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USA: Zwölfjähriger Junge zu 25 Jahren Haft verurteilt

Der zwölfjährige Paul Gingerich ist am gestrigen Dienstag von einem Gericht in Warzaw (Indiana) zu 25 Jahren Gefängnis wegen der Beteiligung an einem Tötungsverbrechen verurteilt worden. Insgesamt wurde er zu 30 Jahren Haft verurteilt, die letzten fünf Jahre wurden zur Bewährung ausgesetzt.

Zusammen mit Colt Lundy, 15 Jahre alt, und einem weiteren zwölfjährigen Jungen soll Gingerich im April letzten Jahres den Stiefvater von Colt Lundy erschossen haben. Gingerich entschuldigte sich vor Gericht für seine Tat. Mittäter Colt Lundy wurde im letzten Jahr ebenfalls zu 30 Jahren Haft verurteilt.

Gingerich und Lundy sollen jeweils zwei Schüsse auf das 49-jährige Opfer abgegeben haben. Alle drei Jungen sollen den Mord an Lundys Stiefvater bereits mehrere Wochen zuvor geplant haben. Danach wollten sie nach Arizona reisen und T-Shirts an Drogenabhängige verkaufen.


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Haft, Mord, Junge, Verurteilung
Quelle: www.wane.com

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.01.2011 12:49 Uhr von Kamimaze
 
+1 | -7
 
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Also, ich hab mich mit dem Fall jetzt schon einige Monate beschäftigt, siehe auch News http://www.shortnews.de/... , allerdings ist für mich bis heute kein schlüssiges Motiv für die Tat erkennbar, zwischen Colt Lundy und seinem Stiefvater soll es aber schon länger Spannungen gegeben haben, trotzdem wirft man deshalb nicht seine gesamte Jugend weg, wenn Paul im Jahre 2035 wieder auf freien Fuß kommen sollte (U-Haft wird angerechnet), ist er 37 Jahre alt…
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05.01.2011 12:57 Uhr von Hodenbeutel
 
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Will nich wissen wie der drauf ist wenn er wieder raus kommt ^^
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05.01.2011 12:59 Uhr von Sarkastomat
 
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Wie heftig wobei sich mir gerade die Frage aufdrängt, was in good old Germany mit den Jungs passiert wäre...

@Autor: der wirft nicht bloß seine Jugend weg. Wenn du in dem Alter für so ne Zeitspanne in den Bau wanderst, hast du doch keinerlei Plan vom Leben außerhalb. Ob das Urteil in dieser Form als gerecht, oder ungerecht einzustufen ist, lass ich jetzt mal außen vor stehen.

Abschließend möchte ich noch erwähnen: der letzte Satz is ja wohl n Knaller! =))
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05.01.2011 13:02 Uhr von Dracultepes
 
+5 | -0
 
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@Sarkastomat: Wohl nicht viel für die jüngeren wenn man an die Grenze von 14 Jahren denkt.
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05.01.2011 13:06 Uhr von Darknezz
 
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USA , alles klar^^
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05.01.2011 13:17 Uhr von LhJ
 
+3 | -6
 
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Tja was ist jetzt besser?
Wenn er rauskommt, hat er keine Ahnung von überhaupt irgendwas. Ganz zu Schweigen von Bildung.
Was wird er also machen? Wahrscheinlich nix gutes.

Hier in Deutschland wäre er nie im Knast gelandet und wer einen Mord plant, ist gefährlich egal wie alt.
Hier würde er also fröhlich umherspazieren und könnte wieder irgendwas schlimmes anrichten, hätte allerdings auch noch halbwegs eine Chance, etwas aus sich zu machen.

Ich denke mal, weder das eine noch das andere ist gut.
Aber was wäre dann eine bessere Lösung?
Mir fällt da nichts ein.
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05.01.2011 13:22 Uhr von shane12627
 
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Ich stehe mit meiner Meinung wahrscheinlich alleine da, aber ich finde die Strafe gerechtfertigt. Mit 12 weiß er, was er tut. Er hat mitgeholfen, jemanden zu töten und Mörder gehören nun mal für immer weggesperrt.
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05.01.2011 13:34 Uhr von Kamimaze
 
+1 | -0
 
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@Sarkastomat: > "Abschließend möchte ich noch erwähnen: der letzte Satz is ja wohl n Knaller! =)) "

Da hab ich mich auch gewundert, aber wie würderst du sonst diesen Satz übersetzen: "Police testimony said Lundy, Paul Gingerich, 12, and another 12-year-old had planned for weeks to kill Danner and go to Arizona to sell T-shirts to "drug people." "
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05.01.2011 13:39 Uhr von Jesus_From_Hell
 
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shane12627: Weißt du warum sie den Mord begangen haben?

Udn glaubst du wirklich das ein 12 Jähriger das einschätzen kann?
Jemand der denkt er könnte vom T-Shirts verkaufen (an Junkies) in Arizona leben?

Und allgemein:
Wieso.gehören Mörder automatisch lebenslänglich in den Knast?
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05.01.2011 14:18 Uhr von DeeRow
 
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Hintergrund? Wie ist das Motiv? Erst dann kann man sich dazu äussern, ob gut oder schlecht...

Wurde der Junge von seinem Vater gepeinigt? Dann ist es "gut", da er vermutlich nicht mehr zum Mörder wird, da der Auslöser ja dahin ist.

War es "aus Spass" oder einem anderen dämlich Grund? Dann zurecht 25 Jahre.


Komisch, bei Memet (Taschendieb, Schläger, Südländer) haben alle nach der Todesstrafe geschrien... aber sobald es die USA ist, ist es was anderes anscheinend.
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05.01.2011 14:24 Uhr von Sarkastomat
 
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@Kamimaze: Ne, ist klar... du hast das schon richtig übersetzt!
Damit war auch nicht der Satzbau, sondern wirklich der Inhalt gemeint... ich hätt fast meine Cola in den Monitor gelacht... ^^
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05.01.2011 14:39 Uhr von Kamimaze
 
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@Sarkastomat: Tja, da fragt man sich, was in manchen Kiddies so vorgeht. Dabei ist zu beachten, dass es von Indiana nach Arizona ein Stückchen ist. Und wieso sie T-Shirts an "drug people" verkaufen wollten und vorger den Stifvater beseitigen mussten, bleibt wohl deren Geheimnis.

Vlt. hatte der was dagegen und hat gesagt: "Nein Colt, du fährst nicht nach Arizona und verkaufst dort T-Shirts..." Da hat Colt zwei Kumpels angeheuert und die haben dann den Stiefvater erschossen...
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05.01.2011 15:04 Uhr von EvilMoe523
 
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@ DeeRow: Naja, anstatt "gut" würde ich da bei dem Motiv dann eher "verständlich" oder "nachvollziehbar" behaupten.

Das er damit nicht mehr zum Mörder wird, wage ich jedoch zu bezweifeln. Ich glaube wer sein Problem einmal auf diese Weise löst, hätte dann später sicher auch kein Problem somit anderen unangenehmen Dingen aus dem Weg zu gehen.

Verhält sich doch nicht anders als beim Lügen.
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05.01.2011 16:26 Uhr von gast2112
 
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@LhJ: nur weil er im Knast sitzt, heißt das noch lange nicht, dass er keine Bildung erfahren wird. Ähnlich wie hier auch, wird in den Staaten den Häftlingen ermöglicht ihren Highschool Abschluss und auch Ausbildungen zu machen. Auch ättliche Arten von Hilfsgruppen gibt es, so dass er nicht unbeding assozial werden muss. Wenn er sich also bemüht kann er mit 37 Jahren ein neues Leben beginnen, zwar wird sich der Gefängnisaufenthalt nicht unbedingt blendend in seinem Lebenslauf machen, wenn er aber clever ist und an die richtigen Leute gerät kann er ein ganz normales Leben führen. Außerdem hat jeder in den Staaten einmalig die Gelegenheit sich "rein zu waschen", das heißt, dass alle in der Vergangenheit liegenden Vergehen aus den Akten gelöscht werden und so für zukünftige Arbeitgeber oder neue Bekannte nicht mehr einsehbar sind. Wenn er also will kann er nach Verbüßung der Strafe seine Vergangenheit verschwinden lassen.
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05.01.2011 17:29 Uhr von Kamimaze
 
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@gast2112: Das mag schon sein, trotzdem ist er mit 12 Jahren noch ein Kind, deshalb finde ich 25 Jahre einfach viel zu hart, egal, was er getan hat. In Deutschland wäre er nicht strafmündig, könnte also nicht vor Gericht oder in den Knast kommen.
Das heißt nicht, dass er nicht bestraft gehört, immerhin hat er einen Menschen getötet, allerdings ist Knast das ungeeignetste Mittel für eine Resozialisierung, das zeigen alle Statistiken, egal ob in Deutschland oder anderswo...
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05.01.2011 18:29 Uhr von gast2112
 
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@kamimaze: Dass die Strafe für einen 12 Jährigen zu hart ist ist außer Frage, natürlich ist sie dass, ich wollte lediglich LhJ darauf aufmerksam machen, dass 25 Jahre Knast nicht gleich ein Leben ohne Möglichkeiten und ohne Bildung bedeutet.
Sicher gibt es geeignetere Mittel und Wege hier eine Bestrafung anzusetzen, jedoch ist es mir persönlich lieber so, als hier in Deutschland, wo mit dem Finger gezeigt wird und ein "tu das bloß nicht wieder" alles ist, was ein minderjähriger Täter zu befürchten hat.
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05.01.2011 19:28 Uhr von Metaln00b
 
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Mann. *Kopfschüttel*

Ich hoffe, dass das Motiv bekannt gegeben wird, würde mich echt sehr interessieren.

Ich hoffe auch das beide rauskommen und im >schlimmsten< Fall später in den Bau gehn, sodass sie noch ihre Kindheit erleben können. Ich weiß noch nicht mal ob sowas geht, ich meine aber sowas schonmal gehört zu haben?!?!?!
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06.01.2011 08:32 Uhr von Kamimaze
 
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@Metaln00b: > "Ich hoffe auch das beide rauskommen und im >schlimmsten< Fall später in den Bau gehn, sodass sie noch ihre Kindheit erleben können."

Dein Wunsch wird wohl nicht in Erfüllung gehen, wenn ich das richtig verstanden habe, wurden sie nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt und müssen wohl auch ihre Strafe im Erwachsenen-Knast absitzen, Zitat aus der Quelle: "Youth Incarcerated as an Adult program at the Wabash Valley Correctional Facility." Aber: "... recognize children are different from adults."
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06.01.2011 14:44 Uhr von Metaln00b
 
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@Kamimaze: gibt es für die 2 keinerlei Möglichkeiten da doch noch irgendwie rauszukommen? Ich mein wie du da ja im letzten Satz geschrieben hast, "Kinder sind anders wie Erwachsene".
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06.01.2011 15:04 Uhr von Kamimaze
 
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@Metaln00b: Naja, das hab ich wohl etwas falsch wiedergegeben, dass sagt der Anwalt von Paul, er meint, man müsse anerkennen, dass Kinder anders als Erwachsene sind und daher wohl nicht in einen Erwachsenen-Knast gehören.

In vielen US-Bundesstaaten gilt die Devise "Adult Crime - Adult Time", d.h., dass es für ein "Erwachsenen"-Verbrechen auch nur eine Erwachsenen-Strafe geben kann. Gemeint ist damit, dass verschiedene Delikte (u.a. eben Mord) im Strafrecht nur für Erwachsene vorgesehen sind.
Für den europäischen Verstand ist sowas natürlich völlig skurril. In Deutschland gibt es zwar auch kein gesondertes Jugend-Strafgesetzbuch, allerdings werden Gerichtsprozesse gegen Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren zwingend nach dem JGG, dem Jugendgerichtsgesetz abgehalten, da steht vor allem der Erziehungsgedanke im Vordergrund, weniger die Strafe.
Kinder unter 14 Jahren sind grundsätzlich nicht strafmündig.

In der Quelle der News oben gibt es weiterführende Links zu dem Fall Paul Gingerich & Colt Lundy...

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