13.01.11 15:24 Uhr
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Gerichte können sich nicht einigen: Ist Hellseherei eine Dienstleistung?

In diesem "übersinnlichen" Fall fehlten selbst dem Bundesgerichtshof (BGH) die Worte, der kein abschließendes Urteil fällen konnte: Ist Hellseherei eine normale Dienstleistung, die in jedem Fall bezahlt werden muss?

Ein Mann verweigerte einer Hellseherin die letzte Zahlung von 6.700 Euro, nachdem er bei einer Sektenberatung die Dienste der Dame nicht mehr in Anspruch genommen hatte. Vorher hatte er bereits 35.000 Euro an sie für Kartenlegen bezahlt.

Die erste Instanz gab dem Mann recht, übersinnliche Fähigkeiten gäbe es nicht und müssen deshalb auch nicht bezahlt werden. Das BGH sieht darin aber nicht zwangsläufig einen Grund zur Zahlungsverweigerung und gab den schwarzen Peter wieder an die erste Instanz zurück, die nun entscheiden soll.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Klage, Bundesgerichtshof, Dienstleistung, Hellseher
Quelle: www.focus.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.01.2011 15:53 Uhr von LLCoolJay
 
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Gibt es nicht? Ich frage mich wie das Gericht nachweisen will das es "übersinnliche Fähigkeiten" nicht gibt.

Klar ist es schwer zu beweisen DAS es sie gibt aber es gibt zumindest Hinweise darauf (Einzelfälle, Vermutungen aber auch Forschungszweige die sich mit mentalen Fähigkeiten befassen).


In dem Fall dürfte es sicher Abzockerei gewesen sein. Aber dem Mann ging es wohl nicht ums Geld als mehr darum das er die Dienstleistung nicht in Anspruch genommen hat.
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13.01.2011 15:53 Uhr von dr.b
 
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Klar ist das ne Dienstleistung ich denke es kommt nicht darauf an, daß die Dame ihre Vorhersagen wissenschaftlich belegt. Menschen die sich auf sowas einlassen, tun dies trotz der allgemein Gesellschaftlich vorhandenen Aufklärung. Sie verrichtet eine Arbeit, das ganze ist eine Show eine Darstellung, den Leuten wird in diesem Moment und womöglich sogar für eine Weile eine mentale Befriedigung verschafft....
Immerhin ist ja niemand gezwungen diese Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. Ich finde die Hellseherei der Dame im Zweifel seriöser als als manchen Finanz"dienstleister" und deren Vorhersagen.
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14.01.2011 16:46 Uhr von Pliegl
 
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Steht jetzt nicht Aussage gegen Aussage? Man bekommt ja keine Quittung für´s hellsehen... also könnte die gute Dame auch einfach Stunden dazu erfinden etc.

Desweiteren... 35.000 Euro? Sollte als Betrug gewertet werden.
Frechheit!
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14.01.2011 17:01 Uhr von Schwertträger
 
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Da derjenige ja eine Gegenleistung im Sinne einer für ihn bedeutsamen "Vorhersage" bekommt (wenn er nicht daran glauben würde, ginge er ja nicht hin), muss auch etwas bezahlt werden.
Anders wäre es, wenn ein Betrug nachzuweisen wäre. Das aber dürfte schwierig werden.

Man muss halt nur den Rahmen festlegen, in dem sich so etwas bewegen darf, ohne Wucher zu sein oder Leichtgläubige auszunutzen.

Prinzipiell würde ich es unter "psychologische Dienstleistung" einstufen, unabhängig davon, wie zutreffend die Vorhersage ist, abhängig eher davon, wie der Effekt auf den Kunden ist.
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14.01.2011 18:19 Uhr von Tleining
 
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news komisch: die news ist leicht falsch wiedergegeben. Streitpunkt bisher wurde geklärt. Es herrscht Vertragsfreiheit. Wenn ich also von einem Wahrsager die Zukunft vorhergesagt wissen möchte muß ich dafür bezahlen. Frage ist jetzt nur noch, ob das ganze sittenwidrig war. Es war ja in der Vergangenheit schon so, dass andere Vertragspartner (Telefon, Strom, ...) bei unverhältnismäßig hohen Abnahmen vorzeitig den Kunden darauf hinweisen müssen, und nicht plötlich zigtausend € nachzahlung fordern können. Dies steht jetzt auch hier zur Frage. Und Rechnungsbeträge von über 40.000€ auflassen lassen ist schon recht krass.

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