14.01.11 13:34 Uhr
 4.834
 

Guido Westerwelle ist erbost über Schadensersatzklage von griechischen Nazi-Opfern

Außenminister Guido Westerwelle ist empört über eine Schadensersatzklage von griechischen Nazi-Opfern, die von Griechenlands Regierung unterstützt wird.

Konkret geht es um das Massaker von Distomo aus dem Jahre 1944, wegen dem schon von italienischer Seite eine Schadensersatzklage vor dem Internationalen Gerichtshof läuft. Griechenland schließt sich diesem nun an.

Westerwelle betont, dass Deutschland zwar um seine Verantwortung durch die Geschichte wisse, aber durch diese Klage "drohe der Staatengemeinschaft insgesamt Rechtsunsicherheit."


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Griechenland, Opfer, Klage, Guido Westerwelle, Schadensersatz
Quelle: www.welt.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

24 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
14.01.2011 13:48 Uhr von HimmelUeberDir
 
+10 | -52
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
14.01.2011 14:02 Uhr von Wurst_afg
 
+48 | -5
 
ANZEIGEN
was meint: der mit "Rechtsunsicherheit"?
Es drohen eher ein paar aufs Maul für so eine Forderung.
Kommentar ansehen
14.01.2011 14:25 Uhr von fallobst
 
+25 | -2
 
ANZEIGEN
@ wurst: weil die schadensforderungen für diese fälle schon (angeblich laut westerwelle, siehe artikel) bereits in früheren verträgen quasi bezahlt wurden und somit abgegolten wären.

du kannst ja auch nicht den schläger 2 mal hintereinander auf schmerzensgeld verklagen. das ist die rechtsunsicherheit.
Kommentar ansehen
14.01.2011 14:31 Uhr von Shumsn83
 
+11 | -4
 
ANZEIGEN
@HimmelUeberDir: aber sonst gehts noch oder was??
Kommentar ansehen
14.01.2011 15:02 Uhr von Ich_denke_erst
 
+20 | -2
 
ANZEIGEN
@DerBelgarath: Die deutesch Wehrmacht hat besonders auf dem Balkan und in Griechenland viele Verluste durch Partisanen erlitten. Diese waren nicht zimperlich was das foltern und verstümmeln von Wehrmachtssoldaten anging. Bei Vergeltungsaktionen gingen sowohl die Wehrmacht als auch die SS mit großer Brutalität gegen die Zivilbevölkerung vor. Das sind keine Märchen - so war der Krieg.
Und der deutsche Soldat hatte Bajonette - mein Onkel war Fallschirmjäger und seines habe ich bekommen.

Im übrigen gibt es für diese Forderungen keine Rechtsgrundlage mehr.
Kommentar ansehen
14.01.2011 15:17 Uhr von einsprucheuerehren
 
+8 | -2
 
ANZEIGEN
aha: dann sollte man mal Forderungen gegen die Usa, England und gegen Russland gelten machen, dann würden wir hier auf goldenen Straßen fahren.
Kommentar ansehen
14.01.2011 15:38 Uhr von meisterthomas
 
+1 | -7
 
ANZEIGEN
Keine Verantwortung ohne Haftung: Wir haben unserer Rechtsnachfolge des Deutschen Reiches zugestimmt und sind somit auch haftbar.
Solange Politiker und Staaten sich ihrer Verantwortung entziehen können, können sie auch machen was sie wollen.
Die Haftung ist eine wesentliche Bedingung verantwortlichen Handelns unserer Politiker und Parteien und nicht zuletzt des Rechtsstaates schlecht hin. (Und genau das ist es was unsere Politiker von je her vermeiden wollen).

Unter diesem Fehler leidet unser Rechtsstaat seit seinem bestehen und in fast allen Bereichen.
Zwar wurde unter Helmut Schmidt auch die Staatshaftung im Grundgesetz verankert, dies musste aber wieder gelöscht werden, weil ihr unsere Bundesländer nicht zustimmen wollten.

Hier geht es weniger um die Entschädigungskosten der Hinterbliebenen, sondern um das Rechtsprinzip der Haftung, welches unseren Politikern und Parteien absolut nicht in den Kram passt. Denn es würde ihr Versagen noch nach Jahrzehnten ins öffentliche Interesse rücken und das Image ihrer Parteien schädigen.

[ nachträglich editiert von meisterthomas ]
Kommentar ansehen
14.01.2011 15:49 Uhr von Floppy77
 
+0 | -9
 
ANZEIGEN
@einsprucheuerehren: Forderung begründet durch was? Deutschland hat den Krieg begonnen und verloren. Niemand würde irgendwelche Forderungen von uns begleichen.
Kommentar ansehen
14.01.2011 16:03 Uhr von Damasichthon
 
+11 | -2
 
ANZEIGEN
hrmpf: über diese forderung ist nicht nur westerwelle erbost.

erst schieben wir den griechen ein paar millionen in den arsch und was kommt als danke zurück ´hey, rückt doch noch was rüber wegen dem und dem von vor so und so vielen jahren!´

und das von italien ist mal die endgültige frechheit. wer war den im 2wk der bündnispartner?
wie kann man denn dann etwas fordern?
Kommentar ansehen
14.01.2011 16:15 Uhr von Jummi
 
+1 | -6
 
ANZEIGEN
Mhh, Junge Welt: Deutschland angeklagt

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) schäumt. Am Mittwoch abend teilte ihm sein griechischer Amtskollege Dimitrios Droutsas per Telefon mit, daß sich Athen an einem derzeit laufenden Verfahren vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag beteiligen werde. Dabei geht es um die Frage, ob Überlebende von Nazikriegsverbrechen Deutschland auf die Zahlung von Schadenersatz verklagen können. Griechenland will dabei das deutsche Massaker in Distomo zur Sprache bringen. Dort hatten am 10.Juni 1944 SS-Schergen 218 wehrlose Bewohner ermordet, unter ihnen zwei Säuglinge und 34 weitere Kinder.

Die Bundesregierung hatte den IGH, der als wichtigste juristische Instanz der Vereinten Nationen zur Klärung von Streitfällen zwischen Staaten gilt, im Dezember 2008 angerufen. Zuvor hatten in Italien Gerichte entschieden, daß die Überlebenden von Massakern der Naziwehrmacht Berlin auf Wiedergutmachung verklagen können, und sich hieraus ergebende Ansprüche auch in Italien zwangsvollstreckt werden können. Das Kassationsgericht in Rom entschied im Juni 2008 außerdem, daß dies ebenfalls für die Überlebenden von Distomo gelte. Obwohl im Oktober 1997 ein Gericht in Livadia den Kindern der Opfer Schadenersatz in Höhe von 37,5 Millionen Euro zugesprochen hatte, verweigerte Berlin die Zahlung und legte Revision ein. Diese wurde im Mai 2000 vom höchsten griechischen Gericht zurückgewiesen. Eine Zwangsvollstreckung der Forderungen zum Beispiel durch eine Versteigerung der Immobilie des Goethe-Instituts in Athen konnte die Bundesregierung im letzten Moment abwenden. Daraufhin wandten sich die Überlebenden an die italienischen Gerichte.

Obwohl sich die Bundesregierung an all diesen Verfahren beteiligte, verweigert sie den Urteilen italienischer Gerichte die Anerkennung. Schon Westerwelles Amtsvorgänger Frank-Walter Steinmeier (SPD) verwies dabei auf die »Staatenimmunität«. Dieser Grundsatz besagt, daß kein Staat über einen anderen zu Gericht sitzen darf. Doch schon die Richter in Rom und Athen hatten erklärt, diese Regel könne bei schweren Kriegs- und Menschenrechtsverbrechen keine Anwendung finden.

So hatte auch Berlin einst argumentiert, als der frühere jugoslawische Präsident Slobodan Milosevic nach Den Haag ausgeliefert und ihm dort bis zu seinem noch immer nicht vollständig aufgeklärten Tod in der Zelle am 11. März 2006 der Prozeß gemacht wurde. Jetzt aber wettert Westerwelle gegen Athen. Er habe »kein Verständnis« für die Entscheidung der griechischen Regierung. »In Deutschland wissen wir um unsere Verantwortung für unsere Geschichte. Und wir wissen auch um das besondere Leid der griechischen Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg.« Aber kosten darf das nichts: »Was Klagen gegen die Bundesrepublik betrifft, erwarten wir, daß international anerkannte Rechtsgrundsätze und insbesondere Deutschlands Immunität als Staat respektiert werden.«

»Es ist beschämend, daß Deutschland weiterhin verbissen die Entschädigung von NS-Opfern verweigert«, kritisierte dies am Donnerstag die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Ulla Jelpke. Die Klage der Bundesregierung vor dem IGH sei »der reine Zynismus«, so Jelpke. »Die Opfer haben einen Anspruch darauf, nicht mit wohlfeilen Betroffenheitsbekundungen aus Berlin abgespeist zu werden, sondern tatsächliche Entschädigungen zu erhalten.«

Seltsam, daß das bis heute noch nicht bereinigt ist.

[ nachträglich editiert von Jummi ]
Kommentar ansehen
14.01.2011 16:25 Uhr von CoffeMaker
 
+5 | -3
 
ANZEIGEN
"dann sollte man mal Forderungen gegen die Usa, England und gegen Russland gelten machen, dann würden wir hier auf goldenen Straßen fahren. "

Du vergißt den Aufbau Europa. Da wurden Milliarden in Europa reingepumpt. Westdeutschland hat sich damit aufgebaut, Ostdeutschland hätte auch Anspruch haben können, lehnte aber auf Druck der Sowjetunion ab. Deswegen amüsiert mich das immer wenn Heinzelmänner aus den alten Bundesländern über den Aufbau Ost schimpfen :)

Davon mal abgesehen hat Griechenland damals über ne halbe Milliarde für ihren Aufbau aus dem Fond bekommen. Und jetzt nochmal bei Deutschland kassieren und vor allem von Menschen kassieren die den 2ten Weltkrieg nur vom Hören und Sagen kennen.

Wäre ich Politiker würd ich den Griechen 3 Milliarden Reichsmark auf den Tisch blättern und sagen "da habt ihr eure Reparationen".

Irgendwann muss mal Schluß sein, ansonsten so wie schon angesprochen wurde, verklagen wir uns gegenseitig auf alte Kamellen. Glaube die Schweden haben damals im 30jährigen Krieg auch ne Menge kaputt gemacht. Mann Mann Mann.........

[ nachträglich editiert von CoffeMaker ]
Kommentar ansehen
14.01.2011 16:27 Uhr von Captain-Iglo
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
Griechenland-EWG: so weit ich mich erinnern kann, hatte ich mal gelesen, dass die griechen keine entschädigung erhalten haben dafür aber in aussicht gestellt bekommen hatten in die EWG aufgenommen zu werden, es wurde zwar eine kleine wiedergutmachung gezahlt, die lag aber weit unter dem, was sie hätten kriegen müssen

@griechenland&italien
ich möchte nicht die verbrechen der wehrmacht in schutz nehmen, aber nach so einer langen zeit nach dem krieg sollte man die geschichte ruhen lassen und dem deutschen volk vergeben ohne nur die dollarzeichen in den augen

[ nachträglich editiert von Captain-Iglo ]
Kommentar ansehen
14.01.2011 17:50 Uhr von a.berwanger
 
+8 | -2
 
ANZEIGEN
Erbost? was soll das? erbost? Hey wir füttern hier fast die ganze EU durch und der Bürger wird hier verarscht, abgezockt und soll für Sklavenkohle arbeiten gehen während er PremiumSteuern zahlt...raus aus dem EU Dreck, direkte Demokratie, alle Zahlungen egal wohin sofort einstellen BASTA.....nix erbost!!!
Kommentar ansehen
14.01.2011 18:54 Uhr von Obersalzberg
 
+8 | -2
 
ANZEIGEN
So langsam reicht es dochmal mit Schadensersatzforderungen. Letztens ist erst der Fonds für die KZ-Überlebenen erheblich aufgestockt worden. Der wird warscheinlich auch noch in 200 jahren bestehen (für die Überlebenen). Können wir nicht mal von den Franzosen und den Italiener Schadensersatz fordern für Napoleon oder wegen den Römern.
Oder vielleicht sollte ich mal von der Türker, Saudi-Arabien, usw. Schadensersatz fordern weil ich mich in manchen Stadtteilen von denen bedroht fühle und ich mich dort abends nicht mehr bewegen kann.

Leute es reicht langsam! Wären die Linken oder die Grünen an der Macht, dann würden die direkt nach der Kontonummer fragen, wohin sie das Geld überweisen können...
Kommentar ansehen
14.01.2011 20:12 Uhr von :raven:
 
+10 | -1
 
ANZEIGEN
Ich überlege mir gerade wer mir mehr auf den Sender geht?!????

Die schrecklichen Afghanen mit dem Küchentuch um den Kopf, die unsere Hilfe nicht wollen, oder die Griechen, die den Hals nicht voll genug von unseren Steuergeldern bekommen.
Griechenland bescheisst nachweislich seit Eintritt in den Schwulenclub EU und zieht die Tour bis heute durch.
Ich würde die Freiheit Deutschlands inzwischen in Griechenland besser beschützt sehen als in Afghanistan. Zeit für einen Standortwechsel der Bundeswehr... vielleicht reicht ja auch schon die Marine, die kostenlos für Israel den Türsteher im Mittelmeer spielt.

[ nachträglich editiert von :raven: ]
Kommentar ansehen
14.01.2011 21:13 Uhr von gamer9991
 
+5 | -2
 
ANZEIGEN
Oh mann: was für ein Armutszeugnis für die Griechen, sowas hätte ich selbst ihnen nicht zugetraut...
Kommentar ansehen
15.01.2011 02:10 Uhr von Scarb.vis
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Unglaublich! Es fehlt DER Politiker, der mal richtig auf die Kacke haut! Dieses ganze mädchenhafte Verhalten von den Politikern! NEIN DANKE!

Ich wähle lieber jemanden der Sagt, OK wir haben 5mio Arbeitslose (1€ Jobber, Vortbilder etc. inkl), Wir führen Krieg in Afghanistan, für die deutsche Industrie. Jemand der Pro oder Contra Euro ist. Aber mit klaren Agumenten!
Jemand der sich wieder für die Wähler einsetzt. Pro Arbeitnehmer. Ich rede hier nich von linken Kommunistischen Staatsformen!
Jemand der sich dafür einsetzt, das solche Erpresser Staaten wie Griechenland aus der EU fliegen, oder mit solchen Drohungen selbst austritt.

Ich bin Mitte 20. Ich nehme gerne 5Jahre Depression in Kauf. Dann hat das aber alles ein Ende und ich muss es mir nicht noch in 50 Jahren anhören.!
Kommentar ansehen
15.01.2011 09:07 Uhr von Blizzard2real
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Frechheit: Gehts denen da drüben noch gut?

Kaum sind die Kassen leer und die Bürger müssen Einsparungen in Kauf nehmen fordern diese Schadensersatz aus dem 2. Weltkrieg?

Fällt ihnen ja früh ein, vllt sollten die sich mal überlegen wer ihren Sparkurs maßgeblich finanziert hat und wer das Haushaltsdefizit dort bekämpft hat.

Erst wird sich beschwert dass unser Geld zu spät kommt, dann werden Nachzahlungen erwartet, echt der Hammer...

Die Jungs haben Glück dass man sie nicht einfach so liegen lassen kann weil sonst die ganze Wirtschaft Europas in den Keller gehen könnte und wir uns gegenseitig unterstützen...

Unnötig, eine Frechheit, sowas macht mich echt wütend
Kommentar ansehen
15.01.2011 09:39 Uhr von MOTO-MOTO
 
+0 | -2
 
ANZEIGEN
Ist doch klar Die Politiker in Griechenland müssen so großspurig auftreten, weil die sonst vor aller Welt zugeben müssten, dass sie sich selber in den Schlamassel gebracht haben. Das würde sich bei den nächsten Wahlen in Griechenland auch nicht gut machen.

Doch ich befürchte, dass genau dieses Verhalten bei der jungen Generation der halb gebildeten deutschen Bevölkerung aus der unteren Mittelschicht u einer Entwicklung führt, welche bei einem Kleinkind "Trotz" genannt werden würde.

Irgendwann ist man es leid ständig als Sündenbock her zu halten. Irgendwann ist man es leid, dass man andauernd für etwas zur Rechenschaft gezogen wird, was man selber noch nicht mal zu verantworten hat. (Teilweise fällt es den Menschen ja schon schwer Verantwortung für eigenes Handeln zu übernehmen wie z. B. für Straftaten, Ordnungswidrigkeiten etc.)

Kurz:
Mit dem Verhalten der "Opfer"-Staaten bzw. der damals verfolgten Bevölkerungsgruppen wird die Zuwendung der Bevölkerung zu radikalen "Beschützern" oder "Auf-den-Putz-Hauern", gerne auch Populisten genannt, immer größer.

Ich sehe uns schon in den nächsten Jahren den Thesen Sarazzins oder den populistischen Reden von Seehofer oder anderen Konservativen (Koch o. a.) hinterherhecheln.
Kommentar ansehen
15.01.2011 13:31 Uhr von Vandemar
 
+0 | -4
 
ANZEIGEN
@Siel: "Hätten wir in Deutschland Meinungsfreiheit und zwar eine uneingeschränkte, dann könnte ich jetzt schreiben was man jetzt am besten machen sollte, aber das lasse ich lieber."

Wimmer, heul.
Als friedliebender NPD-Fan darf man nichts sagen, weil einem das Ausleben und Äußern der pazifistischen Grundhaltung durch Maulkorbgesetze verunmöglicht wird .... jammer ...

http://www.youtube.com/...
Kommentar ansehen
15.01.2011 13:51 Uhr von blaablaablaa
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
@Ich_denke_erst: ,, .....und seines habe ich bekommen ............

vk es mir plz
Kommentar ansehen
15.01.2011 21:51 Uhr von Vandemar
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
"...wo aber keiner in der Nähe ist": "Nationaler Sozialismus - jetzt!" ist also keine Parole der NPD und ihrer Jugendorganisation?
Und inhaltlich findest du dich in dem Lied auch sicherlich gar nicht beschrieben, obwohl es sehr gut den Inhalt deiner Postings wiederspieglt... bestimmt nur Zufall.
^^
Kommentar ansehen
16.01.2011 09:00 Uhr von Jummi
 
+0 | -3
 
ANZEIGEN
Weiter: "Zahlungsverweigerung
Gerichtshof in Den Haag entscheidet voraussichtlich in diesem Jahr über Vollstreckbarkeit von Entschädigungsansprüchen der Opfer von Naziverbrechen im Ausland



Zahlungen an Griechenland sind in der BRD seit der Milliardenbürgschaft zur Verhinderung einer Staatspleite im vergangen Jahr ein Reizthema. Nur wenigen ist bewußt, welche Schulden Deutschland seit Jahrzehnten bei Griechenland hat. Hintergrund sind SS- und Wehrmachtsverbrechen aus der Zeit der deutschen Besatzung.

Am 10. Juni 1944 ermordeten Angehörige des 7. Regiments der 4. SS-Panzer-Division im Zuge einer Vergeltungsaktion 218 Bewohner der griechischen Ortschaft Distomo. Die Überlebenden und ihre Angehörigen kämpfen bis heute um Entschädigung.

Der Hamburger »Arbeitskreis Di­stomo«, der sich für die Entschädigung von Wehrmachtsopfern einsetzt, rechnet in diesem Jahr mit einer folgenreichen Entscheidung des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag.
Ansprüche rechtskräftig
Es geht um die Frage, ob die Opfer und Überlebenden nationalsozialistischer Verbrechen das Recht haben, in ihren jeweiligen Heimatländern Entschädigung gerichtlich einzuklagen. Griechische und italienische Gerichte haben dieses Recht anerkannt und mehrfach bestätigt. Einer der in Den Haag verhandelten Fälle ist das Entschädigungsverfahren im Fall Distomo. Hier bestehen rechtskräftige Ansprüche in Höhe von derzeit rund 50 Millionen Euro zugunsten von rund 300 Klägerinnen und Klägern.

Aber die Bundesrepublik Deutschland setzt sich seit Jahren über die Rechtsprechung anderer EU-Staaten hinweg. Zuletzt hat die deutsche Regierung den Internationalen Gerichtshof in Den Haag angerufen und Italien verklagt, um mit dem Argument der Staatenimmunität die Rechtsansprüche der Opfer auszuhebeln.

In Italien wurden seit 2001 mehrere Strafverfahren gegen ehemalige Wehrmachtssoldaten und SS-Mitglieder angestrengt und Verurteilungen zu lebenslanger Haft ausgesprochen. Als Rechtsnachfolger des Naziregimes wurde die BRD gleichzeitig zur Zahlung von Entschädigungen in Millionenhöhe verurteilt. »Staatenimmunität« erkennen italienische Gerichte bei Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen nicht an: Der Kassationsgerichtshof in Rom entschied 2008, daß eine Durchsetzung der Rechtsansprüche in Italien gegen deutsches Staatseigentum möglich ist. »Davor fürchtet sich Deutschland erheblich«, sagt die im AK Distomo aktive Rechtsanwältin Gabriele Heinecke.

Ein weiteres Beispiel: Am 29. Juni 1944 hatte eine deutsche SS-Einheit die Ortschaft Civitella in der Nähe von Arezzo überfallen und 207 Bewohner, darunter viele Frauen und Kinder ermordet. Im Oktober 2006 verurteilte das Militärgericht in La Spezia den ehemaligen SS-Angehörigen Max Milde aus Bremen wegen seiner Beteiligung am Massaker von Civitella zu lebenslanger Haft. Dieses Urteil erlangte im Jahr 2007 Rechtskraft. Gleichzeitig wurde die BRD verurteilt, den Angehörigen der Ermordeten einen Entschädigungsbetrag von rund 800000 Euro zu bezahlen. Die Bundesregierung legte Rechtsmittel ein – und verlor.

Der Kassationshof in Rom stellte mit seinem Urteil zum wiederholten Male klar, daß Deutschland sich dem internationalen Recht unterwerfen müsse, das seit den Nürnberger Prozessen weltweitanerkannt ist.

Ende 2008 strengte die BRD in Den Haag ein Verfahren gegen Italien an, um alle anhängigen Verfahren gegen Deutschland in Italien wegen Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg zu beenden.
BRD mißbraucht Gericht
Zur Sicherung der Ansprüche der Kläger wurden im Jahr 2009 die Zahlungsansprüche der Deutschen Bahn AG gegen die italienische Staatsbahn aus Ticketverkäufen in Italien gepfändet. Dadurch gingen keine Einnahmen mehr aus Fahrkartenverkäufen nach Deutschland. Im Mai 2010 erließ jedoch die italienische Regierung ein Dekret, um das Vollstreckungsverfahren vorläufig zu stoppen.

»Die deutsche Klage gegen Italien stellt einen Mißbrauch des Internationalen Gerichtshofs dar«, erklärte der Arbeitskreis Distomo zum Jahreswechsel. Tatsächlich gehe es um schlichte Zahlungsverweigerung. »Außerdem will Deutschland sich für gegenwärtige und zukünftige Kriegseinsätze den Rücken freihalten, um für Verbrechen seiner Soldaten im Ausland – wie zum Beispiel den Luftangriff auf einen Tanklastzug im afghanischen Kundus – nicht verklagt werden zu können.« Ein Präzedenzfall von erheblicher Bedeutung. Der Arbeitskreis fordert daher die Rücknahme der Klage und unverzügliche Entschädigung aller NS-Opfer durch die Bundesrepublik Deutschland.

Der griechische Justizminister hat unlängst in einer parlamentarischen Fragestunde erklärt, seine Regierung erwäge ernsthaft, sich am Verfahren in Den Haag zu beteiligen. Der AK Distomo begrüßt diese Überlegungen, da eine Beteiligung Griechenlands die Chancen für eine Abweisung der deutschen Klage und eine Durchsetzung der Rechtsansprüche der Distomo-Opfer deutlich verbessern würde. Die Frist für eine mögliche Beteiligung läuft noch bis Mitte Januar 2011."
Kommentar ansehen
16.01.2011 12:50 Uhr von blaablaablaa
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
@Jummi: ,, ....zukünftige Kriegseinsätze den Rücken freihalten, um für Verbrechen seiner Soldaten im Ausland – wie zum Beispiel den Luftangriff auf einen Tanklastzug im afghanischen Kundus – nicht verklagt werden zu können,,

das war kein verbrechen, man klaut eben nicht mal so ungestraft einen tanklastzug, da muss man eben mit kondequenzen rechnen, der einsatzbefehl hätte von mir sein können, ich hätte es genau so auch gemacht

Refresh |<-- <-   1-24/24   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?