Neue Wechselwirkung zwischen Sonnenwind und atmosphärenlosen Körpern entdeckt
Neue Daten von drei Mondsonden deuten auf die Existenz einer bislang unbekannten Wechselwirkung zwischen Sonnenwind und atmosphärenlosen Himmelskörpern hin. "Chang´E-1" (China), "Kaguya" (Japan) und "Chandrayaan-1" (Indien) beobachteten unter anderem die Interaktionen von Sonnenwind und Mondoberfläche.
Die Oberfläche von atmo- und magnetosphärenlose Himmelskörpern interagiert stark mit äußeren Einflüssen, beispielsweise dem Sonnenwind oder Meteoriteneinschlägen. Dadurch entsteht dort eine dicke Regolithschicht, von der man annahm, dass sie den kompletten auftreffenden Sonnenwind absorbieren würde.
Den aktuellen Daten der Sonden zufolge werden aber bis zu 20 Prozent der Sonnenwindprotonen von dem Regolith reflektiert. Außerdem zeigen sie, dass die Oberfläche durch lokal begrenzte magnetische Anomalien vor dem Sonnenwind geschützt wird, weil sie quasi wie eine Art "Mini-Magnetosphäre" wirken.