Kardinal Meisner vergleicht PID mit dem Kindermord von Bethlehem
Der Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meisner ist ein streitbarer Mann, wenn es um den Schutz des ungeborenen Lebens geht. Nun hat sich der Kirchenmann erneut mit einer provokanten These in die Debatte eingemischt. Auslöser ist die umstrittene Präimplantationsdiagnostik, kurz PID.
Dabei räumte der Kölner Würdenträger ein, dass sein Beitrag zu dieser Debatte "politisch unkorrekt" sei. Meisner hatte zuvor die PID mit dem Kindermord von Bethlehem gleichgesetzt. Auch Herodes habe damals ausgesucht, wer sterben und wer leben soll.
Die Entscheidung der Verantwortlichen sei "falsch", betonte der Kardinal. Herodes hatte laut Evangelium zur Zeit Christi Geburt alle Jungen in Bethlehem töten lassen. Das alles wurde nach bestimmten Kriterien vollzogen: "Ort, Alter, Geschlecht, Stand der Forschung", so der Text der Predigt.