Dioxin-Skandal weitet sich aus (Update)
In Nordrhein-Westfalen wurden zum Ende des vergangenen Jahres mehrere Hühnerställe von Amtswegen geschlossen, nachdem Lebensmittelkontrolleure im Futter der Tiere Dioxin festgestellt hatten (ShortNews berichtete). Doch die Funde sind nicht auf NRW beschränkt.
Inzwischen sind 14 landwirtschaftliche Betriebe in NRW gesperrt, in Niedersachsen werden sogar 20 Hühnerzucht-Betriebe kontrolliert. Hier liegt die Produktionskapazität bei 400.000 Eiern pro Tag. Ein Hersteller aus Schleswig-Holstein soll für das verunreinigte Futtermittel verantwortlich sein.
Nach ersten Erkenntnissen wurden bei der Herstellung des Tierfutters Industriefette verarbeitet, die eigentlich für die Herstellung von Papier vorgesehen sind. Unklar ist jedoch, ob und in welchem Umfang auch dioxinbelastete Eier in den Handel gekommen sind. Die Ermittlungen laufen weiter.