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28.12.10 15:36 Uhr
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Erneut deutscher Frachter am Horn von Afrika gekapert

Erneut wurde ein Frachter einer deutschen Reederei, die "EMS Rivera", welcher unter antiguanischer Flagge fährt, von Piraten vor der omanischen Küste entführt.

"Atalana", eine EU-Mission, teilte am Dienstag mit, dass sich der Überfall bereits am Montag, ca. 320 Kilometer nordöstlich der Hafenstadt Salalah in Oman ereignet hat.

Die Piraten benutzten dabei möglicherweise ein bereits vorher gekapertes Schiff, die "Motivator". Laut "Atalana" sind momentan 26 Schiffe sowie 609 Besatzungsmitglieder in der Gewalt von somalischen Piraten.


WebReporter: Lewis Montray Alton
Rubrik:   Brennpunkte / Schlagzeilen
Schlagworte: Schiff, Afrika, Pirat, Entführung, Frachter
Quelle: www.focus.de
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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen Kann doch wohl nicht angehen   
 
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28.12.2010 15:54 Uhr von kingoftf
dass die Hanseln dort den ganzen Rest der Welt vorführen.
Die müssen doch ne Basis haben, von der sie operieren und Hintermänner, die ihnen die AIS- Infos über die Schiffe geben.
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28.12.2010 16:00 Uhr von am92
Was ich nicht verstehe ein paar Kriegsschiffe sollen einen rießigen Seeraum überwachen und unsere Schiffe beschützen. Das ganze klappt aber nicht so richitg und verschlingt Tag für Tag Millionen.

Warum lässt man die Schiffe nicht einfach im Konvoi fahren und begleitet den Konvoi mit den Kriegsschiffen.

Oder warum fliegt man keine Luftangriffe gegen dieses gottverdammte Piratengesocks auf dem Festland und vernichtet es restlos.

Beide Lösungen wären billiger und weitaus effektiver..
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28.12.2010 17:32 Uhr von vmaxxer
Weil es nicht so ganz einfach ist. So müsste man theoretisch ganz Somalia auslöschen. Genozid ist nicht sehr angesehen heutzutage, aus welchen Gründen auch immer.

Viele Schiffe wollen eben nicht auf solche Konvois warten und fahren lieber auf eigene Kappe. Einige auch noch um Zeit zu sparen nah an Somalia vorbei.
Luftangriffe... na klar...

Für Somalia gibt es imho zwei möglichkeiten:
A: Installation einer (militärischen) Diktatur und radikale Unterdrückung jedes Widerstandes. Sowas ist allerdings höchst Brutal und vermutlich auch gegen so einige Konventionen. Dazu kommt das der eingesetzte Diktator sich auch in eine andere Richtung wenden könnte. Teuer dürfte das ebenfalls werden.

B: Man löst die Probleme der Menschen da unten und verfolgt mit aller Härte die Köpfe der Piraten (sind ja eher kommerzielle Organisationen). Das würde bedeuten das das Hoheitsgebiet wiederum durch andere Kriegsschiffe gesichert werden müsste (Schutz vor wildernden Fischtrawlern und Müllverklapern), die Somalische Fischerei, Landwirtschaft, Vertriebsstrukturen, etc wieder aufgebaut werden und geschützt werden müsste. Vermutlich auf Jahrzehnte.



By the way, ich versteh nicht warum längst noch nicht alle Schiffe das bewährte Notfallsystem verwenden: Steuerungsanlage des Schiffs stilllegen, Notruf senden und die Crew in einem verstecktem Safe-Room verschanzen.
Wenn die Maschinen nicht laufen können die auch nicht das Schiff kapern.
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28.12.2010 17:49 Uhr von kingoftf
Schiff ne Gatling


:-)
Kommentar ansehen Klar dass wieder davon ausgegangen wird, dass...   
 
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28.12.2010 19:57 Uhr von Rob550
Atalanta nix bringt.

Es wird nur in den Medien verbreitet, dass Schiffe gekapert werden. Wie viele Angriffe aber abgewehrt werden, gehen in den Dschungel der Statistiken unter und ist bei vielen Medien nichtmal mehr eine Erwähnung wert. Schade dass die Arbeit der Kameraden und Kameradinnen nciht gewürdigt wird.

Man sollte sich mal eine Landkarte zur Hilfe nehmen um es zu verstehen: Zu überwachen ist ein Gebiet, das eine Fläche von mehreren Millionen Quadratkilometern groß ist. Deshalb werden ja Konvois gebildet (was anderes ist nciht möglich, da der Suezkanal nur in eine Richtung befahrbar ist und eben Konvois gebildet werden müssen). Nur der Schwerpunkt der angriffe verlagert sich ständig und es gibt immer wieder Schiffe, denen es zu unrentabel ist, dass die Schiffe (auf den Weg zum Suezkanal) alleine fahren. Genau diese Schiffe werden überfallen.

Es wird immer schwieriger Schiffe zu Kapert, da die Marinepräsenz stärker wird. Zu erkennen ist die an dem ständig verlagerten Schwerpunkt der Angriffe (die Piraten haben sich bereits im gesamten Indischen Ozean ausgebreitet). Ein anderer Indikator ist, dass die Lösegelder immer höher werden.

Trotz aller Bemühungen der Marinen ist dieses Problem nciht einfach aus der Welt zu schaffen. Das Problem ist meiner Meinung nach direkt in Somalia zu bekämpfen. Man muss dort eine Vernünftige Regierung schaffen damit eine effektive Küstenwache möglich ist. Alles andere ist ein Fass ohne Boden.

AIS-Siganle sind öffentlich zugänglich z. B. über http://www.marinetraffic.com/... . Wie man dort Verfolgen kann sind keine AIS-Signale am Horn von Afrika zu empfangen, wobei ich nciht weiß, ob dort überhaupt Sendestationen vorhanden sind. Das Signal ist außerdem unterdrückbar, was auf solch einer Route sowieso empfehlenswert ist. Also besteht keine Gefahr von den Schiffseigenen AIS-Transpondern.

Zivile Schiffe zu bewaffnen ist Selbstmod, genauso wie militärisches oder paramilitärisches Personal mitzuführen. Wenn z.B. ziviles Wachpersonal eingesetzt werden würde, kann die Situation schnell eskalieren, sodass die Piraten härtere Geschütze auffahren und dann Schiffen en masse versenken würden. Marinekräfte an Board ist nciht durchführbar, weil es nicht finanzierbar wäre.

Das solls von mir erstmal gewesen sein^^

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