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Ruanda: Brisanter Auslandseinsatz für deutsche Bundesanwälte

Im April des Jahres 1994 eskalierte im zentralafrikanischen Land Ruanda einer der wohl blutigsten Bürgerkriege der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Beobachter gehen davon aus, dass rund eine Million Menschen bei den Progromen ums Leben kamen, eine halbe Million Frauen wurden Witwen.

Nun sollen deutsche Bundesanwälte dabei helfen, das Unrecht juristisch aufzuarbeiten. "Neuland" sei das, so Bundesanwalt Rolf Hannich. Grund für den ungewöhnlichen Einsatz ist die Zuständigkeit. Ein Ruander steht am 18. Januar in Deutschland vor Gericht. Zwei weitere Verfahren sind anhängig.

Der ehemalige Bürgermeister einer Gemeinde im Norden, Onesphore R., sitzt in Frankfurt am Main auf der Anklagebank, weil er zum Mord an Tutsi aufgerufen haben soll. 3.730 Menschen kamen damals zu Tode, Überlebende berichteten von "unglaublichen Szenen". Grundlage des Verfahrens ist das Völkerstrafrecht.


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WebReporter: Rheinnachrichten
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mord, Anklage, Jurist, Ruanda
Quelle: www.derwesten.de

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