24.09.10 13:40 Uhr
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Kälteeinbruch in den siebziger Jahren: Neues Modell sieht Ozeane als Auslöser

Zu Beginn der siebziger Jahre kam es zu einem Einbruch der Welttemperatur. Bisher ging man davon aus, dass Aerosole dafür verantwortlich waren. Diese Partikel, die von Fabriken ausgestoßen werden, reflektieren einen Teil des Sonnenlichts. Doch dieser Effekt ist laut neueren Untersuchungen zu klein.

Es brach damals nicht nur die Welttemperatur ein, sondern auch die Ozeane kühlten auf der nördlichen Hemisphäre ab. Von 1968 bis 1972 fiel die Temperatur um 0,3 °C, was einer gigantischen Energiemenge entspricht. Dies war bisher übersehen worden, da die Daten erst von Fehlern bereinigt werden mussten.

Der Grund für die Meeresabkühlung muss noch genau erforscht werden. Man vermutet, dass Schmelzwasser grönländischer Gletscher den Atlantik kühlte, aber auch den Golfstrom hemmte. Damit kann der Temperaturabfall des Pazifiks aber nicht erklärt werden, welcher allerdings etwas schwächer war.


WebReporter: Getschi
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Erde, Klima, Temperatur, Ozean, Kälteeinbruch
Quelle: www.spiegel.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.09.2010 14:05 Uhr von meinemeinungdazu
 
+1 | -3
 
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@ puppermaster: " Das Weltklima ist nicht von uns Menschen abhängig.
Die Natur macht was ihr passt."

Oha, lass das bloß mal nicht den Getschi hören. :-))))
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24.09.2010 14:31 Uhr von LocNar
 
+8 | -0
 
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Ist es nicht schon länger bekannt, dass die Umwelttemperatur hauptsächlich durch die verschiedenen Ströme in unseren Weltmeeren gesteuert wird ?
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24.09.2010 14:39 Uhr von SystemSlave
 
+8 | -3
 
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@Getschi: Bei dem "Wälder abholzt" muss ich dir auszunahmsweis emal zustimmen, aber dem bösen Treibhausgas CO2 ganz sicher nicht. Auch schadet es sicherlich das giftige Abgase in Luft gelassen werden genaus soe wie Öl den Meeren schadet, aber das scheint ja alles nix im vergleich zum bösen Co2 zu sein.

Die Chance ist bestimmt größer das der Mensch sich selbst vergiftet als das wir vom Planeten gegrillt werden, aber warten wir einfach noch die nächsten Jahrzehnte ab was und dann erzählt wird.

Down with CO2, back to Stone Age
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24.09.2010 14:45 Uhr von anderschd
 
+4 | -3
 
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Alles hat sich: in mehreren Millionen von Jahren fein aufeinander abgestimmt und ist zu dem geworden, was es ist oder war. Bis der Mensch unnatürlicher weise eingegriffen hat. Das wir keinen Einfluss haben, glauben auch nur noch Phantasten. Ob er allerdings so stark ist, wie angenommen oder propagiert wird......Wer kann das sagen?

[ nachträglich editiert von anderschd ]
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24.09.2010 15:19 Uhr von Klecks13
 
+3 | -2
 
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@ anderschd: Da hat sich gar nix abgestimmt. Dass unser Klima etwas Statisches wäre, das man unter allen Umständen erhalten müsste, ist ein Irrglaube. Das Klima war noch nie statisch und wird es auch nie sein; die gesamte Erde ist seit ihrer Entstehung bis heute ständig im Wandel.
In den Millionen Jahren deiner "feinen Abstimmung" gab es mehrere Wärmeperioden (in denen die Polkappen immer eisfrei waren und nur wenige Restgletscher in absoluten Hochgebirgsregionen existierten) und etliche Eiszeiten (wir befinden uns z.Zt. am Ende der letzten davon, wie die vereisten Pole deutlich beweisen).
Dazwischen gab es immerwieder sprunghafte Änderungen wie z.B. die "kleine Eiszeit" im 17. Jahrhundert. Damals schneite es im August und in Holland konnte man im Juni noch Schlittschuh laufen. Ebenso gab es auch kleine Hochphasen: Hanibal konnte die Pyrinäen und die Alpen nur deshalb innerhalb weniger Monate überqueren weil die Hochpässe nur wenige Wochen im Jahr verschneit waren. Zum Vergleich: Heute liegt am Brenner im Schnitt 5 Monate Schnee.

Übrigens war der CO2-Gehalt in der letzten Warmphase gut 3x so hoch wie heute.
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24.09.2010 15:35 Uhr von anderschd
 
+1 | -3
 
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@Klecks13 Und das heisst dann: tatsächlich, dass z.B. die Abholzung der Regenwälder keinen Einfluss haben sollen? Wer es glaubt.


Die feine Abstimmung bezieht auf das Gesamtpaket ERDE, nicht auf einzelne Komponenten. Kleine Ausrutscher haben keinerlei Auswirkungen auf dieses System.

[ nachträglich editiert von anderschd ]
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24.09.2010 16:31 Uhr von Klecks13
 
+1 | -1
 
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@ anderschd: Ich habe nie behauptet, dass es keine Auswirkungen hätte.

Aber mit der feinen Abstimmung liegst du eben falsch: Die gibt es nicht. Unser Klima ist im Kern chaotisch, da ist nichts abgestimmt. Daran ändern auch gewisse Regelmäßigkeiten nichts, die sich in den letzten paar Jahrtausenden mit dem langsamen Rückzug der Eiszeit ergeben haben. Was wir in den letzten 100 Jahren an regelmäßigen Wetterphänomenen registriert haben, ist relativ jung. Oder glaubst du, dass die alljährlichen Huricanes schon existierten, als die Erde noch zu 2/3 vergletschert war? Da waren die Meere noch viel zu kalt um so große Stürme zu erzeugen.
A propos groß: Die Wechsel zwischen fast völliger Eisfreiheit mit subtropischen Temperaturen am Rande des Polarkreises und KM-dicken Eispanzer über fast die Hälfte der Erde innerhalb weniger hundertausend Jahre würde ich nicht gerade als kleine Ausrutscher bezeichnen..
Übrigens haben auch "kleine Ausrutscher" Auswirkungen auf das gesamte System. Der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull dieses Jahr hat zu einer spürbaren Abkühlung fast der gesamten Nordhalbkugel geführt. In Italien und selbst in Norafrika war dieser Sommer ungewöhnlich kühl und regnerisch. In wie weit sich das auf die kommenden Jahre aus wirkt, ist noch nicht ersichtlich. Und dabei war das ein nur ein kleiner vergleichsweise harmloser Ausbruch.
Würde der Teide auf Teneriffa ausbrechen, dann würde voraussichtlich das westliche Drittel der Insel explodieren bzw. ins Meer rutschen. Abgesehen von dem zu erwartenden Tsunami, der ca. 3 Std. später New York platt machen würde, hätte das dramatische Auswirkungen auf die Meeresströmungen und somit auf das Klima der nächsten paar tausend Jahre.
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24.09.2010 16:47 Uhr von anderschd
 
+0 | -1
 
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Das überzeugt: mich nicht. So falsch kann ich gar nicht liegen.
Auch ein Chaos kann Zusammenhänge haben.

Ich glaube trotzdem an einen Zusammenhang/spiel aller Komponenten, die, wie du selbst sagst, durch natürliche oder menschliche Einflüsse ins wanken geraten können.
Und eine Abstimmung schließet eine Anpassung nicht aus.
Wenn sich Komponenten ändern müssen sich andere anpassen.

[ nachträglich editiert von anderschd ]
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24.09.2010 17:47 Uhr von Klecks13
 
+3 | -2
 
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Klar gibt´s: auch im Chaos Zusammenhänge. Eben z.B. die Kette Vulkanausbruch-Meeresströmungen-Klima. Nur können die durch puren Zufall jederzeit verändert werden. Ein angestimmtes System ist damit schlicht unmöglich weil verhältnismäßig kleine lokale (zufällige) Störungen das gesamte System beeinflussen.
Solche Störungen treten praktisch ständig auf; jedes Erdbeben, jede Lawine, jeder Waldbrand und natürlich auch die hemmungslose Vernichtung riesiger Waldflächen durch den Menschen verändert die geologischen Bedingungen und damit langfristig auch die klimatischen.
Auch wenn es nicht immer gleich so dramatisch ist wie die Explosion einer ganzen Insel oder der Einschlag eines großen Meteoriten: Die Summe der Kleinigkeiten führt zu ständigen Wandel. Seit Millionen Jahren abgestimmt ist dabei gar nichts, das wäre unter diesen Bedingungen auch schlicht unmöglich.
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24.09.2010 18:51 Uhr von anderschd
 
+0 | -1
 
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Also du sagst, es ist nix abgestimmt aber jede Kleinigkeit kann das System verändern und beinflussen. hm


ok

[ nachträglich editiert von anderschd ]

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