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29.12.10 18:03 Uhr
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Nordrhein-Westfalen: Die Gemeinden lagern weniger Streusalz, als empfohlen

Derzeit geht vielen Städten in Nordrhein-Westfalen das Streusalz aus, wie schon im letzten Winter. Allerdings waren die Gemeinden bereits Mitte diesen Jahres und im Herbst darauf hingewiesen worden, frühzeitig ausreichend Streusalz zu bestellen.

Anfang Oktober hatte die Verkehrsministerkonferenz ein Strategiepapier unter der Überschrift "Maßnahmen zur Vermeidung eines Salznotstandes" herausgegeben.

Doch die Städte hielten sich nicht an die Vorgaben. So hätte Krefeld ein Minimum von 1.050 Tonnen Salz lagern müssen, maximal hätten es sogar 1.500 Tonnen sein sollen. Allerdings wurden lediglich 800 Tonnen Streusalz eingelagert. In anderen NRW-Städten sieht es ähnlich aus.


WebReporter: rheih
Rubrik:   Politik / Inland
Schlagworte: Winter, Lager, Salz, Streusalz, Lagerhaus
Quelle: www.rp-online.de
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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.12.2010 18:12 Uhr von Rheinnachrichten
die bösen Kommunen.

Brauchen wir wirklich immer einen Schuldigen, wenn es wie seit mehr als 25 Jahren nicht mehr so schneit wie in diesem Winter?

Mir geht die ganze Krawallberichterstattung der Medien immer mehr auf die Nerven. Hier werden Ansprüche erzeugt, die keiner erfüllen kann.

Was meine ich damit?
Folgendes Szenario:

2011 werden die Kommunen, auch die 50 Prozent in NRW, die im Nothaushalt oder in der Haushaltssicherung (mit anderen worten Pleite) sind, dazu angehalten das Doppelte an Streusalz einzulagern. Einige Städte denken bereits über die Anmietung zusätzlicher Lagerkapazitäten nach.

Und dann fällt im nächsten Winter nur Schnee, der niemals länger als ein paar Stunden liegen bleibt.

Mitte 2012 wird dann die Rechnung aufgemacht und siehe da, die Gebühren für 2013 (werden in der Regel im Herbst auf Vorlage beschlossen) erhöhen sich um 10 bis 15 Prozent, weil die Kosten für Lagerung und Kauf zusätzlicher Reserven voll in die Gebührenkalkulation eingerechnet werden müssen.

Dann liest sich die Überschrift in den Krawallmedien so:

"Kommunen verschwenden Millionen für Streusalz"
So liebe "Wutbürger", ich bitte um Wortmeldungen.

Nachtrag:
Der Artikel erhält ein Plus, weil ich meine Meinung zur Sache und die Übersetzung des Einreichers trenne.
Nachtrag Ende:

[ nachträglich editiert von Rheinnachrichten ]
Kommentar ansehen @berechtigt   
 
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29.12.2010 18:50 Uhr von Rheinnachrichten
so schrecklich schlau ist Dein Vorschlag aber auch nicht.

1.
Wo soll das ganze streugut herkommen, dass derzeit nicht einmal in den Baumärkten liegt.

2.
Es müsste erst eingekauft und dann weiterverkauft werden. Die Stadt ginge finanziell in Vorleistung. Ob sich die notwendige eigene Logistik mit Lagerhallen/Lieferverträgen rentiert, hängt wesentlich davon ab, ob auch in den kommenden Wintermonaten Schnee liegt.

3.
Aus Deinen Äußerungen entnehme, dass die Stadt das Streugut natürlich wesentlich günstiger anbieten als die Baumärkte. soso.... sehr schlau. Woher kommen aber denn dann die Gewinne, mit denen Du den Aufbau der Infrastruktur refinanzieren wolltest.

4.
Ich bezweifel, dass Kommunen oder stadtnahe Gesellschaften besser wirtschaften können als Einzel- und Großhändler, die dieses Geschäftsmodell schon seit Jahrzehnten nachweislich erfolgreich praktizieren.

5.
Bürgerfreundliche und gewinnbringende Vorschläge sind sicher jederzeit erwünscht. Aber Dein Vorschlag, so wie er da steht, wird jede Kommune in die Pleite reiten. Und er wird darüberhinaus das Geschäft der Baumärkte nachhaltig negativ beeinflussen.

Die Stadt darf keine Mitarbeiter betriebsbedingt kündigen, OBI und Max Bahr schon.

Fazit:
Das von Dir zitierte Wörtchen "problemlos" im Zusammenhang mit dem Aufbau einer kompletten Lieferkette mit möglichst vielen Filialen und Ausgabestellen (man will ja nicht lange rennen) zum absoluten Tiefstpreis (man hat ja eh kein Geld) und in Windeseile (am besten bis gestern, weil heute ja noch Schnee liegt) scheint mir der entscheidende Punkt zu sein. Ganz einfach wird es nicht gehen. Du überschlägst die Investitionen und Vorarbeiten, um eine solche Versorgung aufzubauen.

Dein Vorschlag ist alles andere als problemlos, er steckt voller neuer Probleme und reichlich negativer Konsequenzen für die Privatwirtschaft. Daran solltest Du einmal denken, wenn der Mittag in den Nachmittag übergeht.
Kommentar ansehen @ rheinnachrichten   
 
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29.12.2010 18:57 Uhr von Terrorstorm
Also NOCH bin ich keine 25 und als ich Kind war, hats mehr geschneit. Das weiß ich aber noch ganz genau.

Lediglich die letzten ~ 10 - 15 Jahre waren extrem (außer Norm) warm und verregnet.
Kommentar ansehen Futter für "sosoaha"   
 
+4 | -2
 
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29.12.2010 19:01 Uhr von Rheinnachrichten
Bleiben wir mal beim Etat, so wie er Anfang des Jahres für 2010 geplant war. Natürlich kostet auch der Bankenrettungsschirm und ja, der ist in einem Schattenhaushalt versteckt, ähnlich wie die Kosten für die deutsche Einheit.

Andererseite schmeißt der Staat vor allem den armen und Bedürftigen das Geld in den Rachen. Größter Einzelposten im Haushalt der BRD ist der Sozialetat. Dazu eine nette Flash-animination, ich hoffe sie funktioniert.

http://service.tagesschau.de/...
Kommentar ansehen @berechtigt   
 
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29.12.2010 20:21 Uhr von Rheinnachrichten
so jetzt wird hier diskutiert.

eines nach dem anderen in der Reihenfolge der Landemarken.

1. richtig, aber im Moment des höchsten Bedarf wurden auch die Kommunen zugunsten der Landesbetriebe (Autobahnen, Bundesstraßen) zurückgestellt. Deshalb der Ärger in den großen Städten.

2. ein weit verbreitetes populistisches Argument. Selbst wenn, mit Zinsspekulationen Geld verbrannt worden wäre, bedeutet das noch lange keinen Grund, neues Geld in den Aufbau neuer Lieferstrukturen zu leiten, wenn dies angesichts der Finanzlage vieler Kommunen ohnehin der Zustimmung der Bezirksregierung unterliegt. wohlgemerkt in Städten, in denen die Abfallwirtschaft nicht ausgegliedert ist.

3.
erwischt -Eurer Ehren
In Deinem ersten Post beschwerst Du Dich über die zu hohen Preise bei Baumärkten, im zweiten Beitrag billigst Du den Kommunen zu, selbst "Wucherpreise" zu erheben?
Na wenn das der "Wutbürger" erfährt, wird er aus der Haut fahren.

4.
Ich bleibe dabei, Staatswirtschaft ist nicht wirklich effizienter als Privatwirtschaft. Übrigens können und haben gewitzte Hausbesitzer sich schon im Sommer eingedeckt. Große Kommunen müssen ganz andere Mengen vorhalten. Das Argument ist keineswegs entkräftet. Es geht nicht um Zugriff im Krisenfall, es geht um mittelfristige Kalkulation. Die ganzen Mehrkosten schlagen mit einjähriger Verspätung in der Gebührenrechnung der Städte auf. Hier gilt es angesichts der Kommunalfinanzen sehr genau abzuwägen. Auf keinen Fall sollten die Verantwortlichen jetzt vorschnell jedes Angebot annehmen, das wäre eine denkbar schlechte Verhandlungsposition.

5. In Köln ist dieses Argument schlichtweg falsch - konntest Du nicht wissen. In Köln macht das stadteigene Grünflächenamt das Laub und den Grünschnitt weg. Es gibt dann zum Abtransport einen Betrauungsvertrag. Du wirst lachen, aber so viel Spielraum haben die Betriebe nicht. Die Müllabfuhr, die Servicestellen, die Betriebshöfe und die dort beschäftigten Mitarbeiter haben auch andere Aufgaben in unserer komplexen Gesellschaft. Die lassen sich nicht alle und auf einmal so einfach abziehen und konzentrieren. In keiner Stadt in NRW dürfte derzeit irgendjemand Urlaub haben. Das Zauberwort lautet Urlaubssperre und das gilt.

Jetzt weiter, Du schreibst:
"Und noch etwas da ALLE Städte unter dem Streugut (bewusst Streugut) Mangel leiden würde eine Gemeinde die das aufzieht sogar noch "Kundschaft" aus anderen Kreisen anziehen. Auch braucht man sich keine Sorgen machen das was liegen bleibt da die Landesbetriebe gerne Überkapazitäten abnehmen."

Hmmm, merkwürdiges Marktverständnis. Du setzt also voraus, dass die Gemeinde, die das Geschäft aufzieht, alle anderen bedienen kann, selbst die bevorzugten Landesbetriebe, nur weil sie es verkaufen wollen??????
Das klingt jetzt reichlich wirr, weil es Problem und Wunschdenken munter miteinander vermischt.

Fortsetzung folgt...
Kommentar ansehen @berechtigt - zweiter Teil   
 
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29.12.2010 20:21 Uhr von Rheinnachrichten
Und weiter:
"Zum Thema Privatwirtschaft , keiner wird gezwungen sein Streugut bei der Stadt oder Gemeinde zu erstehen , des weiteren ist in der Privatwirtschaft momentan gar nichts zu bekommen. Ein Grund mehr das die Gemeinde die Versorgung der Bürger zu gewährleisten hat. Abgesehen da von leidet die Privatwirtschaft viel mehr unter Streugutmangel statt an einer Konkurenz. Überall haben Firmen und Betriebe das Problem ihre Einfahrten zu streuen und Geschäfte die Wege vor ihrem Ladenlokal."

Das ist - gelinde gesagt - ein ausgesprochen naives Verständnis von Privat- und Staatswirtschaft. Wenn eine Stadt ein neues Geschäftsfeld aufmacht, hat sie es freiwillig nur unter größten Anstrengungen wieder verlassen können. Kommunen sind aber gut beraten, nicht nur nach Krawallzeitungs-Nachrichtenlage ihre Beschaffungspolitik auszurichten, sondern das Günstigste "Just-in-time"-Angebot zu erhalten.

Die Salzmengen, die in diesem Winter bisher nötig gewesen wäre, übersteigen die Lagerkapazitäten bei weitem. Folge ----> Anmietung bestehender (und auch geeigneter) Objekte. Nun ist es so, dass es in diesem Land keinen Immobilieneigentümer einer solchen Liegenschaft gibt, der einen Mietvertrag über zwei wochen abschließt. Die Regel sind zehn Jahre. Und die Kosten dafür trägt der Gebührenzahler - zehn Jahre lang -. Das muss er übrigens auch, wenn kein Schnee fällt und die Lager voll bleiben.

Der letzte Vergleich mit der Privatwirtschaft passt übrigens sehr gut auch in meine Argumentation. Wenn schon die flexiblen privaten Ladenbetreiber, Hausbesitzer und Firmeninhaber zu optimistisch in den Winter gegangen sind, warum sollte dieser Fehler nicht auch den Städten passieren?

Noch was zum Timing:
Niemand hatte diesen bisherigen Verlauf vorhergesagt, bis auf die Bild-Zeitung:
http://www.shortnews.de/...

Aber schon Tage später war das alles nur Hirngespinst, und das größte Info-Blättchen der Republik wurde mit Hohn und Spott überworfen, so mancher "Wutbürger" war sicher auch im Chor der Kritiker. Klang ja auch so einleuchtend:
http://www.shortnews.de/...

Die wissenschaftliche Erklärung war schnell gefunden:
http://www.shortnews.de/...

Aber dann kam doch das endgültige "OK" des deutschen Leitmediums, dass der Winter beginnen darf:
http://www.shortnews.de/...

In Köln und anderen Städten waren die Lager schneller leer als sie zuvor gefüllt wurden. Nur zum Nachrechnen. An einem richtig harten Wintertag hatten die AWB nur für die Kölner Hauptstraßen an einem Tag alleine mehr als 200 Tonnen rausgehauen und nicht einmal zehn Prozent der gesamten Verkehrswege bedient. Knappe 2000 Tonnen waren angeblich im Lager. Die hier kritisierten Mengen, die angeblich zu wenig bevorratet wurden, hätten nicht einmal gereicht, die wichtigsten Radwege zu streuen, von einzelnen Wohnstraßen oder Sackgassen ganz zu schweigen.

Das sollte man beachten, bevor man dem Staat zumutet, mit eingeschränkten Mittel parallele Versorgungsstrukturen aufzubrummen und das auch noch als gute Idee verkaufen.

Puhh, die Finger brennen, aber es musste raus!:-)
Kommentar ansehen @sosoaha   
 
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29.12.2010 20:29 Uhr von Rheinnachrichten
nunja, Du schweifst etwas ab, es geht um die Aufteilung der Steuergelder und Neuschulden auf die Etats. Das nennt sich Umverteilung und ich bin voll dafür, nicht dass ich davon direkt profitieren würde (so viel zur Unterstellung).

In der Sache scheint es ja funktioniert zu haben. Eine schöne Flash-Animation zum kurzweiligen Durchklicken der Fakten, die auch Dich offenkundig beeindruckt hat.

Was die braunen Geister der Verschlichtung hier zu suchen haben, verstehe ich nicht. Ist der Ort etwa für die tiefroten Geister der Verschlichtung reserviert?

frau frau frau
;-)
Kommentar ansehen @sosoaha   
 
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29.12.2010 21:09 Uhr von Rheinnachrichten
Deinem Wunsch komm ich doch gerne nach:

Folgender Satz von Dir steht hier im Forum (dein zweiter eintrag):

"solche animationen sind dazu da, den angucker staunen zu lassen, "wow, was ein batzen!", die meinen dann genau wie du, daß das ganze geld von den ALGII-beziehern versoffen und verraucht wird."

Was ist meine, habe ich Dir erklärt. Das Vorurteil, das die vielen Milliarden von Hartz-IV-Empfängern "versoffen und verraucht" kenne ich auch. Im RTL-Nachmittagsprogramm kann man - änhlich wie in einem Bigbrother-Container - stundenlang bildungsfernen Schichten beim Blamieren und gegenseitigem Anschreien zusehen.

Nur teile ich dieses Vorurteil nicht. Und das genau hast Du unterstellt. Wahrscheinlich wolltest Du nur die Debatte ein wenig "würzen", oder?
Kommentar ansehen @sosoaha   
 
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29.12.2010 21:50 Uhr von Rheinnachrichten
Jetzt verstehe ich.....

Die Wendung mit
"in den Rachen schmeißen" hatte ich von Dir übernommen.

Bitte bleib ganz ruhig. Niemand schmeißt hier irgendwelchen Leuten Almosen hinterher. Das Ganze nennt sich "Sozialstaatsprinzip" und im Großen und Ganzen funktioniert es bei uns besser als in den meisten anderen Staaten.

Es könnte besser gehen, aber es könnte auch schlechter sein. Einfach nur mehr Geld in ein Anspruchsfass ohne Boden hineinzukippen, macht es auch nicht besser, oder?

Auch das ein Kapitel, in dem das Anspruchsdenken durch unsere neo-Sozialbürokraten kräftig geschürt wird. Ich halte es beispielsweise nicht für gerecht, dass ein alleinverdienender verheirateter Angestellter im mittleren Dienst 40 Stunden die Woche arbeiten muss und doch am Ende des Monats das gleiche Geld in der Tasche hat wie einer, der gar nichts tut. Das stimmt das Anreizsystem nicht, wenn Hartz IV überproportional ansteigt.

Sozen und Grüne gaukeln uns vor, dass sie zaubern können, weil die Linke beiden einen Zauberkasten verkauft hat: Das Rezept heißt Gleichheit, nicht nur vor dem Gesetz, sondern auch vor dem guten alten "Konsum", wenn es die Linken tatsächlich geschafft haben aus einer sozialen Marktwirtschaft eine zentralistische Plan- und Verwaltungswirtschaft zu machen. Da ist zwar schon mal mächtig in die Hose gegangen, aber wen interessiert das heute schon.
Kommentar ansehen @sosaha   
 
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29.12.2010 22:59 Uhr von Rheinnachrichten
Ich fang mal hinten an:

Belastbare Fakten brauche ich nicht. Der Mann wohnt neben mir und hat es mir gezeigt. Ist jetzt übrigens "Aufstocker", also kein Spruch sonder leider tausendfach gelebte Realität.

Ich muss allerdings einräumen, dass das nur für Großstädte mit sehr teuren Durchschnittsmieten gilt und auch nur für alleinerziehende und arbeitnehmende Beschäftigte.

Nehme Bruttogehalt eines Angestellten,
ziehe Steuern, Sozialabgeben und Soli ab
Davon muss runter all das, was der Staat Hartz-IV-Empfängern auch zahlt. Und schon lohnt es sich kaum noch zu arbeiten. Das darf nicht sein.

Eine Lösung fällt mir dazu nicht ein. Aber 100 Euro mehr pro Monat und Empfänger bedeutet, dass Hunderttausende Arbeitnehmer anspruchsberechtigt werden. Deshalb und nur deshalb sträuben sich die Verantwortlichen, mit der Goldenen Gießkanne durch die Republik zu reiten und alle glücklich zu machen. Nicht weil sie alles den Banken geschmissen haben.

Nun zu Deinem Vorschlag einer Mischung.

Sehr gut - Kompromiss gehört zur Demokratie wie der Weihrauch zu Meisner (gutes Kraut!).
Aber haben wir das nicht längst?

Wir haben den Kapitalismus repräsentiert durch die privatwirtschaftlichen Unternehmen, die freien Berufe und die vielen Selbständigen.

Aber wir doch weit von "Manchester" und danach benannten extremen Form des Kapitalismus entfernt. Rentenversicherung, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung und auch der "Soli" sind doch Instrumente staatlicher Umverteilung, die wir schon seit Jahren, seit Jahrzehnten, ja seit mehr als einem Jahrhundert haben? Müssen wir also alles neu machen? Ich meine nein.

so gesehen ist unser System nicht einmal schlecht. Viele andere Länder beneiden uns darum. Muss aber nicht heißen, dass wir nicht weiter nach verbesserungen suchen. Mir scheint aber fast, wir werden Opfer unserer eigenen Erwartungshaltung.

Apropos:
Keine PMs mehr, alles klar. Aber das hättest Du auch mit der Antwortfunktion erreichen können. Interessiert hier eh niemanden, wer wen anschreibt. Und es war nur als Hinweis gedacht.
Kommentar ansehen wie überall   
 
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30.12.2010 02:05 Uhr von Putzmelone
es gibt in Deutschland 50 Millionen Autos und auch Steuerzahlern frag mich nur wo das Geld bleibt???? Dabei dürfen wir nicht vergessen die Mautgebühren und die 4,5 Millionen Hänger die Zugelassen sind und zu guter Letzt die ganzen Strafen die wir aufgebrummt bekommen die Straßen werden nicht ganz gemacht!!!! Streusalz ist keins da!!!! Benzin wird immer teurer und die guten Politiker immer dicker mich kotzt das alles so dermaßen an .
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30.12.2010 09:30 Uhr von AnotherHater
Es wurde groß vor einem harten Winter gewarnt: Die Russen, Amerikaner, Chinesen, alle haben sich auf einen harten Winter vorbereitet.. nur "wir" nicht. ;-)

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