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"Kernschein": Neues Phänomen hilft bei der Analyse von Sternentstehungsprozessen

Laurent Pagani vom Observatoire de Paris und Jürgen Steinacker vom Max-Planck-Institut für Astronomie haben nach monatelangen Analysen jetzt die Entdeckung eines neuen astronomischen Phänomens bekannt gegeben: Der so genannte "Kernschein" (Coreshine) erlaubt tiefe Einblicke in frühe Stadien der Sternentstehung.

Als Kernschein bezeichnen die Forscher Mittelinfrarotstrahlung, die an größeren Staubteilchen im Inneren von dichten Gas- und Staubwolken gestreut wird. Als Grundlage der aktuellen Studie dienten Daten, die das Infrarot-Teleskop "Spitzer" von 110 dichten, kollabierenden Molekülwolken gesammelt hat.

Bei etwa 50 Prozent der Objekte konnte der Kernschein nachgewiesen werden. Nachfolgende Beobachtungen des Phänomens ermöglichen zum Beispiel Rückschlüsse auf die Größe und Dichte der streuenden Staubteilchen, aber auch das Alter und die chemische Zusammensetzung der Molekülwolke können so untersucht werden.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Stern, Astronomie, Analyse, Entstehung, Phänomen, Kernschein
Quelle: idw-online.de

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24.09.2010 10:08 Uhr von alphanova
 
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Mein erster Gedanke war: "Die Wolke hat das Shining" (Stephen King Fans wissen, was ich meine *g*)
Spaß beiseite. Diese Entdeckung könnte sich als absoluter Glücksfall für die Astronomen erweisen, weil hier die frühsten Stadien der Sternentstehung beobachtet werden können. Dies war bisher nur sehr schwer realisierbar, dementsprechend wenig weiß man darüber. Jetzt kann man genauer verfolgen, was beim Kollaps einer dichten Molekülwolke in ihrem Zentrum geschieht.

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