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Missbrauch: Bistum Regensburg möchte kritischen Journalisten per Gericht zensieren

Weil der Journalist Stefan Aigner von der Homepage "regensburg-digital.de" einen kritischen Kommentar zu einem Missbrauchsfall im Regensburger Bistum hinterlassen hat, möchte die Kirche gerichtlich gegen diesen vorgehen.

Aigner hatte in einem Fall um einen wegen sexuellen Missbrauchs verhafteten Pfarrer von "Schweigegeld" gesprochen, das den betroffenen Eltern gezahlt worden sei. Wegen diesem Wort zieht das Bistum nun vor das Landgericht Hamburg.

Der Journalist ließ sich nicht zensieren und wiederholte seinen Vorwurf an die Kirche, die wiederum mit einer Unterlassungsklage reagierte. Die hohen Prozesskosten werden im Übrigen von den Usern der Seite "regensburg-digital.de" getragen, die insgesamt 10.000 Euro spendeten.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Klage, Missbrauch, Regensburg, Bistum
Quelle: www.sueddeutsche.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.01.2011 12:58 Uhr von Animus2012
 
+6 | -0
 
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das: ist ja mal wieder typisch. glaubt die kirche ernsthaft das dadurch die sache besser wird oder ganz verschwindet?!! ich hoffe das die verlieren und dafür zahlen müssen
verkorkste bande!
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11.01.2011 12:59 Uhr von KamalaKurt
 
+4 | -1
 
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Die Kirche hat doch in ihrer heutigen Situation, ausgelöst durch die Aufdeckung des Kindesmisbrauchs so viel Dreck am Stecken, dass sie sich ins hinterste Stübchen verstecken sollte und nicht einen Reporter, der hinter eine Sache gekommen ist, die er wahrscheinlich beweisen kann, noch zu prozessisieren. Könnte natürlich sein, dass die Kirche die Eltern nochmals besticht, damit die ihre Ausssage zurückzieht.
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11.01.2011 13:16 Uhr von Earaendil
 
+0 | -1
 
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Da sind Spenden doch mal sinnvoll,oder?
Sollten wirklich solche Schweigegelder nachvollziehbar geflossen sein ( was ich leider befürchte..dies wird auch kein Einzelfall gewesen sein..) .. *mal sehn,was sagt das Alte Testament dazu* ...ahja..hier .. :Auge um Auge,Zahn um Zahn.
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11.01.2011 13:16 Uhr von RitterFips
 
+4 | -0
 
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Wir besitzen: eine Pressefreiheit und sind nicht mehr im Mittelalter! Das Bistum gehört vor Gott gestellt. Denke mal der freut sich garnicht darüber was in seinem Namen so alles gemacht wird.
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11.01.2011 14:22 Uhr von Karma-Karma
 
+1 | -0
 
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Oh Mann. Dass das Bistum nicht merkt, dass es sich selbst nen Ast absägt... Wär aber echt mal zeit, dass Gott sich mal in der Sache einschaltet, wie in dem Cartoon hier, hehe: http://www.paramantus.net/...