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Keineswegs "barrierefrei": Wenig Rücksicht auf Behinderte

Der VdK-Kreisverband Forchheim lud zu dem Vortrag "Barrierefreiheit für behinderte Menschen" in das Gasthaus "Zur Sonne" ein. Die Veranstaltung fand in einem Raum im ersten Stock statt, die nur über eine Treppe zu erreichen war.

Die Rollstuhlfahrer kritisierten die Planung dieser Veranstaltung heftig.Die VdK-Kreisgeschäftsführerin erklärte, dass für den Vortrag eigentlich eine andere Thematik vorgesehen war und so kurzfristig umdisponiert werden musste.

Der Referent MdL Eduard Nöth (CSU) referierte über die Barrierefreiheit in der Stadt, an den Schulen und insbesondere am Bahnhof Forchheim.


WebReporter: Bokaj
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Rollstuhl, Vortrag, Behinderter, Forchheim
Quelle: www.nordbayern.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.09.2010 11:38 Uhr von Bokaj
 
+5 | -1
 
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Zitate der VdK-Kreisgeschäftsführerin:
"Verstehe den Trubel nicht"
"Wenn Rollstuhlfahrer wirklich hätten kommen wollen, hätten wir sie gerne auch in den ersten Stock nach oben getragen; es sind genug starke Männer da; also alles kein Problem."

Ja, Rollifahrer wollen ja so gern rumgewuchtet werden, statt selber fahren.
Veranstaltungen einer Stadt sollten grundsätzlich für alle Menschen erreichbar sein. Es ist eine Frechheit sondergleichen, wenn man Behinderte so einfach schon bei der Planung ausschließt.

[ nachträglich editiert von Bokaj ]
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27.09.2010 11:45 Uhr von proPhiL
 
+4 | -1
 
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warum nicht: lieber rollstühle erfinden, welche Treppen hoch kommen, als alle treppen der Welt umzubauen?
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27.09.2010 11:48 Uhr von Bokaj
 
+1 | -0
 
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weil es auch Räume für Veranstaltungen zu mieten: gibt, die nicht über eine Treppe zu erreichen sind.

Außerdem können selbst Rollstühle, die Treppen steigen können, nicht in jedem Treppenhaus hochkommen, da sie oft nicht breit genug sind.


Und es gibt auch immer mehr ältere Leute, die nicht gut zu Fuß unterwegs sind, aber noch keinen Rollstuhl brauchen.

[ nachträglich editiert von Bokaj ]
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27.09.2010 13:00 Uhr von Bokaj
 
+0 | -0
 
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@proPhiL: Noch was:

Die Veranstaltung lief jetzt schon und Treppen steigende Rollstühle sind noch äußerst selten.
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27.09.2010 14:28 Uhr von LocNar
 
+1 | -0
 
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Das erinnert mich an einen persönlichen Vorfall: Ich saß nach einem Unfall mehrere Monate im Rollstuhl, mit ausgestrecktem Bein, und durfte das Bein für 3 Monate hinweg NULL Belastung aussetzten.

Bei dem Chirurgen/Orthopäden, der mir empfohlen wurde, war ich genau zwei Mal, dann habe ich gewechselt.

Situation vor Ort (wie gesagt, eine chirurgisch orthopädische Praxis) : Von der Straße aus musste man zuerst eine Auffahrt hoch, sehr steil und im Rolli ohne Hilfe absolut nicht zu schaffen. Dann kam man zum Aufzug (da die Praxis im 2. Stock liegt). Größe max. 1m², d.h. ich musste vorsichtig aufstehen, die Beinauflage abmontieren, auf einem Bein stehend hochfahren, oben den Rolli wieder zusammenbauen und dann um 3 sehr enge Ecken manövrieren.

Zum Glück hatte ich einen netten Krankentransportfahrer, der mir sehr dabei geholfen hat, denn alleine wäre man dort absolut aufgeschmissen gewesen.

Ich habe, besonders auf dieser steilen Auffahrt Menschen beobachtet mit Krücken oder mit Schlappen, wo sie ständig herausgerutscht sind wegen dieser steilen Schräge, trauriges Bild.

Ich hatte Beschwerde bei der Arztekammer BaWü eingereicht, ohne jegliche Reaktion.

Zur News : Entweder wurde dieser VdK Kreisverband von dem Inhaber des Gasthaus "Zur Sonn" kräftig geschmiert oder diese Leute mussten noch nie Rolli fahren.

Und wie zuvor schon jemand geschrieben hat, diese Aussage mit den kräftigen Männern..... nein danke, ich hätte mich auch nicht die Treppe hochtragen lassen.

Mein Vorschlag : Fesselt diese Typen mal 3 Monate an einen Rollstuhl und entlasst sie ins richtige Leben.
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27.09.2010 14:32 Uhr von saber_
 
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@proPhil: lieber die ganze welt zum stehen bringen als das auch nur ein mensch der welt irgendwie benachteiligt werden koennte....

und das schlimmste ist das meistens kerngesunde menschen solche forderungen stellen....

ein rollstuhlfahrer weiss nunmal das er nicht alles machen kann was ein vollkommen gesunder mensch machen kann... aber es finden sich dann immer wieder paar witzfiguren in der bevoelkerung die fordern das baeume so abgeaendert werden muessen das auch rollstuhlfahrende kinder sie besteigen koennen....


oder dass das lerntempo einer kompletten schulklasse gebremst wird um den einen leicht legasthenischen schueler gleichberechtigt zu behandeln....

das dabei aber die restlichen 34 schueler der klasse nicht wissen wohin mit der langeweile waehrend der lehrer dem legastheniker das 10. mal was erklaert spielt so gut wie keine rolle....


was ich damit sagen will.... die vermeidung der benachteiligungen von manchen menschen hat grenzen... diese sind langsam erreicht!

es gibt genug behindertengerechte einrichtungen und behinderte menschen koennen sehr normal leben (zumindest hab ich noch nie eine beschwerde von meinem kumpel im rollstuhl gehoert....)

ganz im gegenteil.... er fuehlt sich merklich unwohl wenn wir irgendwo in der disco sind.... stellt euch mal vor wie ihr euch fuehlt wenn ihr im rollstuhl zwischen hunderten von leuten seid und euer kopf genau auf der arschhoehe der anderen ist und jeder furz direkt in euer gesicht reintanzt....
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28.09.2010 07:51 Uhr von Bokaj
 
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letzten 2 Vorschreiber: Ist es euch eigentlich aufgefallen, dass es hier nur darum ging, dass ein Vortrag in einem Raum veranstaltet wird, der bequem für Ältere und Behinderte zu erreichen ist?

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