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In Zukunft vermehrt Scheinmedikamente?

Scheinmedikamente (Placebos) sind Tabletten ohne Wirkstoff. Gemäß Schulmedizin wirken sie bloß dann, wenn der Patient nicht weiß, dass es sich um ein Placebo handelt. Eine neue, amerikanische Studie hat nun das Gegenteil gezeigt.

In einer Studie mit 80 Patienten, die alle eine Reizdarmsyndrom hatten, konnten Forscher der Harvard-University zeigen, dass die Symptomatik auch dann gemildert werden konnte, wenn die Studienteilnehmer klar wussten, dass sie bloß ein Placebo einnahmen.

Die Forscher führen den "heilenden" Effekt darauf zurück, dass die Patienten mit der täglichen Einnahme der Scheinmedikamente ein "Heilungsritual" vollbrachten. Sie hoffen nun, dass ihre Studie den ethischen Gebrauch von Placebos im medizinischen Alltag positiv beeinflussen könnte.


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WebReporter: swissestetix
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Studie, Wissenschaft, Zukunft, Medikament, Placebo
Quelle: blog.swissestetix.ch

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.01.2011 14:42 Uhr von Freggle82
 
+33 | -0
 
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Das Bild ist spitze: Sieht mir ganz nach Partydroge aus.
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06.01.2011 15:12 Uhr von Earaendil
 
+4 | -4
 
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Haha: Jetzt sagen die den Leuten also offiziell , daß der Rotz den sie auf den Markt werfen keinen wirklichen Nutzen hat.
Lustig,kommt genau zu dem Zeitpunkt,an dem die Pharmafirmen den Nutzen ihrer Produkte verstärkt nachweisen müssen,vor allem im Bereich Homöophatie.
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06.01.2011 15:54 Uhr von KellerW2
 
+6 | -1
 
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In Zukunft vermehrt Scheinmedikamente? Schicken sie bitte bitte den Bericht gleich zum Herrn Rösler

wir sind so weit das man die Unterschicht schneller weg haben
als Gedacht.
da sie sowieso die Medikamente nicht Zahlen können reichen
Placebos.

brauchen in Zukunft weniger Herstellen da für unseren Gebrauch genug da ist.
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06.01.2011 15:54 Uhr von anderschd
 
+3 | -0
 
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Kann man denn einfach sagen, wir haben ein Mittel gegen Krankheit XY ohne wirklich eins zu haben, verteilen und es wirkt?
Und was hätte das für Folgen bei den Preisen, denn die Forschung fällt ja weg? Oder ist es vllt gar schon so? Hm...

[ nachträglich editiert von anderschd ]
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06.01.2011 16:26 Uhr von CrazyT
 
+2 | -0
 
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Frag mich wieviel die damit verdienen. Etwas verkaufen ohne jeglichen Wirkstoff und geringeren Kosten ... gibts scheinbar in keiner anderen normalen Branche.
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06.01.2011 16:28 Uhr von juli989
 
+7 | -2
 
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Scheinmedikamente: Gibt doch schon genügend Scheinmedis... Homöopathie z.B.
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06.01.2011 17:22 Uhr von K.T.M.
 
+7 | -1
 
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@sosoaha: "die ganzen heiler der sogenannten naturvölker zum beispiel werden von vielen ja als spinner abgetan.

oder das wissen über heilpflanzen ist auch ziemlich verschüttet. die ganze esoterik-ecke wird ebenfalls komplett als hokuspokus abgetan."

Jedes große forschende Pharmaunternehmen hat mehrere Forscher bei verschiedenen Naturvölkern, die nach potentiellen neuen Wirkstoffen suchen. Über 70 % der Medikamente sind oder basieren auf natürlichen Stoffen. So ist zum Beispiel Taxol ein Mittel gegen Brustkrebs. Taxol kommt in der Pazifischen Eibe vor, aufgrund der geringen Verbreitung kann man aber nicht den weltweiten Bedarf decken. Wo ist also das Problem wenn man nun im Labor Taxol ausgehend von anderen Eibenarten teilsynthetisiert? Oder nehmen wir Aspirin, natürlich könntest du dir stattdessen auch einen Weiden-Rinden-Tee kochen. Nur hier wirst du wieder ein Problem mit der weltweiten Verfügbarkeit bekommen, wenn jeder nur noch Tee trinken möchte statt Aspirin zu schlucken.
Ich persönlich bin auch kein Freund der Pharmaindustrie, weil da auch einiges vollkommen falsch läuft, da sind dann aber nicht die eigentlichen Forscher schuld, sondern irgendwelche BWLer, denen es nur um $$$ geht.
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06.01.2011 17:34 Uhr von Johnny Cache
 
+0 | -0
 
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@CrazyT: Natürlich gibt es sowas auch in anderen Branchen, aber die werden dann wenigstens wegen Betrug verknackt.
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07.01.2011 06:25 Uhr von Moriento
 
+0 | -0
 
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@CrazyT: Placebos sind nicht teuer, da bezahlt man für 50 oder 100 Stück kaum etwas. Die kann man in jeder Apotheke bekommen, die Packung sieht aus wie bei einem normalen Medikament, da gibt es verschiedene Sorten, im Döschen, im Blister, usw.

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