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Arzneigesetz: Zukünftig Beweislastumkehr bei Einführung von Medikamenten

Die Pharmakonzerne haben gefordert, dass zukünftig Medikamente nur noch abgelehnt werden dürfen, wenn bewiesen werden kann, dass das Medikament keinen Nutzen hat. Bis jetzt war es so, dass ein Medikament abgelehnt wurde, wenn nicht bewiesen werden konnte, dass es überhaupt einen Nutzen hat.

In einem Änderungsantrag der Koalition wurde dieser Forderung stattgegeben. Somit tritt die Beweislastumkehr ein. Über den Nutzen und die Nutzlosigkeit eines Medikaments entscheidet der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA). Bezüglich der Arzneigesetzesänderung hagelte es von allen Seiten Kritik.

"Das heißt im Umkehrschluss, dass der Nutzen eines Präparats künftig schon durch die Zulassung bewiesen sein soll. Das ist der Wahnsinn! Dem VfA ist es grandios gelungen, die Politik einzuleimen", urteilte Wolfgang Kaesbach, Leiter der Abteilung Arzneimittel beim Spitzenverband der Krankenkassen.


WebReporter: Crushial
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Gesetz, Medikament, Beweis, Einführung, Arznei
Quelle: www.spiegel.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.09.2010 12:08 Uhr von Crushial
 
+10 | -0
 
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Und auf welchen Mist ist das wieder mal gewachsen? Von unserem Herrn Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler. Das ist nämlich seine tolle Gesundheitsreform. Das heißt zukünftig, dass mehr Medikamente auf den Markt geworfen werden, deren Nutzen nicht belegbar sind und somit den Patienten evtl. durch Nebenwirkungen sogar Schaden können. Die Patienten wären also quasi Versuchskaninchen.
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27.09.2010 12:12 Uhr von usambara
 
+9 | -0
 
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Pharmalobby diktiert Gesetzesänderung: http://www.spiegel.de/...
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27.09.2010 12:15 Uhr von Bokaj
 
+9 | -0
 
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Rösler fördert besonders gern die Pharmaindustrie und schröpft die Versicherten.
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27.09.2010 12:21 Uhr von SystemSlave
 
+11 | -0
 
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Die Lobbys haben das sagen: Die Politiker sind nur Marionetten der Lobbys, das sollte doch mit der aktuellen Regierung jeder verstanden haben. Nur warum passiert nix warum gehen wir nciht auf die Strasse und Demonstrieren dagegen wir haben so viele möglichkeiten durch das Internet in Sekunden Millionen von Menschen zu mobilisieren.


Als sie die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen - denn ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Sozialisten und Gewerkschafter geholt haben, habe ich geschwiegen - denn ich war ja keins von beiden.

Als sie die Juden geholt haben, habe ich geschwiegen - denn ich war ja kein Jude.

Als sie mich geholt haben, hat es niemanden mehr gegeben, der protestieren konnte.

[ nachträglich editiert von SystemSlave ]
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27.09.2010 12:59 Uhr von maretz
 
+3 | -0
 
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is doch klasse. Denn wie weise ich nach das etwas Nutzlos ist? Da kann der Pharma-Konzern dann auch sagen das z.B. ne Tablette mit Wasser gefüllt gegen <hier beliebige Krankheit einsetzen> hilft. Denn ggf. hat es ja einem Menschen auf der Erde wirklich geholfen (und sei es nur der Zufall...).

Aber gut - das zeigt nur wieder: Um in der Regierung zu arbeiten muss man nur eine Qualifikation erfüllen: Völlige Unkenntnis über sein "Fachgebiet".
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27.09.2010 13:34 Uhr von kirgie
 
+5 | -0
 
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durch den Placeboeffekt lässt sich damit wohl alles genehemigen
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27.09.2010 13:42 Uhr von no_trespassing
 
+3 | -0
 
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Ist doch kein Wunder, dass: die FDP unter diesen Umständen sogar um den Einzug in den Bundestag bangen muss.

Eine reine Lobbyisten- und Klientelpartei.
Erst die Hotellobby mit 7% Mehrwertsteuer und jetzt erneut die Pharmaindustrie.

Jetzt kann die Pharmaindustrie das nutzloseste Zeug auf den Markt bringen und hat somit Narrenfreiheit. Als einfacher Kunde kann man die Nutzlosigkeit nicht juristisch nachweisen, da man sich einen Prozess gegen die Pharmariesen nicht mal ansatzweise leisten kann.

Das darf ehrlich gesagt nicht wahr sein, was da passiert.
Und da wundert sich die Regierung über schlechte Umfragewerte. Hat doch alles eine Ursache.
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27.09.2010 13:46 Uhr von megamanxxl
 
+1 | -0
 
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..ich glaube ,dass umfrageergebnisse soowieso nich mehr stimmen....

man soll ja keiner statistik trauen,die man nich sleber gefälscht hat :D
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27.09.2010 14:36 Uhr von farm666
 
+3 | -0
 
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Nur: ein weiterer beispiel in welchem system wir leben...Demokratie, Grundgesetz, Deutsche Eid(Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde)....und das alles zum schein.

Ich bin dafür das man den Eid abschafft, den es entspricht keinerlei die realität des politischen handelns
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27.09.2010 14:44 Uhr von meisterthomas
 
+0 | -0
 
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Gesundheitsreform á la Philipp Rösler: Da zeigt sich deutlich, dass Rösler uns was vom Pferd erzählt und was er mit Gesundheitsreform meint: Umverteilung zu Lasten der Versicherten.

Es zeigt sich aber auch was unser Parlament heute ist. Ausschuss bestehend aus Ausschüssen, Lobbyisten und einer Parteiräson in der unser Gemeinwohl nachrangig geworden ist.


http://www.shortnews.de/...

[ nachträglich editiert von meisterthomas ]
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27.09.2010 14:47 Uhr von tommynator2
 
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naja Um das alles zumindest mal ein bisschen zu relativieren (auch wenn ich die Beweislastumkehr auch nicht befürworten kann):

Letztendlich muss es ja noch Abnehmer (d.h. Ärzte/Patienten) für die Medikamente geben. D.h. prinzipell stört ein zugelassenes, wirkungloses Medikament ja erstmal nicht - wenn die Ärzte als wirkungslos erachten, werden sie es ja (hoffentlich) auch nicht verschreiben. Insofern dürften diese "Medikamente" ja früher oder später in der Bedeutungslosigkeit versinken...

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