München: Ungeist der Vertuschung in der Erzdiözese
Die Münchener Rechtsanwältin Marion Westpfahl hat am gestrigen Freitag den Abschlussbericht der Erzdiözese München vorgestellt. Weit über 200 Fälle seien erfasst, in 26 Fällen kam es aufgrund des Sexualdelikts zu einer Verurteilung. 159 Priester und 96 Religionslehrer sind aktenkundig.
Doch auch über die nun veröffentlichten Zahlen sei nach Meinung der Rechtsanwältin von einer deutlich höheren Zahl von Missbrauchsfällen auszugehen. Die Erklärung dafür ist: "der Ungeist der Vertuschung". So wurden ganze Akten vernichtet. Die Erzdiözese wolle aber Licht in die Sache bringen.
Insgesamt wurden 13.200 Akten gesichtet. Der Untersuchungszeitraum beginnt zum Ende des Zweiten Weltkriegs und endet im vergangenen Jahr. Die betroffenen Personen können aber nicht mehr belangt werden für ihre Taten, sie sind bereits alle verstorben.