10.01.11 21:30 Uhr
 2.107
 

Tunesien: Alle Schulen und Universitäten werden geschlossen

Nach den großen Unruhen in Tunesien wurden nun alle Schulen und Universitäten geschlossen. Der Höhepunkt der Ausschreitungen, die hauptsächlich von Jugendlichen ausgingen, wurde bei einem Polizeieinsatz erreicht, bei dem zehn Menschen ums Leben kamen.

Nach Augenzeugenberichten sollen diese zehn Personen mitten unter einem Trauerzug von Polizisten erschossen worden sein. Der Trauerzug wurde für frühere Opfer der Demonstrationen abgehalten, bei diesem wurde von Polizisten wahllos in die Menge geschossen.

Die tunesische Hauptstadt ist zurzeit von der Polizei umstellt, insgesamt sollen sich über 2.000 Personen bei den Demonstrationen beteiligen. Der Grund für die Ausschreitungen ist die Aussichtslosigkeit der Jugendlichen, die Arbeitslosigkeit ist gerade in Tunesien extrem hoch.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: andi15am20
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Schule, Universität, Ausschreitung, Unruhe, Tunesien
Quelle: www.spiegel.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Tabakkonzern Philip Morris zahlte eine halbe Million für politisches Sponsoring
AfD bereitet Antrag zur Abschaffung des Rundfunkbeitrags vor
USA: Mysteriöse Datenfirma will Donald Trumps Sieg ermöglicht haben

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
10.01.2011 21:30 Uhr von andi15am20
 
+13 | -5
 
ANZEIGEN
Ich persönlich finde es tragisch wie in Tunesien mit Menschen umgegangen wird, einfach in die Menge zu schießen, auf vielleicht nicht gerade friedliche Demonstranten, ist für mich trotzdem eine riesengroße Schande. Die Politiker sollen endlich was unternehmen, um die Situation unter Kontrolle zu bringen bzw. die Situation für die Jugendlichen zu verbessern.
Kommentar ansehen
10.01.2011 22:18 Uhr von quade34
 
+13 | -3
 
ANZEIGEN
es ist nicht nur tragisch, sondern der Ausdruck der Diktatur, die mit den Freiheitswillen der Menschen ihre Probleme hat. Manchmal sind es nur ganz kleine Probleme, die das Faß zum Überlaufen bringen. An die tunesische Regierung ist zu signalisieren, schaut auf den 9.11.1989 in der DDR.
Kommentar ansehen
10.01.2011 22:32 Uhr von gungfu
 
+7 | -3
 
ANZEIGEN
ich bin: auch für das Recht zur friedlichen Demanstration, in der DDR hat es auch funktioniert, aber wie schon so oft in der Geschichte ist irgendwann das Fass übergelaufen und die mächtigen mussten mit Gewalt von ihren Positionen hoch über dem Volk entfernt werden.
Kommentar ansehen
11.01.2011 00:12 Uhr von Rechthaberei
 
+7 | -3
 
ANZEIGEN
Sosoaha, das wären dann Wirtschaftsflüchtlinge: und keine politisch verfolgten Asylanten deren Leben beispielsweise von militanten Islamisten bedroht ist.

"Der Grund für die Ausschreitungen ist die Aussichtslosigkeit der Jugendlichen, die Arbeitslosigkeit ist gerade in Tunesien extrem hoch."

Bilde dich mehr.
Kommentar ansehen
11.01.2011 01:04 Uhr von Rechthaberei
 
+3 | -4
 
ANZEIGEN
Sosoaha, reicht wenn du schon hier bist. Aber frag doch Japan.
Kommentar ansehen
11.01.2011 07:55 Uhr von Earaendil
 
+4 | -4
 
ANZEIGEN
@sosoaha: Vergebliche Liebesmühe..kannst das beste Argument haben.Solang es Menschen gibt , die so ---->°°Mich gehen diese Leute nichts an. °°<---- denken , stößt du nur auf dumme Ohren.

@Chorkrin

°°aber nur so bekommt man das Pack das den Freiden störrt, kiminellen Tätigkeiten nachgeht und glaubt sich hier austoben zu können raus, bzw in den Griff. °°
Aus "Mein Kampf"..oder selber ausgedacht?
Kommentar ansehen
11.01.2011 08:48 Uhr von Jummi
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@sosoaha: "vielleicht checken jetzt mal einige pappnasen hier, wieso menschen asyl in europa beantragen.. "

Nee, da muß man tiefer bohren, da fehlt auch viel Aufklärungsarbeit, von der Schule angefangen bis in die Medien, die auch nur Halbwahrheiten verbreiten.

1. Länder wie Tunesien, Algerien, Marokko waren einst Kolonialgebiete.(Eigentlich ganz Afrika)
In diesen Ländern wurde Krieg geführt, die Kolonialmächte kämpften dort um Vormachtstellung und Bodenschätze.

2. Nach dem 2. Weltkrieg wurden diese Länder unhabhängig, jedenfalls nach außen hin.
Die verbliebenen Großmächte England, Frankreich und die USA hielten weiter ihre Hände über diese Länder.

3.Bis heute werden diese Länder zT. wie Kolonien behandelt, also nicht gleichbrechtigt, Exportpreise werden gedrückt, eigene Wirtschaft nicht gefördert- eher zerstört (Ähnlich wie in dem Gebiet der ehemaligen DDR), so macht man die Menschen dort abhängig vom Wohlwollen der westlichen Nationen.
Das geschieht auch über den Einfluß der westlichen Währungen, mit denen man fast überall in der Welt Wahren einkaufen kann, versuch das mal mit den Tunesischen Dinar.

4. Die Machthaber in diesen Ländern sind allesamt westliche Marionetten, die die Produkte ihrer Länder für Niedrigstpreise in den Export verschleudern, davon hat das Volk wenig, aber die Herrscher mit ihrem Machtapparat schon.
Die fahren die größten Autos, leben selbst in schönen Villen und Palästen, während das Volk immer ärmer wird.

5. Damit das auch so bleibt, schieben die westlichen Staaten den Machthabern in Afrika Milliardenbeträge rüber. Von diesen Beträgen können diese Machthaber zB. Rüstungsgüter kaufen und ihren Machtapparat weiter ausbauen, damit können sie dann Aufstände und Demonstrationen noch besser bekämpfen.
Das wiederum befördert die deutsche Rüstungsindustrie, die dadurch ihre Produkte besser verkaufen kann.
Die Gelder, mit denen die Machthaber in den ehemaligen Kolonien die Waffen kaufen, stammen aus Steuermitteln der EU oder USA.
Also finanzieren wir als Steuerzahler den Waffenhandel und sorgen somit dafür, daß die Menschen dort arm bleiben.

Wenn man das ändern möchte dann muß man dafür sorgen, daß diese Länder auf eigenen Füßen stehen.
Hilfe zur Selbsthilfe- statts Waffen müßte man Maschinen und Technologie für die friedliche Nutzung verkaufen und den Menschen dort ermöglichen selbst eine Volkswirtschaft aufzubauen, dazu gehört auch, zB. den Tun. Dinar kompatibel zu machen.

Man stelle sich vor, diese Massaker auf Demonstranten hätte es im Iran gegeben, dann wäre der Aufschrei in den westlichen Medien riesig.
Gestern zB. kam garnichts in den Nachrichten auf "heute" oder "Tagesschau".
Kommentar ansehen
11.01.2011 08:58 Uhr von Jummi
 
+3 | -2
 
ANZEIGEN
@sosoaha: "halt mich für einen "gutmensch" oder was immer du willst. aber meine meinung ist, daß man uns unter kontrolle halten will, indem man uns ein neues feindbild zum fraß vorwirft. die terroristen haben wohl nicht so ganz die erhoffte wirkung entfaltet, jetzt präsentiert man uns, medial breit angelegt, den KRIMINELLEN AUSLÄNDER."

Und genau das ist gefährlich.
Man baut ein Feindbild auf um von den eigenen Schweinereien und den Fehlern im System abzulenken.
Leute wie Koch oder Sarrazin gießen Öl ins Feuer, bis eine neue Hexenjagt beginnt.
Die Menschen erkennen ihre wahren Feinde nicht.
Auch deshalb mag ich den Kapitalismus nicht, er hetzt die kleinen Leute gegeneinander auf, die Schwächsten sind die Leidtragenden, Ausländer, Arbeitslose und Hartz-IV- Empfänger.

Das ist Faschismus.

[ nachträglich editiert von Jummi ]
Kommentar ansehen
11.01.2011 09:11 Uhr von Jummi
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
@sosoaha: "und wie stehen die chancen für einen tunesier, nach deutschland umzuziehen? "

Nimm nur mal das Thema Urlaub...:-)

Welcher Tunesier kann sich einen Urlaub in Europa leisten, die kennen Urlaub überhaupt nicht.
Als ich in Tunesien war, hab ich mich manchmal gefragt, wer eigentlich an meinem Urlaub verdient!?
Die Menschen dort, die dafür sorgen, daß wir angenehme Tage dort verbringen wohl kaum, die werden mit Billigstlöhnen abgespeist.
Deshalb gibt man auch ein Trinkgeld, vom Reinigungspersonal bis zum Barkeeper, ohne das die Menschen dort garnicht existieren können.
Kommentar ansehen
11.01.2011 09:41 Uhr von Jummi
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
@sosoaha: "hab´ mich lange gefragt, wie es zum dritten reich kommen konnte. war mir vollkommen unbegreiflich.

aber so langsam bekomm´ ich eine vage ahnung. hoffentlich ist das, was zur zeit passiert, keine unumkehrbare entwicklung."

Wie sich die Sache weiterentwickelt, hängt vor allem am Verhalten der Menschen selbst.
Werden sich die Menschen weiterhin am Nasenring führen lassen, oder wird der Widerstand gegen den Raubtierkapitalismus wachsen?
Zum Widerstand brauchen wir starke Gewerkschaften und fortschrittlich denkende Menschen aus allen Schichten und Organisationen der Gesellschaft.

Ein Volk, welches sich zu wehren weiß, wird niemals faschistischen Idealen folgen.
Da können wir zB.von Frankreich oder Griechenland lernen.
Protest und Generalstreik, auch wenn dies nicht immer zum Erfolg führt, gibt den Menschen aber zumindest Selbstbewußtsein.
Die Einigkeit im Protest macht stärker.
In Frankreich und Griechenland gingen alle auf die Strasse, egal welche Hautfarbe sie hatten.
Daher stammt auch der Spruch- "Proletarier aller Länder vereinigt euch!"- denn der lohnabhängig Beschäftigte wird überall ausgebeutet, ob in Europa, in Afrika oder den USA, nur eben unterschiedlich stark.
Kommentar ansehen
11.01.2011 15:36 Uhr von Rechthaberei
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@sosoaha: Also in Deutschland sind mittlerweile genug Immigranten, das Boot ist wirklich voll, da sich ja viele mit den eigentlichen Deutschen vermischen werden und die Deutschen untereinander zu wenig Kinder haben.

Wir sterben aus, wie Sarrazin erläuterte, weil wir zuwenig für das Kinderkriegen investieren. Da müssen wir das nicht auch noch mit Sozialhilfezuzug verschlimmern. Erst Kinder statt Inder.

Es ist nunmal sehr wichtig das Deutschland Deutschland bleibt vom Charakter, da die Deutschen und nicht die Tunesier eine Hochkultur tragen die jedes Jahr viele Erfindungen und Patente für die ganze Welt hervorbringt.
Kommentar ansehen
11.01.2011 15:47 Uhr von psycoman
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@Jummi und Rechhaberei: Jummi schrieb:
"Ein Volk, welches sich zu wehren weiß, wird niemals faschistischen Idealen folgen.
Da können wir zB.von Frankreich oder Griechenland lernen."

Deswegen gab es also keine Faschisten in Frankreich und Griechenland. Vichy-Frankreich oder die Metaxas- oder Obristenzeit in Griechenland waren nur Einbildung.

Aber Du hast natürlich Recht, dass man in Deutschland durchaus etwas mehr für seine Rechte und Meinung eintreten sollte. Gewallt sollte aber kein Weg sein, seine Meinung kund zu tun.

Rechte Parteien werden auch in Frankreich gewählt, und zwar erhalten diese doch gerade deswegen Zustimmung, weil von Jugendlichen Gewalt ausgeht.

Was Tunesien da macht ist natürlich zu verurteilen, denn geschlossenene Schulen und Universitäten führen sicher nicht zu weniger Arbetislosigkeit genauso wie Gewalt gegen die Demonstranten vermutlich eher eskalierend wirkt.

@Rechthaberei:
Das Problem sind doch nicht Ausländer an sich, sondern eben kriminelle Ausländer.

Wenn jemand sich vernünftig verhält, arbeitet und heir gesetzestreu und friedlich lebt, können nur irgendwelche Nazis etwas dagegen haben. Man müsste nur die vorhandenen Gesetze strenger anwenden. Es dürfen nur Leute einwandern, die dem Land etwas bringen, wie Spezialisten, und Straftäter werden ausgewiesen.

Kriminelle Immigranten braucht aber niemand, denn deutsche Straftäter haben wir schon genug, und müssen sie deshalb nicht noch welche importieren.

Kriminelle Deutsche gehören ins Gefängnis, straffällige Ausländer abgeschoben.

Das erstpart der Gesellschaft, also Deutschen und Ausländern, Problemfälle und die Kriminellen versauen nicht den normalen Ausländern den Ruf.

[ nachträglich editiert von psycoman ]
Kommentar ansehen
11.01.2011 16:22 Uhr von Rechthaberei
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Nein, das stammt von der alternativen Presse: http://info.kopp-verlag.de/...

Refresh |<-- <-   1-13/13   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Fußball/1. Bundesliga: Darmstadt 98 entlässt Trainer Norbert Meier
"Tagesschau" berichtet nun doch über Mord an Freiburger Studentin
Tabakkonzern Philip Morris zahlte eine halbe Million für politisches Sponsoring


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?