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Österreich: Weil ein Mann verblutete, verdurstete seine behinderte Frau

Zu einer Tragödie kam es im österreichischem St. Stefan ob Leoben. Eine schwer behinderte Frau starb, weil sich ihr Mann nicht mehr um sie kümmern konnte.

Der Frührentner war im Keller und wollte den Ofen heizen, als ihm, nach Angaben der obduzierenden Ärztin, eine Ader platzte. Der Mann schleppte sich noch bis in die Diele des Hauses und verblutete da. Seine gehbehinderte Frau konnte sich nicht ohne Hilfe des Mannes versorgen.

Eine Bekannte alarmierte die Polizei, weil niemand an das Telefon kam. Die Frau lebte noch beim eintreffen der Beamten, starb aber dann noch in ihrem Haus. Bei ihrer Obduktion stellte die Ärztin fest, das sie qualvoll verdurstet war.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mann, Frau, Tod, Österreich, Flüssigkeit
Quelle: www.kleinezeitung.at

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.01.2011 07:58 Uhr von Hirnfurz
 
+35 | -5
 
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Stellt euch das mal vor: du siehst deinen Mann da liegen und siehst wie er stirbt. Du selbst bist allein in dem Haus, keiner kann deine Hilferufe hören. Du hast Durst. Er wird immer stärker. Vielleicht siehst du noch ne Wasserflasche in der nahen Küche stehen, kannst aber nicht hingehen. Dir gehen Gedanken durch den Kopf, wie du auf dich aufmerksam machen könntest. Ans Telefon kommst du nicht. Es klingelt, du denkst "Wenn ich dem andern nur grad sagen könnte, was hier los ist!" Es hört wieder auf zu klingeln, die Hoffnung stirbt... usw. usw.

Nicht nur die körperlichen Qualen, sondern auch die seelischen müssen echt schlimm gewesen sein.

@Vorredner: Du hast recht. Sieht man ja schon an deinem Kommentar.
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12.01.2011 08:05 Uhr von freakyng
 
+13 | -22
 
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Täglich sterben Menschen Ist schon immer so und wird auch immer so sein, jeden Tag sterben Menschen überall auf der Welt, auch auf qualvolle Art und Weise. Deshalb hab ich nicht mehr oder weniger Mitleid mit einem Einzelschicksal, nur weil es seinen Weg in die Zeitung geschafft hat.
Klingt evtl "makaber" oder sowas, aber denkt mal drüber nach...
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12.01.2011 08:25 Uhr von Holy-Devil
 
+7 | -0
 
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Schlimm war auch die Familie, die Ihren Flug verpasst hatte (Die Air France Maschine vor einiger Zeit) und aufm Heimweg tödlich verunglückte.

Es gibt so viel schlimmes. Man ist irgendwie abgestumpft.

Nichtsdestotrotz hat Hirnfurz recht. auch die seelischen Qualen müssen schrecklich gewesen sein.
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12.01.2011 09:02 Uhr von bono2k1
 
+6 | -3
 
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Zink: Idiotischer Post - sorry, aber dämlicher gehts kaum, oder? Reichsdepp allein reicht Dir wohl nicht...jetzt auch noch Alleinunterhalter?
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12.01.2011 09:02 Uhr von GenGemuese
 
+5 | -6
 
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die natur sortiert aus...zwar etwas tragisch aber kann man leider nichts mehr dran ändern. beileid an die angehörigen.
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12.01.2011 09:43 Uhr von EvilMoe523
 
+3 | -0
 
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Tragisches Ereignis keine Frage.

Ohne dass es jetzt nach Klugscheißen oder Selbst Schuld klingen soll (Um Himmelswillen - nein) aber:

Wenn zwei Personen in einem Haushalt irgendwie abgeschottet leben oder nicht regelmäßig besucht werden, wäre es da nicht besser wenigstens irgendwie eine Notfalllösung für den Fall der Fälle bereitzustellen?

Okay, damit hat sicher keiner gerechnet, dass dem (vermutlich) sonst gesundem Mann plötzlich eine Ader platzt, aber ein Handy stets in der Tasche der sonst absolut abhängigen Frau wäre wohl ihre Rettung gewesen.

Möcht mir gar nicht vorstellen, wie sie da vermutlich einige Tage und Nächte für einen Zufall betete, dass es irgend Jemand mitbekommt und auch noch zusätzlich um den Mann trauern musste. *seufzt*
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12.01.2011 10:02 Uhr von HansGünter
 
+2 | -1
 
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Halt! Zitat Quelle:

"Die Frau konnte sich nur noch mit einem Rollator fortbewegen und soll das Haus schon seit Monaten nicht mehr verlassen haben. S. hob den Hörer zwar ab, war am Telefon aber nicht zu verstehen. "

"Die schwer gehbehinderte, pflegebedürftige Frau war neben ihrem toten Lebensgefährten Friedrich Sch. (54) völlig ausgetrocknet"

Für mich hört sich das nach Selbstmord an.
So hilflos war die Frau dann dochnicht.

Trotzallem ein tragischer Vorfall.
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12.01.2011 10:33 Uhr von artemi
 
+2 | -0
 
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einer dieser bsp., an die man sieht wie bedeutungslos eigentlich alles ist, dass es keinen gott gibt, der über uns wacht.. dass wir einfach nur auf uns alleine gestellt sind in diesem chaotischen, bizarren zustand, das sich leben nennt.
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12.01.2011 10:58 Uhr von w0rkaholic
 
+0 | -0
 
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Ich kann das Verhalten der Freundin nicht: nachvollziehen. Wenn Sie bereits zur Mittagszeit angerufen hat (laut Quelle) und ihre Freundin dort bereits nicht mehr verstanden haben will am Telefon, wieso ruft sie nicht gleich die Polizei oder fährt hin? Ich gehe mal davon aus, dass Sie die Behinderung der Frau kannte und in dem Fall warte ich doch nicht ein paar Stunden!? Was anderes wäre es in meinen Augen, wenn sie versucht hat anzurufen (es klingelt...) aber niemand geht ran! Dann hätte ich noch durchgehen lassen, dass man eben denkt, naja, die machen einen Spaziergang oder Schlafen meinetwegen.

Zugeben muss ich natürlich, dass ich im Nachhinein, wo der Ausgang der Geschichte bekannt ist viel einfacher urteilen kann. Bei einem körperlich gesunden Freund hätte ich wahrscheinlich auch mit der Polizei gewartet, hier sehr wahrscheinlich aber nicht.
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12.01.2011 11:09 Uhr von JustMe27
 
+1 | -1
 
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@Zinkbacca: Ja, shit happens. Meldungen und daraus resultierende Sperren auch. edit[Joe1405]
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12.01.2011 12:06 Uhr von eScapLaY
 
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