Behinderte Kinder an Grundschulen und Gymnasien sollen Normalität werden
Der Arbeitskreis "inklusive Bildung" der UNESCO-Kommission hat am heutigen Mittwoch eine "stärkere Öffnung deutscher Regelschulen für behinderte Kinder" in die Bildungsdiskussion eingebracht. Das Expertengremium tagte erstmals in der ehemaligen Bundeshauptstadt.
Die Deutschen hinken weit hinter dem europäischen Durchschnitt hinterher. Sind es in den europäischen Ländern 85 Prozent der Kinder mit körperlichen und geistigen Einschränkungen, die an Regelschulen unterrichtet werden, sind es hierzulande gerade mal 18 Prozent.
Die Länder - zuständig in Bildungsfragen - müssten mehr für den "Gemeinsamen Unterricht" tun, so die Forderung der Experten. Auf dem Treffen wurden außerdem weitere Projekte mit wissenschaftlicher Begleitung gefordert. Auch der Aspekt der Lehrerfortbildung spielte eine Rolle.