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Psychische Störungen können in sozialen Netzwerken übertragen werden

Wenn es einen entsprechenden "Resonanzboden" gibt, so können sich psychische Leiden innerhalb einer Gemeinschaft ausbreiten und andere Menschen anstecken. So gibt es soziale Netzwerke in denen sich z.B. krankhafte Essstörunen durch "soziale Ansteckung" wie eine Epidemie ausbreiten können.

Wissenschaftler an der Cornell University ermittelten, dass es im Internet im Jahr 1998 nur eine einzige Netzgemeinschaft gab, bei der es um "Selbstzerstümmelung" ging. 2002 waren es bereits 28 Gruppen. In dieser Zeit stieg die Mitgliederzahl von 91 auf über 400.

"Zielgerichtetheit, Breite und Unmittelbarkeit" von sozialen Netzwerken sieht Nicholas Christakis von der Harvard Universität als Grund für den Effekt der Ausbreitung von psychischen Leiden. Durch den sofortigen Feedback werden hier negative Gedanken und Impulse eher verstärkt.


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WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Krankheit, Soziales Netzwerk, Ausbreitung, Ansteckung
Quelle: www.sueddeutsche.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.09.2010 15:33 Uhr von Chrishen
 
+13 | -3
 
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Ich: dachte immer ohne schwerwiegende psychische Störung käme man gar nicht erst auf die Idee einem sozialen Netzwerk beizutreten.
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27.09.2010 15:48 Uhr von Chrishen
 
+8 | -1
 
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benjaminx: Richtig, aber es ist anonym anderen Benutzern gegenüber. Die klassischen Features reiner sozialer Netzwerke sind hier stark eingeschränkt und stellen nur nachrangige Funktionen dar. In allererster Linie ist SN immer noch ein News Portal.

Genau hier mache ich die Abgrenzung....es sei denn du willst mir die Bilder von deinem letzten Urlaub zeigen. ^^
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27.09.2010 15:53 Uhr von majastick
 
+10 | -1
 
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Soziale Verblödung: kann auch staatlich übertragen werden.
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27.09.2010 16:51 Uhr von realsatire
 
+2 | -0
 
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*Grübel*: Ausbreitung, Übertragung, Ansteckung?
Vielleicht eher das Austauschen von von Erfahrungen der Leidensgenossen, die vorher dachten sie wären eine Ausnahme.
Selbsthilfegruppen gibt es für alle möglichen Leiden schon lange, meistens finden die Betroffenen erst dadurch heraus, das es noch mehr gibt, die unter demselben leiden.
Ansatzweise gab es das vor dem Internet auch, nur nicht so leicht zugänglich wie heute.
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27.09.2010 22:51 Uhr von Kergal
 
+1 | -0
 
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naja: ich denke die News und die Uni Studie übertreiben hier bewusst.

Das sozialnetzwerke für alle Formen von Gestörten,Kranken oder sogar Perversen einen Nährboden stellen ist kein Geheimnis, auch das vorhandene "ticks" auf diese Form verstärkt werden.

Aber "vollkommen gesunde" Menschen lassen sich auch von Sozialnetzwerken nicht aus der Bahn werfen und bei der Meinung bleib ich.
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28.09.2010 01:47 Uhr von wildmieze
 
+1 | -0
 
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Hmm als ehemalige Selbstverletzerin sage ich mal: klar kann der Aufenthalt in solchen Foren zur Verschlimmerung führen. Einmal als sogenannter "Trigger", bei einigen vielleicht auch die kranke "mir-gehts-schlechter"-Variante a la "siehste, ich schneid tiefer als du".
Aber ich sehe es wie Kergal - eine "Neuansteckung" von vorher psychisch Gesunden finde ich unwahrscheinlich. Mögen in einigen Fällen durchaus vorkommen, aber mit Sicherheit nicht in der Masse. Ich hab damals auch einige Freunde in die Foren geschickt, um sich quasi über "meinen Zustand" zu informieren - von denen wurde keiner angesteckt ;)

Und dann noch die "Ansteckungsrate" an der Zahl der neuen "Netzgemeinschaften" festzumachen, halte ich für völligen Blödsinn. Je mehr Menschen das Internet nutzen, umso mehr Leute finden sich oder gründen Communitys. Aber dadurch muss sich ihre Zahl doch nicht zwangsläufig ändern. Daaaamals, anno dazumal, als ich gerade anfing, hatte ich noch kein Internet. Gabs ja auch noch nicht lange und war sauteuer ;) .. Und ich bin auch erst Jahre später auf entsprechende Seiten gestoßen und habe mich dort angemeldet. Nach der Theorie habe ich mich dann also "neu angesteckt" oder wie? .. oder haben die Beweise a la "Hey, was ihr macht ist so cool, ich mach mal mit"?
Wobei man jetzt natürlich auch den Emo-Trend der letzten Jahre verantwortlich machen kann. Wobei ich immer noch glaube, daß jeder, der sich selbst verletzt, irgenwo nen Knacks im Kopf hat. Trend hin oder her ;)

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