Schweinegrippe-Virus H1N1: Mutation führt zu tödlichem Verlauf
Forscher aus Marburg und London haben herausgefunden, dass eine kleine Mutation des Schweinegrippe-Virus H1N1, den Krankheitsverlauf beeinflussen kann. Der Virus breitete sich letztes Jahr weltweit aus, wobei die Weltgesundheitsorganisation erst kürzlich eine Pandemie-Entwarnung heraus gab.
Die Forscher wollten herausfinden, warum die Krankheit, die meistens einen milden Verlauf hat, manchmal tödlich ist. Dazu untersuchten sie verschiedene Mutanten des Erregers. Tauschte man etwa eine einzelne Aminosäure eines Oberflächenproteins aus, konnte sich das Virus an bewimperte Zellen binden.
Dieser Zelltyp befindet sich zum Beispiel in der Lunge und in den Bronchien. Werden solche Zellen befallen, kann kein Schleim mehr aus der Lunge transportiert werden. Dies ist aber nötig, um Keime zu entfernen. Dadurch kann die Virusvariante zu einer schweren oder tödlichen Grippe führen.