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Spielzeugpistole auf dem Schulhof: Schüler klagt wegen SEK-Einsatz

Acht Monate nach der schrecklichen Tragödie in Winnenden hat ein damals 18-jähriger Schüler einen Mitschüler auf dem Schulhof mit einer Spielzeugpistole und den Worten "Ich werde dich jetzt erschießen" bedroht.

Die Folgen seiner Dummheit: 14 schwer bewaffnete Beamte eines Sondereinsatzkommandos stürmten am 01. Dezember 2009 seine Wohnung. Die Kosten: 3060 Euro. Weil der Schüler über kein eigenes Einkommen verfügt, hat das Gericht den Betrag später auf 600 Euro reduziert.

Dagegen hatte der Schüler vor dem Verwaltungsgericht geklagt. Der Vorsitzende Richter empfahl dem Jungen jedoch, seine Klage zurückzuziehen, um wenigstens noch einen Teil der Gerichtsgebühren zu sparen.


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WebReporter: Feingeist
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Schüler, Schule, Einsatz, SEK
Quelle: www.sueddeutsche.de

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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.01.2011 22:17 Uhr von Mass89
 
+19 | -8
 
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hm war wahrscheinlich ne Softair. Ich will jetzt nicht den Moralapostel spielen, aber bei manchen Softguns erkennt man den Unterschied zu ner richtigen Knarre einfach nicht, insofern versteh ichs schon.
so far
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12.01.2011 22:48 Uhr von Skuby
 
+9 | -17
 
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Also jetzt muss ich Judas das erste mal hier, seit 09, völlig Recht geben..

So ein Blödsinn!
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12.01.2011 22:49 Uhr von Earaendil
 
+5 | -18
 
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12.01.2011 23:34 Uhr von da-raggy-muffin
 
+9 | -7
 
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Der hatte verdammtes, beschissenes und völlig ungerechtes Glück! 3060 € für einen SEK-Einsatz sind doch ein Witz. Vor allem die 600. Aber was ich enorm finde ist das er das an einer Schule mit so einem Hintergrund machte. Spielzeugpistole ist auch ein wenig unglücklich formuliert, da die Teile verdammt echt aussehen.

Wäre ich auf dem Schulhof gewesen hätte ich ihm eine verpasst, oder hätte andere dazugeholt um den Typen zu überwältigen.
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12.01.2011 23:36 Uhr von Guybrush-Threepwood
 
+16 | -8
 
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Ganz einfach, wenn er klagt, würde ich die Kosten einfach wieder auf die 3060 Euro anheben. Dummheit muss bestraft werden...
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12.01.2011 23:50 Uhr von StefanPommel
 
+5 | -11
 
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was: für eine lächerliche Aktion. Bemerkenswert wie hyper-sensibel alle geworden sind.
Stellt euch mal vor, es würde tatsächlich mal einen Terroranschlag in Deutschland geben. Da würde jedem noch in den Arsch eine Spionage Cam implantiert bekommen.
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12.01.2011 23:51 Uhr von freax
 
+10 | -17
 
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@Guybrush: Aha, es ist jetzt also schon dumm, wenn man um sein Recht kämpft? Sitzt die Stillhaltepropaganda schon so tief?

Die Hysterie, die in diesem Land verbreitet wird, sei es vor der "Klimakatastrophe", dem islamistischen Terror, Kinderschändern oder Amokläufen ist nicht mehr zum Aushalten. Fast noch schlimmer sind aber die Hysteriker, die auf jeden Scheiss reinfallen und zu allem Überfluß denen, die sich nicht alles vorlügen lassen, auch noch damit auf den Sack gehen...

Merkt hier eigentlich keiner, dass diese Ängste nur geschürt werden, um von den wesentlichen, durch Politiker, Lobbyisten, Banker etc. ausgelösten Problemen abzulenken? Angst lähmt, denkt mal drüber nach!
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13.01.2011 00:25 Uhr von blaupunkt123
 
+14 | -1
 
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@ Judas II: Ich denke mal das die Aktion Zeitgleich war.

Sprich der Schüler wurde am Schulhof gestellt und Zeitgleich haben sie bei Ihm Zuhause nach dem Rechtem geschaut :-)

Ich meine der Typ ist ja selber Schuld. Wie kann man nach den ganzen Vorfällen sich noch auf den Pausenhof stellen und einen anderen mit einer echt aussehenden Pistole bedrohen ?

Und auf der anderen Seite wäre die Polizei dann wieder Schuld gewesen, wenn sie es nicht ernst genommen hätte und am Schluss wäre es wirklich eine echte Pistole gewesen.
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13.01.2011 00:47 Uhr von Horndreher
 
+10 | -1
 
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Hysterie hin oder her: Ok wer von euch stellt sich hin und kann, sagen wir, auf 50 Meter eine gut imitierte Softair von einer echten Waffe unterscheiden? Nur mal so in den Raum gestellt.
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13.01.2011 01:03 Uhr von Guybrush-Threepwood
 
+10 | -4
 
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... @freax: Mich würden einfach mal die Kommentare interessieren, wenn er eine echte Waffe gehabt hätte und jetzt ein paar Menschen tot wären.
Wahrscheinlich würden wieder irgendwelche Killer-Spiel-Possen kommen usw.
Manche Dinge haben einfach Konsequenzen. Wenn ich den Feuermelder ohne Grund betätige und die Feuerwehr kommt, dann bezahle ich auch den Einsatz wenn ich erwischt werde.
Die 600 Euro sind einfach Lehrgeld und so war es sicher auch gedacht. Was du hier von Stillhaltepropaganda erzählst verstehe ich nicht. Wenn er das Entgegenkommen des Gerichts nicht wahrnimmt, dann hat er Pech...

Hinzu kommt, das man von einem 18jährigen (ja, er ist volljährig) erwarten kann, dass er ein bisschen über sein Handeln nachdenkt.

actio = reactio

[ nachträglich editiert von Guybrush-Threepwood ]
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13.01.2011 01:33 Uhr von IceGold
 
+15 | -1
 
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Meine bescheidene Meinung: Guten Abend
Ich bin zwar ein neuer User auf SN aber lese seit Jahren still mit.
Zu dieser News möchte ich jedoch etwas sagen:

Ich habe als Kind (Ich bin jetzt 24) auch mit Softairs gespielt.
Heute bin ich selber aktiver Sportschütze und kann behaupten mich mit Waffen relativ gut auszukennen auch bedingt durch eine Militärische Ausbildung.

Es stimmt,dass manche "Softairs" so täuschend echt aussehen,dass man diese sehr schnell verwechseln kann.
Je nach Licht und Entfernung können 2 Meter schon ausreichen um auch einem "Waffenkenner" Probleme zu bereiten.

Beispiel? Präsident meines Vereines ist seit 40 Jahren Waffenbesitzer.
Vom Revolver bis zum Gewehr.

Vor einigen Monaten lag eine Softair auf der Theke an der Bar welche ein Mitglied für den Sohn gekauft hatte und vergessen hatte.
Aus den ca. 3-4 Metern Entfernung war selbst für diesen Waffenkenner eine eindeutige Klassifizierung nicht möglich.
Somit würde der Raum abgesperrt um zu überprüfen um welche Waffe es sich handelt und wem sie gehört.
(Dies ist in Luxemburg Gesetz)

AUSSERDEM :

Man zielt nicht mit Waffen auf Menschen/Tiere.
Punkt aus!
Polizei/Zoll/Armee müssen dies leider manchmal tun und dann aus HOFFENTLICH berechtigten und legalen Gründen.
Der junde Kerl (Mann will ich nicht sagen) ist 18.
Er muss wissen welche Konsequenzen seine Taten haben.

Auch wenn ich die Terrorangst welche oft geschürt wird net verstehe renne ich auch nicht durch NY und schreie : Für Allah/Jesus/ (beliebigen Gott einfügen) mit einer Waffe.
Die Konsequenzen kann ich mir denken.

Dies ist meine pers. Meinung.

Auf Antworten bin ich gespannt.

MFG aus Luxemburg
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13.01.2011 04:56 Uhr von wordbux
 
+5 | -1
 
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Früher war mehr Lametta
... hatten wir einen Kaiser
etc.

Die Dummheit der heutigen Blagen übersteigt alles.
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13.01.2011 08:38 Uhr von blaablaablaa
 
+2 | -0
 
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tztztz, wie kann man nur so blöd sein ,

[ nachträglich editiert von blaablaablaa ]
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13.01.2011 08:50 Uhr von Holy-Devil
 
+2 | -4
 
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Oh man: Als mein Bruder und ich so 13/14 waren hatten wir softairs aus Spanien und haben im garten auf uns geballert. (Mit Skimasken, damit nix in die augen kommt^^) Und auf einmal stand die Polizei vor der Tür die Nachbarn haben "gedacht es wären Einbrecher" - alter wie dumm muss man sein.

Jo guck mal da sind Einbrecher die schießen ohne Geräusche aufeinander und fallen jedes mal "tot" um.

Wenn ich schon daran denke muss ich wieder lachen.

SEK war jetzt nicht nötig, mein Vater hat gesagt er nimmt uns die Softairs ab und die Polizisten gingen nach nem Kaffee wieder.

Aber "heute" ist alles anders.
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13.01.2011 09:04 Uhr von quade34
 
+3 | -3
 
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gleich nach dem 2.WK: waren die meisten Menschen der Meinung, dass es Kriegsspiele und Kriegsspielzeug nicht mehr geben sollte. Wegen der Freiheit im Handel geriet das aber in Vergessenheit. Das Ergebnis sehen wir heute.
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13.01.2011 09:33 Uhr von EvilMoe523
 
+6 | -1
 
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Leute kommt mal wieder runter und zieht das Ganze seitens des SEK nicht so ins Lächerliche, nur weil ihr kleine rote Wasserspritzpistolen im Hinterkopf habt.

Berücksichtigen wir erstmal die Tatsache, dass es in den letzten Jahren vermehrt schwere Tragödien mit Waffen an Schulen gegen hat.

Dann noch die Tatsache, das "Spielzeugpistolen" heute täuschend echt aussehen teilweise und der Bedrohte Schüler sicher NICHT wusste ob es ein Scherz war oder nicht.

Die Polizei wurde ja von Jemanden der Angst hatte alarmiert und wenn Jemand (auch wenn es aus "Spaß") ist die Worte an den Kopf geworfen bekommt, dass er nun sterben soll, dann nimmt man das in dem Moment sicher nicht als Humor auf.

Was soll die Polizei euer Meinung nach sonst machen, wenn die Meldung eingeht, dass ein Schüler mit Tötungsabsicht und einer Knarre auf dem Schulgelände rumläuft?

Wenn ich eine Tankstelle überfallen würde mit einer Spielzeugpistole, werd ich genauso eingesackt, da schreit doch auch keiner "OMG - der hatte doch nur ne Spielzeugpistole"

Ausschlaggebend war sicher nicht die "Waffe", sondern auch noch der Zusatz. Ich weiß nicht, früher als wir als Kinder noch spielten, haben wir sicher nicht klar und deutlich Formulierungen a la "Ich werde dich nun töten" gemacht.

Es war also ne sau Dumme Aktion und das SEK die Konsequenz. Auch nicht anders als wenn Jemand einen falschen Bombenalarm tätigt. *schüttelt den Kopf*

Und noch was, eigentlich sollte das juristisch gesehen sogar eine Straftat des Jungen darstellen, wenn man davon ausgeht, dass er als Volljähriger die Vortäuschung einer Straftat begang.
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13.01.2011 09:53 Uhr von w0rkaholic
 
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Pfffff, da klagt der Junge noch! Anstatt froh zu sein, dass er nicht erschossen wurde!
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13.01.2011 12:50 Uhr von PeterLustig2009
 
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@Judas II: Keine Ahnugn aber mal wieder gegen die "Ordnungsmacht" schimpfen nicht wahr :)

Eine Spielzeugpistole (verutlich Softair) lässt sich heutzutage nicht ohne weiteres vom Original unterscheiden. Höherwertige Modelle haben sogar das gleiche Gewicht wie das original.

Jetz soll sein Passant, Lehrer, Schüler der das beobachtet erst abwägen und entscheiden was richtig ist? Da wurde eine Sekundenentscheidung getroffen.
Die Vergangenheit hat gezeigt, dass man meist gut fährt nicht abzuwarten ob es ein Ernstfall ist sondern direkt zu handeln. Dass der junge diesmal nur nen Streich gespielt hat, ist zwar Glück, andersrum wäre es wohl schrecklicher gewesen man hätte gesagt "ist bestimmt nur ne Spielzeugwumme" und der hätte wirklich nen Amoklauf gestartet
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13.01.2011 14:49 Uhr von EvilMoe523
 
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@ Judas II: Nun ja...

unverhältnismäßig wäre es im Normalfall schon gewesen, keine Frage. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass es nicht der erste erfolgreiche Amoklauf gewesen wäre, nicht mal der Zweite... sollte uns froh stimmen, dass man lieber sofort in alle Richtungen mit höchster Alarmbereitschaft reagiert.

Irgend einen Grund wird das SEK schon gehabt haben und die haben sicher auch nicht erst Wohnung durchsucht und sich dann zum gemeldeten Tatort begeben.

Die Idee war nunmal bekloppt und sowas gehört in der Regel bestraft. Wäre es ein echter Amoklauf gewesen und man hätte dieses mal rechtzeitig das Unglück verhindert, dann würde hier jeder froh sein und Niemand irgend einen Schritt der zusätzlich getätigt wurde anprangern.
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15.01.2011 18:24 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ Autor: Der Schüler hat nicht wegen des SEK-Einsatzes, sondern weil er die Kosten bzw. einen Teil davon zahlen sollte, geklagt. Ist das so schwer zu unterscheiden?
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15.01.2011 18:29 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ weichesEisen: Meinst du nicht, dass die wachsende Sensibilität gegenüber Todes- bzw. Amokdrohungen gerade an diesem Gymnasium eher darauf zurückzuführen ist, dass dort erst ein Amoklauf stattgefunden hatte, als auf allgemein zunehmende Gewaltbereitschaft? Bei diesem Amoklauf hatte der Täter übrigens keinen Migrationshintergrund.
Deine Anspielungen kannst du dir hier also wirklich schenken.
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18.01.2011 11:11 Uhr von SirDragon
 
+1 | -1
 
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Was für ne Kinderstube der junge Mann wohl hatte frage ich mich.

Wenn ich eine (Spielzeug-)Waffe mit in die Schule gebracht hätte und einen Mitschüler mit dem Tode bedroht hätte, dann wären das SEK oder 600 € meine geringste Sorge gewesen in anbetracht des Satzes heiße Ohren die mich zuhause empfangen hätten!

Von einer Geldstrafe halte ich in dem Fall auch nicht viel. Ein paar Sozialstunden wären weitaus lehrreicher gewesen als Geld, was am Ende eh seine Eltern zahlen werden müssen.

[ nachträglich editiert von SirDragon ]

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