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Gründer des Finanzdienstleisters AWD will morgige ARD-Dokumentation verhindern

Mit ungewöhnlichen Maßnahmen will der Gründer des Finanzdienstleisters AWD, Carsten Maschmeyer, eine für den morgigen Mittwoch geplante Ausstrahlung der ARD-Dokumentation "Der Drückerkönig und die Politik" verhindern.

Der Hamburger Medienanwalt Matthias Prinz schrieb im Auftrag des ehemaligen AWD-Vorstandsvorsitzenden einen je 80-seitigen Brief an alle Rundfunkintendanten der ARD, wohl mit der Bitte versehen, den Film aus dem Programm zu nehmen.

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat das außergewöhnliche Schreiben in der ARD für Furore gesorgt. Bislang will man am morgigen Ausstrahlungstermin um 21:45 Uhr im Ersten festhalten. Die Doku zeige die engen Verbandelungen Maschmeyers mit der ehemaligen rot-grünen Bundesregierung.


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WebReporter: pirata
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: ARD, Brief, Anwalt, Dokumentation, AWD, Finanzdienstleister
Quelle: www.sueddeutsche.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.01.2011 18:45 Uhr von ZzaiH
 
+3 | -0
 
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na da: bin ich ja mal gespannt...
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11.01.2011 18:46 Uhr von UICC
 
+6 | -2
 
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80 seiten? das ließt doch niemand. Gibt es eine Management Summary?
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11.01.2011 18:47 Uhr von dr.b
 
+13 | -0
 
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Wie dämlich muß man sein im Grunde ist das ja noch Werbung für die ARD. Viele werden jetzt erst der Presse entnehmen, daß eine entsprechende Dokumentation läuft ...und wenn er es denn verhindern will, scheint es ja nicht gerade banal und oberflächlich zu sein.
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11.01.2011 18:47 Uhr von am92
 
+10 | -0
 
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Noch nichts von Pressefreiheit gehört
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11.01.2011 18:54 Uhr von pirata
 
+1 | -0
 
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Denke, die ARD hat schon durchaus etwas Angst, immerhin ist Matthias Prinz ja nicht irgendein Rechtsanwalt. Das kann schon übel ausgehen, wenn sich in der Doku ne falsche Formulierung findet.
Wikipedia schreibt:
"... In der Folge wurde Prinz zu einem der bekanntesten Medienanwälte Deutschlands, den Die Welt einmal als „Rächer der Genervten“ bezeichnete. Prinz, der von sich in einem Interview gesagt hat, er sei „gar nicht so streitbar“ sondern versuche nur, für seine Mandanten „vernünftige Lösungen“ zu finden, gelang es mit einigen Verfahren, die er bis vor den Bundesgerichtshof und das Bundesverfassungsgericht führte, deutsche Rechtsgeschichte zu schreiben.[Beleg?]

2003 vertrat Prinz das schwedische Königshaus gegenüber etlichen Zeitschriften, und ihm gelang, dass sieben Zeitschriften, darunter Neue Frau und Frau mit Herz, Gegendarstellungen, Widerrufe und sogar Entschuldigungen auf ihren Titelseiten brachten.

Prinz, zu dessen Mandantschaft oft bekannte Namen wie Christoph Daum, Karl Lagerfeld oder Claudia Schiffer gehören, gelang mit dem Caroline-Urteil 2004 für Prinzessin Caroline von Monaco ein spektakulärer Erfolg vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, der weitreichende Folgen für die gesamte europäische Boulevardpresse haben sollte."
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11.01.2011 18:54 Uhr von artefaktum
 
+10 | -0
 
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Das is aber auch eine Frechheit dass im Rahmen der Pressefreiheit nicht nur darüber berichtet wird, was mir in den Kram passt ... ;-)
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11.01.2011 19:02 Uhr von anderschd
 
+3 | -0
 
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Getroffene Hunde oder: wirklich falsche Anschuldigungen?

Grünenthal wollte ja auch eine Doku untersagen.
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11.01.2011 21:11 Uhr von Loichtfoier
 
+1 | -0
 
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Gute Werbung: für diese Doku. Ob die ARD dieser Bitte um Zensur wohl nachkommen werden?
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13.01.2011 09:29 Uhr von dr.b
 
+1 | -0
 
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