01.01.11 17:09 Uhr
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Totentrauer ist kein Privileg der Menschen

Wer Angehörige oder gute Freunde für immer verliert, verspürt tiefe Trauer und Schmerz. Doch nicht nur der Homo sapiens zeigt solche emotionalen Regungen. Vielen Tierarten geht es genauso, wie nun der britische Biologe Ian Redmond und sein Forscherteam in einer Studie berichteten.

Die Totentrauer der Elefanten ist bereits hinlänglich bekannt. In Kenia beobachtete Redmond, wie eine Elefantenherde jeden Tag nach der Futtersuche acht Kilometer zum Ort einer toten Elefantenkuh zurückgingen. Die war kurz zuvor an den Folgen eines Schlangenbisses verstorben.

Auch bei Menschenaffen beobachteten die Forscher Anzeichen von Totentrauer, allerdings hängt das von den äußeren Lebensumständen der Tiere ab. Richtig neu sind die Erkenntnisse jedoch nicht. Schon im 19. Jahrhundert hatte Charles Darwin persönlich sprach von "nicht körperlichen Schmerzen".


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WebReporter: Rheinnachrichten
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Tier, Trauer, Erkenntnis, Privileg
Quelle: www.welt.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.01.2011 17:38 Uhr von TbMoD
 
+17 | -16
 
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dies: tuhn sich ja auch
wo lebst du denn bitte ?
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01.01.2011 18:09 Uhr von Budalu
 
+3 | -36
 
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01.01.2011 18:25 Uhr von Myst1k
 
+19 | -2
 
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@Budalu: "Außerdem können schweine rinder hühner etc. auf keinen fall solche schmerzen spüren. Das Gehirn eines Huhns hat die nichtmal die größe einer walnuss, wo soll den da noch platz für gefühle sein?"

weil es ja 100pro geklärt ist wie gefühle und andere emotionen entstehen...

je größer das hirn desto größer ist wahrscheinlich auch die seele oder? ;)
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01.01.2011 18:52 Uhr von Miem
 
+27 | -0
 
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Schweine: sind da wohl das falsche Beispiel, die gehören zu den intelligentesten tieren. Wenn Gefühle sich aus der Intelligenz herleiten, müssen gerade Schweine sie empfinden können.

Aber eigentlich kann das jeder, der Haustiere hat, selbst beobachten. Ich hatte mal einen Pflegehund, immer wenn Herrchen unterwegs war, kam der Hund zu mir. Dann kam er ein Jahr nach dem Tod meines eigenen Hundes zu mir - und suchte die ganze Wohnung nach meinem Hund ab. Nach all der Zeit wußte er noch, dass ich doch auch einen Hund hatte und konnte nicht verstehen, wo der geblieben war.

Als ich eine meiner Katzen einschläfern lassen mußte (FIP), war eine andere dabei. Die driitte war gesund und zu Hause geblieben. Als ich mit nur einer statt zwei Katzen nachHause kam, war die zu Haus gebliebene völlig ratlos und suchte den Gefährten. Kam auch mehrmalls zu mir und maunzte empört. Dann kam der Kater, der mit zum Tierarzt gegangenn war, zu ihr und die beiden schnupperten eifrig miteinander. Danach suchte sie nicht mehr, war aber die nächsten Tage nicht mehr zum Spielen aufgelegt. Ob Tiere Gefühle haben? Na sicher!
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01.01.2011 19:13 Uhr von svk66
 
+5 | -1
 
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Meine Mama sagt immer: "Wenn man einen von den Viechern tötet kommen viele andere zur Beerdigung"
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01.01.2011 19:16 Uhr von aries2747
 
+3 | -0
 
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Find ich gut: Zitat: Doch nicht nur der Homo sapiens zeigt solche emotionalen Regungen.

Allerdings sind wir doch Homo Sapiens Sapiens oder ?

Die formulierung gefällt mir, besser kann man Leute wirklich nicht schocken als das man sie mit ihrer artbezeichnung aus dem Tierreich konfrontiert.

Mutig, +++
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01.01.2011 19:17 Uhr von svk66
 
+3 | -1
 
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@Myst1k: Du weißt aber, dass wir Menschen nur ein Bruchteil unseres Gehirns nutzen, oder? Und es wurde schon tausendfach bewiesen, dass die Intelligenz nicht von der Größe des Gehirns abhängt, sondern davon wie effizient es genutzt wird.
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01.01.2011 19:18 Uhr von Jewbacca
 
+1 | -2
 
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Privileg? Was ist an einem Verhalten, dass ein Lebewesen einschränkt und behindert, denn ein Privileg?
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01.01.2011 21:31 Uhr von DeeRow
 
+5 | -2
 
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Budalu: Du gehst aber besser auch noch mal in eine Neuro-Vorlesung...
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01.01.2011 21:35 Uhr von K.T.M.
 
+0 | -0
 
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@aries2747: "Allerdings sind wir doch Homo Sapiens Sapiens oder ?"

Nein, das war früher mal so, als der Neandertaler als Unterart von Homo sapiens galt.

Mittlerweile ist der wissenschaftliche Name des Neandertalers (früher:Homo sapiens neanderthalensis) Homo neanderthalensis und der wissenschaftliche Name des modernen Mensches (früher:Homo sapiens sapiens) Homo sapiens.
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01.01.2011 22:11 Uhr von freak91
 
+4 | -0
 
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das interessanteste an der News ist, dass eine doch so kleine Schlage mit einem Bissen einen Elefanten töten kann. Man bedenke die dicke Haut eines Elefanten und seine Masse.

Dass Tiere auch Trauern, ist doch nichts Neues. Es gibt sogar Tiere(ich meine es sind die Schwäne) die beim Tod ihres "Ehepartners" so sehr trauern, dass sie letzten Endes auch sterben. Korrigiert mich bitte, sofern ich mich irre.
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02.01.2011 00:57 Uhr von ArnyNomus
 
+1 | -6
 
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Trauern ist Sinnlos.
Der, den es betrifft liegt 6 Fuß unter der Erde (alternativ auch als Pulver im Meer) und dient als Dünger. Eine Gefühlsregung bringt also nur dem Trauerndem etwas - das bedeutet in den meisten Fällen folgendes:

Der Alltag wird umgeworfen. Normale Konversation nur unter erschwerten bedingungen Möglich
Arbeit wird schlechter erledigt
permanente Niedergeschlagenheit, temporäre Abkapselung vom Umfeld, usw.

Und: All diese Negativen Aspekte stehen keinem einzigem positiven gegenüber. Trauern hat keine Vorteile. Ich brauche den Tod eines Menschen nicht verarbeiten, also ist das kein Argument. Und wieder aufstehen tut der verstorbene auch nicht.

Also:
Wozu?
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02.01.2011 10:47 Uhr von ArnyNomus
 
+1 | -0
 
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Mit.Zink: Es geht nicht um "Schmerz" (wie ihn ein Brandeisen, ne schnittwunde oder eine Hieb verursacht), es geht darum zu verstehen wo, warum und wie Emotionen entstehen. Die Hirnforschung widmet sich nicht nur dem menschlichen Hirn - das Ding ist zur "Grundlagenforschung" viel zu komplex.

Die Evolution hat den Hirnforschern eine sache leicht gemacht: Bestimmte dinge funktionieren in jedem Lebewesen auf die gleiche art und weise (Augen sind ein tolles beispiel) - wenn man rausgefunden hat wie im Rattenhirn emotionen "herstellt", dann kann man diese erkenntnisse ohne großen aufwand auf den Menschen übertragen. Und das macht durchaus sinn. Es gibt hunderte von seelischen Erkrankungen - und milliarden von schlechten Präperaten. Mit diesem Teil der Hirnforschung kann man Krankheiten wie Depressionen, Borderline und co besser therapieren.

Das man nebenbei >nachweißt< das Tiere ebenfalls um tote trauern ist das halt ein nebeneffekt. Aber warum sollte man das nicht Veröffentlichen?
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02.01.2011 11:14 Uhr von Glimmer
 
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ausgewachsener Elefant stirbt an Schlangenbiss? wow!
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02.01.2011 14:46 Uhr von Damasichthon
 
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@ svk66: wir nutzen nur einen bruchteil von unserem gehirn?
dafür gibt es beweise?
her damit, dann glaube ich dir das vielleicht.

du weißt vielleicht, das gehirnoperationen zu den schwersten und schwierigsten eingriffen gehören die man so durchführen kann?
wenn ein tumor im gehirn diagnostiziert wird, dann hat man zumeist ziemlich schlechte karten.
komisch.
wenn wir jetzt doch nur so wenig vom gehirn nutzen, dann müsste man doch einfach den teil, wo der tumor sitzt, herausschneiden können OHNE, dass es im nachhinein irgendwelche beeinträchtigungen gibt. oder täusche ich mich da gerade?

wir nutzen vielleicht nicht alles gleichzeitig im gehirn. aber es wird jeder einzelne teil benötigt. deswegen kann man auch nicht so ohne weiteres etwas entfernen.
und wenn du einmal ein wenig nachdenken würdest:
es ist vollkommen klar, dass der bereich, der für mathematik und raumorientierung zuständig ist, nicht anspringt wenn ein freund verstorben ist. es sei den du fängst evl. an zu überlegen ob er genügend beinfreiheit im sarg hat.
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02.01.2011 14:52 Uhr von thegood
 
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@ ArnyNomus: Trauer und auch die anderen Gefühle, haben sehr wohl einen Sinn. Soziale Tiere haben nur in einer Gemeinschaft eine Überlebenschance, als einzelne Subjekte und als gesamte Art. Je stärker diese soziale Bindung in der Gemeinschaft sind, je größer ist der Vorteil für das Einzelne Tier und die gesamte Art. Denn diese Form der Gemeinschaft macht die ganze Gemeinschaft stärker. Trauer hat also damit zu tun das die Gemeinschaft geschwächt wird, das erzeugt Angst und das die Gemeinschaft sich neu organisieren muss, das erzeugt zum einen Angst vor Veränderung und zum anderen bietet es aber auch die Chance auf Neues und Verbesserungen. Elefanten sind Tiere mit einer starken sozialen Bindung, ebenso wie Schweine und viele andere Tiere denen man die Fähigkeit zu Trauer nachsagt.
-- ------------- ----------------- --
Was die Geschichte angeht ob auch Tier die wir töten Trauer empfinden und ob das nicht unseren Umgang mit ihnen beeinflussen sollte. Ich gebe zu das meine Meinung dazu ein wenig "kalt" ist, aber ich sehe das so: Tiere töten andere Tiere um zu überleben. Das tun wir Menschen auch, aber da wir die Möglichkeiten dazu haben, eben auch durch die Natur, haben wir bestimmte Arten und Weisen geschaffen das zu tun. Und diese nutzen wir. Ein Löwe wird sich wahrscheinlich auch nicht fragen ob das Tier das er töt irgendwelche Gefühle hat.
Danke für die Aufmerksamkeit
TheGood
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02.01.2011 15:01 Uhr von Premier-Design
 
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@ArnyNomus: Du bist ein schönes Beispiel für Werteverfall und die Wandlung des Menschen zum funktionierenden Roboter. Wenn deine eigenen Eltern sterben, würde dich das also völlig kalt lassen, ja? Die Trauer kommt automatisch, man sucht sich nicht aus, ob man trauert, oder nicht. Und wie schön, dass du WEISST, dass es nichts gibt, was als "Seele" bezeichnet wird. Merke: wir wissen längst nicht alles. Vor 200 Jahren dachten die Menschen auch, sie wüssten SOO viel und seien SOO fortschrittlich, weil sie z.B. die Eisenbahn hatten. Aber Mobilfunk, Internet, Flug ins Weltall, usw.. waren höchstens Visionen und Phantasien irgendwelcher "Spinner". Wenn du immer nur davon ausgehst, was bereits bekannt ist, bist du ein ziemlich ignoranter Mensch, der zudem nie etwas Neues für die Menschheit entdecken wird.
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02.01.2011 18:07 Uhr von ArnyNomus
 
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Premier-Design: Ich bin nicht gefühlskalt. Ich bin durchaus zu Emotionen wie liebe, Freude und auch Trauer fähig. Aber was den Tod angeht sehe ich die Welt wie sie ist.

Jedes Lebewesen muss irgendwann sterben. Die Frage ist nur wann es das tut - es stellt sich nicht die Frage "ob". Und wenn ich weiß das etwas unvermeidlich ist, warum sollte mich dieses Ereignis Emotional ansprechen?
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03.01.2011 09:43 Uhr von meks3478
 
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@ArnyNomus: Traurige Einstellung und trauriges Leben!
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03.01.2011 12:27 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
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Ich finds langsam echt zum kotzen, dass Fakten, die schon sooooo lange bekannt sind, ob an der Uni oder sonst wo, der breiten Masse immer so extrem zeitverzögert aufgetischt wird. Das ist ja fast so schlimm wie Wikipedia -.-
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03.01.2011 15:42 Uhr von ArnyNomus
 
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Hmmm: @Fox70:
Tat es bereits. Und da habe ich erneut gesehen wie Trauer Menschen kaputt machen kann.

@meks3478:
Nein, das ist ja der Punkt ;)

Wenn ich mal sterbe will ich übrigens nicht das mein Umfeld tage- oder wochenlang um mich trauert und Arbeit, Soziale Kontakte, Nahrungsaufnahme und Hobbys vernachlässigt. Was habe ich als (zukünftiger) Toter davon wenn alle traurig sind wenn ich weg bin? Mein leben ist dann zu ende, das bedeutet doch nicht das deswegen alle ihr eigenes leben beschneiden sollen. Es reicht doch wenn ein Leben vorbei ist.

Der Tod gehört zum Leben dazu - das ist die mehr oder weniger Traurige Wahrheit. Ich kann die Tragik hinter diesem Ereignis nicht begreifen.

Trauert ihr um jedem Verstorbenen Menschen? Seit ihr bedrückt wenn ihr hört das 2 Soldaten in Afghanistan gestorben sind? Trauert ihr um die Afrikanischen Kinder die jeden Tag verhungern? Jeden Tag sterben Tausende Menschen, jede Minute, jede Sekunde stirbt jemand. Soll ich um all diese Menschen trauern?

Ich kenne die antwort. Jeder antwortet auf diese frage mit "Nein". Aber was macht meinen Opa zu einem Sonderfall bei dem sich das Trauern lohnt? Warum sollte ich um meine Freundin trauern, aber nicht um verstorbene Kinder aus der dritten Welt?

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