Chorus-Waves: Natürliche Radiowellen beeinflussen die irdischen Polarlichter
Der grundsätzliche Entstehungsmechanismus von Polarlichtern ist mittlerweile gut verstanden worden: Sie entstehen durch Wechselwirkungen zwischen dem Sonnenwind und der oberen Erdatmosphäre. Dennoch gibt es verschiedene Polarlicht-Phänomene, die den Forschern bislang Kopfzerbrechen bereiten.
Eines davon ist das Auftreten einer sehr rhythmisch aufleuchtenden Form des Polarlichts. Der Ursache von dieser speziellen Lichterscheinung konnte ein Team um Toshi Nishimura von der University of California jetzt auf den Grund gehen: Auf natürlichem Wege entstandene Radiowellen, so genannte Chorus-Waves.
Mit Hilfe von Satellitenbeobachtungen ließ sich jetzt erstmals ein direkter Zusammenhang zwischen den Chorus-Wellen und einem pulsierenden Polarlicht von rund 100 Kilometern Durchmesser nachweisen. "Ich finde, das ist ein schöner Teilerfolg der Polarlichtforschung", sagte einer der beteiligten Forscher.