06.01.11 22:00 Uhr
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OLG Köln präzisiert "gewerbliches Ausmaß" von Werken auf Tauschbörsen

Das Oberlandesgericht Köln hat in einem Urteil vom 27. Dezember 2010 die urheberrechtliche Bewertung von angebotenen Werken auf Tauschbörsen präzisiert. Entscheidend ist, ob das zur Verfügung gestellte Werk ein "gewerbliches Ausmaß" erreicht.

Der deutsche Gesetzgeber hat bei der Umsetzung der EU-Richtlinie ("Enforcement-Richtlinie") bewusst darauf verzichtet, dieses "Ausmaß" festzuschreiben. Die Kölner Richter legten nun fest, dass bei Musikwerken eine Frist von sechs Monaten, die so genannte Verwertungsphase, gelten soll.

Nur wenn das Musikwerk schon vorher zu Discount-Preisen angeboten wird, verkürzt sich diese Phase. Bei Kinofilmen und Hörbüchern nehmen die Richter eine längere "Verwertungsphase" an. Daraus leiten die Richter eine Auskunftsverpflichtung der Provider solcher Tauschbörsen, inklusive IP-Adresse, her.


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WebReporter: Rheinnachrichten
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Köln, Urteil, Richtlinie, Tauschbörse, Ausmaß
Quelle: www.golem.de

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06.01.2011 22:00 Uhr von Rheinnachrichten
 
+1 | -4
 
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Vorsicht! Wer innerhalb von sechs Monaten bei einer Tauschbörse illegal Musik, Filme oder andere urheberrechtlich geschützte Werke herunterlädt, hat es zukünftig noch schwerer, aus der Nummer wieder herauszukommen.

Und es bestätigt die Anwaltskanzleien und Detekteien, die im ausdrücklichen Auftrag der Rechteinhaber mit der Durchsetzung dieser Rechte beauftragt werden.
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06.01.2011 23:05 Uhr von PapaDerMandy
 
+3 | -13
 
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06.01.2011 23:23 Uhr von PapaDerMandy
 
+1 | -8
 
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sosaha: << aber sorry, wenn irgendwelche jugendlichen sich den einen oder anderen film oder musik über tauschbörsen besorgen, andererseits aber trotzdem ins kino gehen oder geld für spiele ausgeben, was soll dann der scheiß? >>

Woher weisst du das die Jugendlichen trotzdem ins Kino gehen? das möchte ich mal sehen. Also soweit ich weiss, haben Jugendliche nich das Geld für den Wert nicht was so über Tauschbörsen gesagugt wird. Also erzähl hier kein.


<< ist mal wieder typisch! sobald irgendeine industrielobby sich auf den schlips getreten fühlt, ist datenschutz auf einmal kein problem mehr.
da darf man gerne auch mal herumschnüffeln, was computerbenutzer so alles machen. >>

Also soweit ich weiss, dürfen Daten zur Strafverfolgung gespeichert werden.
Wäre auch für dich doof, wenn du im Hausflur überfallen wirst und keine kamera es aufnehmen dürfte.

Ich reg mich aber trotzdem auf.
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06.01.2011 23:38 Uhr von PapaDerMandy
 
+1 | -8
 
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sosoaha: << aber wenn jugendliche sowieso nicht das geld haben, um sich die sachen zu kaufen,
was soll der unterhaltungsindustrie dann überhaupt für ein schaden entstanden sein? >>

Schonmal was von Disponierung gehört? Die Nachfrage ist ja da, aber das Geld bleibt aus. Kein geld kommt rein durch ITunes etc. Socleh Seiten kosten schonmal Geld und CDs werden hergestellt sowas kostet auch Geld und da kommt auch kein Geld rein.


ERGO es wurde wegen der nachfrage Geld ausgegeben aber nicht wieder eingenommen.
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06.01.2011 23:54 Uhr von PapaDerMandy
 
+0 | -4
 
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sohaha: << wenn bmw eine umfrage machen würde, wer gerne einen 7er hätte und die bauen dann genausoviele autos um diese "nachfrage" zu decken..
..weisst schon, wie ich´s mein.. >>

So ähnlich. So wird der Bedarf ja ermittelt. Wieviel wurde letztes jahr bei BMW konsumiert an Neuwagen oder wieviel Kartoffeln wurde letzte Woche konsumiert. Und soviel stellen sie auch her. Also nicht mit Umfrage sondern durch die Bilanzen des Vorjahres oder der Vorwoche. oder wenn es einen neuen Superstar gibt. In diesem Jahr werden dann für den neuen Superstar nicht soviele CDs gepresst weil Der Mehrzad Marashi letztes Jahr nicht so erfolgreich war
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07.01.2011 00:25 Uhr von PapaDerMandy
 
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sosoaha: << kopien tauchen aber doch in den verkaufsstatistiken gar nicht auf! >>

jaja und woher nehmen die verschiedenen Internet Seiten die Zahlen, wenn ma wieder über die meistgedownlaodeten Games, Filme und MP3´s berichtet wird? Meinst du die sind alle gefaked?


<< also ich seh´ nach wie vor kein problem, früher hat man auch kassetten von gekauften LPs aufgenommen und die sind dann im freundes- und bekanntenkreis immer weiter vervielfältigt worden. oder videos. >>

Schlechter Vergleich, denn dein Freundes bzw Bekanntenkreis umfasst keine Millionen Nutzer. Tauschbörsen schon. Und das in einer sehr guten Qualität.

Ich habe zu Anfang meiner PC Zeit, als ich noch kein Internet hatte von Viva aufgenommen und dann im Cubase bzw Wavelab geschnitten. Das kann man vergleichen mit Web Radios. Aber für solche Sachen werden Gema und GVL gezahlt und das mit den kassetten hatte ja noch nicht so ein Ausmaß. ich glaube nicht das sich Jugendliche dort hingesetzt haben und Millionen von Kassetten kopert haben.


<< die plattenindustrie hat´s überlebt, hollywood hat offenbar immer noch geld für filme, die 250.000.000 euro kosten und nimmt dafür ein vielfaches wieder ein. >>

natürlich haben die es überlebt weil das Ausmaß noch nicht so hoch war.


<< "avatar" ist einer der teuersten filme aller zeiten, hat wahnsinnig viel eingespielt und ist gleichzeitig einer der am meisten kopierten filme. >>

das liegt imho daran das noch keine DVD davon da ist, ich warte noch auf die verkaufszahlen der DVDs danach siehts sehr düster aus. Aber woher hast du die Zahlen der Kopien?
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07.01.2011 01:34 Uhr von PapaDerMandy
 
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@ahasoso: Aus der Quelle Gulli:
<< 16,5 Millionen Downloads. >> Trotz << absoluter Hit an den Kinokassen, seit er Mitte Dezember 2009 gestartet ist. >>

Mich würde interessieren wie viel Dollar er dagegen eingespielt hat, dies wird hier aussen vorgelassen, denn dann könnte man nachrechnen. Hat er weniger als 165 Millionen eingespielt, dann waren wohl mehr am downloaden. Vorrausgesetzt. 10 Euro Eintrittskarte, 16,5 Milliarden Downlaods = 16,5 Millarden Kino Besucher.
ich weiss Milchmädchen Rechnung, deswegen hätte ich gern eine seriöse Quelle und Gulli erscheint mir als eine die es nicht ist.

Aus der Quelle Netzpolitik:
<< IP-Watch hat einen interessanten Artikel über die Lobbying-Ausgaben der US-Musikindustrie in den vergangenen zehn Jahren >>

Naja gut das finde ich dann eher wieder frech, auf der einen Seite fordern wir mehr Datenschutz und auf der anderen Seite darf man das einfach transparentieren.


<< ich will ja niemanden zum begehen von straftaten aufrufen, noch finde ich rechtsbrüche gut. aber ein bisschen entspannter kann man das alles schon sehen. >>

Ich seh das ein wenig anders, denn hier forderst du das Geschenke oder billige Preise selbstverständlich sind und das ist es alles nicht.
Sieh es doch mal so, der Markt reguliert sich von selbst, dank Konkurrenz aber bei der Unterhaltungs Industrie geht das nicht, denn einen coolen Film macht nunmal nur einer und der diktiert die Preise. Will man nicht soviel zahlen, muss man sich eben mit einem uncooleren Film zufrieden geben. Aber das will keiner aber soviel zahlen aber auch nicht. Also dann "klaut" man sich eben den coolen Film.

Fakt ist aber möchte ich etwas konsumieren, muss ich den Preis zahlen den der Händler eben haben will.
Und hier geht es nicht um überlebenswichtige Dinge wie Essen, wo der Staat eingreifen muss mit Preis regeln, damit man nicht ausgebeutet wird, sondern um Dinge für den Luxus

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