Widerspruchsregelung wie in anderen Ländern wäre die wohl unbürokratischste Lösung des Problems. Wer nicht will soll das Kund tun und fertig.
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15.01.2011 15:28 Uhr von chefcod2
 
+6 | -2
 
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ich: habe seit einiger Zeit nen Zettel im Geldbeutel, wo ich mich als Organspender vermerke, samt Unterschrift, das ganze bringt aber warscheinlich nichts. Aber extra einen Ausweis anfertigen zu lassen, ist mir und das geb ich offen zu, viel zu umständlich.

Ich wäre deshalb auch dafür das man automatisch Organspender ist, sofern man keinen Widerspruch einlegt.
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15.01.2011 15:32 Uhr von artefaktum
 
+9 | -4
 
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Wer der Spende nicht widerspricht, stimmt automatisch zu?

Sehr fragwürdige Praxis. Einen Vertrag schließe ich ja auch nur dann ab, wenn ich zustimme und nicht, wenn ich mich dazu gar nicht äußere.

Vielleicht hinkt der Vergleich etwas aber vergleichbar ist das schon. Hier geht es ja auch um eine juristische Frage.
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15.01.2011 15:43 Uhr von fallobst
 
+7 | -3
 
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@ artefaktum: das ist keine fragwürdige praxis, sondern sollte schon lang gang und gebe sein. unglaublich, dass das von der cdu kommt, aber egal. das ist die beste lösung. die meisten leute sind genau wie ich für organspende, nur zu faul so ein ding auszufüllen und immer mit sich rumzuschleppen. hab schon genug krempel in der brieftasche. eine reine bequemlichkeit, die viele menschenleben kostet. und es nutzt auch nicht die leute dazu aufzurufen, denn die eigene bequemlichkeit werden die leute nicht durch gute worte überwinden.

anstatt dass die politiker sich einen neuen quatsch einfallen lassen, um uns mehr geld abzupressen und dieses dann an alle herren länder zu verschenken, sollten die AUSNAHMSWEISE mal was vernünftiges wie das hier machen... aber ich träume ja wieder...

aber hier im mecker-weltmeister-land wird sowas fortschrittliches eh nicht in den nächsten 20 jahren passieren.
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15.01.2011 15:55 Uhr von maretz
 
+5 | -9
 
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@autor: warum soll ich mich melden müssen wenn ich etwas nicht will?!? Wenn du im Supermarkt bist - musst du dann auch sagen was du nicht willst? An der Tankstelle - musst du reinlaufen und sagen das der Tankwart NICHT für dich tanken soll? Wenn du das vergißt / nicht machst dann zahlst halt?

Ich habe keinen Organspendeausweis. Und ich will auch keinen. Das hat nichts damit zu tun das ich ein Problem damit hätte das jemand (nach meinem Tod) mit dem Organen noch was anfangen kann. Im Gegenteil - ich wäre froh wenn das so wäre. ABER: Ist dir mal aufgefallen das jemand der Prominent ist zufällig immer ganz weit oben auf den Listen steht? Ist dir aufgefallen das jemand mit Geld weit oben steht? Glaubst du da an einen Zufall? Ich nicht. Und ich bin der festen überzeugung dass das Leben von einer Frau Merkel nicht wichtiger ist als das eines 12jährigen Kindes oder eines 30 jährigen Mannes den einfach keiner kennt. Ich glaube nicht das ein Sportler, ein Konzernboss oder sonstwas wichtiger ist als nen Mensch der einfach nur jeden Tag brav seine 8h arbeitet. Trotzdem werden diese Menschen bevorzugt... Und DAS sehe ich nicht ein. Nur weil jemand da nen 1000er mehr bezahlt / bezahlen kann steht der vorne?

Und jetzt soll ich aktiv wiedersprechen müssen wenn ich mich dafür nicht hergeben will? Mit welcher Begründung? Und wenn man diesen Ansatz schon umsetzt - dann bitte duach durchgehend. Wenn ich vom Staat Geld bekomme (Zuschüsse, Lohnsteuerrückzahlung o.ä.) dann müssen die bitte auch einführen das ich aktiv wiedersprechen muss - sonst bekomm ich das automatisch...
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15.01.2011 16:00 Uhr von Borgir
 
+7 | -3
 
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@maretz: in Anbetracht der Tatsache, dass sich sehr sehr sehr viele Menschen für eine Organspende aussprechen aber keinen Ausweis bei sich tragen (warum auch immer) ist diese Regelung die Beste die man sich denken kann. Vor allem unbürokratisch. Wenn jemand so sehr dagegen ist kann er das ja äußern und melden. Aber die wenigsten werden das tun weil es ihnen entweder egal ist oder sie dafür sind.
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15.01.2011 16:11 Uhr von fallobst
 
+6 | -2
 
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maretz: gib mal bitte beispiele oder nachweise für deine aussage.

ich kenne jemanden, der ein neues herz bekam (damals ca. 50), ein anderer eine niere (damals ca. 17). du hättest die leute mal erzählen sehen müssen. die waren unendlich froh und glücklich. von den familien mal ganz abgesehen.

also los raus mit der sprache.
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15.01.2011 16:23 Uhr von maretz
 
+5 | -4
 
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@fallobst: ich sagte nicht das es für normalsterbliche keine Chance auf solche Organe gibt. Ich sagte nur das du als prominenter Mensch oder mit viel Geld weiter oben in den Listen aufschlägst... Es ist mir aber auch bekannt das dafür noch andere Parameter passen müssen so dass das Organ verträglich ist...

Nur: Wenn dein bekannter eben das Pech hätte das Fr. Merkel ebenfalls ein neues Herz benötigt hätte UND die genauso passend für die Spende wäre -> was meinst, glaubst du wirklich das Merkel auf ner Warteliste gestanden hätte während dein Bekannter das Herz bekommt? Falls ja - träum weiter!
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15.01.2011 18:32 Uhr von fallobst
 
+2 | -1
 
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@ neu555: in deutschland geht alles nicht, was sich überall sonst schon bewährt hat. und selbst wenn die leute nicht meckern, gibt es noch genug politische knallköpfe die ne gute idee gekonnt zu verhindern wissen.
nur mehr geld für müll rauswerfen und steuererhöungen gehen zu jeder jahreszeit problemlos über die bühne und durch den bundestag. klingt polemisch, is aber so...
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15.01.2011 19:45 Uhr von neminem
 
+1 | -2
 
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Führerschein oder Ausweis? Was wenn ichs im Führerschein stehen hab, ihn aber bei dem Unfall verlier und nur meinen Perso dabei hab?

Und wieso muss ich mich einmal für alle Zeit festlegen?

Schonmal n Spendeausweis gesehen? Wo soll das auf dem Führerschein bitte noch hin? Und der Perso soll ja auch kleiner werden.

Nennt mich pervers, aber ich werde das Spenden meiner Organe im Fall der Fälle an Bedingungen knüpfen. Derjenige soll ja schließlich auch was für sein Organ tun! Z.B. muss er sich verpflichten sich regelmäßig um mein Grab zu kümmern. Also rein beispielsweise... wo soll das bitte hin auf dem Führerschein? Wer kontrolliert das, wenn die Katze mit diesem Gesetz erstmal aus dem Sack ist? Außerdem will ich verhinden, dass selbst meine Leiche noch diesen oberen 10.000 dienen muss und ein ähnlich Armer wie ich benachteiligt wird, wie es maretz bereits geschildert hat.

[ nachträglich editiert von neminem ]

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