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England: Spieleentwickler nicht steuerfrei? Activision droht mit Abwanderung

Spieleentwickler Activision wird wohl seinen Firmensitz in England schließen. Grund ist die Aussetzung der Pläne für eine Steuerfreiheit für Spieleentwickler. Bobby Kotick, CEO bei dem Entwickler, sagte, dass die Aussetzung der Steuerfreiheit ein großer Fehler sei.

Unterstützung fand Kotick im britischen Spieleentwicklerverband, die sich auch kritisch über die Aufhebung der Steuerfreiheit äußerten. Der Verband geht davon aus, dass in England deswegen etwa 3.350 Arbeitsplätze verloren gängen. Alleine bei Activision geht es um 600 Jobs.

Bobby Kotick sagte außerdem noch, dass es andere Orte gäbe die die Videospieleindustrie ermutigen würden.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Politik
Schlagworte: England, Activision, Spieleentwickler, Abwanderung
Quelle: www.gamestar.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.01.2011 18:02 Uhr von Borgir
 
+13 | -3
 
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Mh, einerseits warum sollte die Spieleindustrie Steuerfreiheit genießen während andere Industriezweige Steuern zahlen müssen. Andererseits gibt es wohl wenige Märkte die so rasant wachsen wie der Markt für Videospiele. Das sollten sich die zuständigen Leute in England nochmal durch den Kopf gehen lassen denke ich, bevor die Industrie dem Land ganz den Rücken zukehrt, Activision ist ja nun auch nicht irgendein Hersteller.
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04.01.2011 19:39 Uhr von Dideldidum
 
+5 | -0
 
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@sosoaha: Erpressung ? Wenn du auf einmal nach Jahren der Steuerfreiheit zahlen sollst, freust du dich dann oder überlegst du dir ob du irgendwie drum herumkommst ?

Wenn Politiker nicht das Rückrat haben Entscheidungen durchzusetzen weil Lobyisten Horrorszenarien beschreiben, ist das wohl nicht die Schuld der Firmen die in ihrem Sinne handeln. Ist ja nicht so als würde ein Wechsel des Firmensitzes keine Kosten verursachen.

[ nachträglich editiert von Dideldidum ]
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04.01.2011 19:44 Uhr von kenjii
 
+4 | -0
 
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Das mag: einem gefallen oder nicht, aber das ist nunmal die freie Marktwirtschaft. Wieso sollte Activision nicht ihren Firmensitz wechseln wenn sie anderswo Vorteile haben die ihnen England scheinbar nicht mehr bieten kann/will?
Schaut euch doch mal Nokia in Deutschland vor ein paar Jahren an. Die sind nach Deutschland gekommen weil sie Zuschüsse vom Staat bekommen haben und als es nichts mehr gab sind sie eben abgewandert.
Da muss sich das jeweilige Land einfach entscheiden ob die Anwesenheit des Unternehmens so wichtig ist dass man ihm Vorteile einräumt. Ist dies nicht der Fall darf man sich aber im Endeffekt auch nicht beschweren wenn die Firma abwandert, auch wenn man es nicht gutheißen muss
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04.01.2011 20:08 Uhr von TheRoadrunner
 
+2 | -0
 
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3350 Arbeitsplätze? Wenn wir der Einfachheit halber von 33,5 Mio. Arbeitsplätzen ausgehen, dann sind das max. (der Spieleentwicklerverband wird das wohl eher zu hoch als zu niedrig ansetzen) 0,01% der Arbeitsplätze, die gefährdet sind.
Wenn es für die Steuerbefreiung keine nachvollziehbare Berechtigung (mehr) gibt, ist der Verlust von größenordnungsmäßig 0,01% aller Arbeitsplätze für mich gegenüber einer nicht nachvollziehbaren Ungleichbehandlung von Arbeitnehmern das kleiner Übel.

P.S.: "Das war schon immer so" ist für mich keine Berechtigung.
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04.01.2011 20:13 Uhr von artefaktum
 
+3 | -1
 
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@kenjii: Der Blödsinn fängt da an wo ein Staat anfängt, so einen Blödsinn wie eine komplette Steuerbefreiung überhaupt anzubieten.

Als Unternehmer hab ich nichts zu verschenken, als Staat allerdings auch nicht. Der muss auch seine Rechnungen bezahlen. Britische Infrastruktur und andere Standortvorteile nimmt dieses Unternehmen beispielsweise ja auch in Anspruch. Das muss bezahlt werden. Du läßt als Hotelbesitzer deine Gäste ja auch nicht umsonst in deinen Zimmern wohnen. Da stimmen die Verhältnismäßigkeiten bei weitem nicht mehr.

"Judas II"

"die entwickler bleiben zuhause und arbeiten halt von zuhause aus. das stell ich mir für soeine branche nicht so kompliziert vor."

Gerade in der Spielebranche gilt extremes Teamwork. Das sind hunderte von Spezialisten, jeder zuständig für eine ganz bestimmte Aufgabe (ähnlich wie bei grossen Filmproduktionen, wenn du mal auf die hunderten Mitarbeiter im Abspann achtest). Da muss ein Zahnrad genau ins andere greifen.
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04.01.2011 20:53 Uhr von Actraiser
 
+1 | -4
 
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kotick: kann diesen hund endlich mal einer erschiessen?
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04.01.2011 22:34 Uhr von kenjii
 
+3 | -1
 
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@artefaktum: Ich habe nicht das System zu verteidigen, ich hoffe das ist deutlich geworden. Ich habe lediglich gesagt dass es nunmal so läuft.
Zum Vergleich mit dem Hotelbesitzer: Ich kann überlegen Gäste umsonst bei mir wohnen zu lassen wenn ich darauf spekuliere, dass sie bspw in meinem Restaurant so viel essen dass es sich wieder rentiert. Ich kann genau so gut sagen dass ich für Übernachtungen Geld verlange, kann mich dann aber auch nicht bei meinen Gästen beschweren wenn sie mir den Rücken zukehren und sich an Hotels wenden die die erste Strategie verfolgen und somit für meine Gäste womöglich günstiger sind.
Es ist auf beiden Seiten eine einfache Kosten/Nutzen-Rechnung
Kurz gesagt: Wenn der Staat dabei ein Minus macht ist er schön blöd und selber schuld. Wenn er Plus macht und das nur durch Sonderkonditionen für das Unternehmen zu bewerkstelligen ist sollte er darüber nachdenken.
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14.04.2011 08:13 Uhr von Il_Ducatista
 
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Realität: Sind wir mal real: eine Gesamtgesellschaft hat von 3500 Arbeitsplätzen die null Steuer einbringen ganz schlicht überhaupt nix.
Wenn man dazu beachtet dass ess sich um Arbeitsinhalte mit programierischen Tätigkeiten handelt die sowie so überdurchschnittlch gesucht sind wird der Gedanke dass die keine Steuern zahlen nur mehr widerlich. Das ist ja fast so schlimm wie zockende Banker die man in CH steuerfrei haben wollte. Die von denen verursachte Weltwirtschaftskrise hat das allerdings verhindert.
Also: so long guys have a nice trip to nowhere.

Gimme an f, gimme an u ..... what´s that spell?

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